In dieser Episode geht es um die fotografische Herausforderung, in einer dunklen, engen und schwer kontrollierbaren Situation trotzdem ein starkes Bild zu gestalten. Olaf Gschweng erzählt, wie er beim Tango-Abend mit wenig Licht, bewegten Menschen und klaren Einschränkungen arbeiten musste, um eine stimmungsvolle Aufnahme zu bekommen, in der der Tango eher gespürt als direkt gezeigt…
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Diese Episode ist erschienen am 22.07.2026 und wurde aufgenommen am 01.04.2026.
Titel-Melodie: „Der weite Blick“ generiert von M. Koopmann mit musichero.ai
Der Podcast bietet Kapitelmarken mit Bildern, ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprechern sowie weitere Zusatzinfos. Am besten nutzt du Apps wie Pocket Casts,Overcast, Instacast und andere sog. ‚Podcatcher‘ Apps, die diese Inhalte anzeigen können.
Hallo, ich bin Michael und das ist Bilder und Geschichten.Fotografie begleitet mich schon lange, aber am meisten interessieren mich dieMenschen hinter den Bildern.In jeder Folge bringt ein Gast ein Foto mit und wir sprechen über den Moment.Manchmal ist es leise, manchmal ist es überraschend, aber immer echt.Schön, dass du da bist und schön, dass du zuhörst.Ja, und herzlich willkommen zurück zu meinem kleinen Podcast und herzlich willkommenzurück, Olaf Geschwenk. Schön, dass du wieder hier bist.Ich hatte dich ja schon mal in der Folge mit einem Street-Photography-Bild imweitesten und heute hast du nochmal ein schönes Bild mit mir zu mir gebracht. Aber hallo, Olaf.
Olaf Gschweng
Ja, hallo, Michael. Freut mich, dass ich wieder einmal bei dir sein darf undnoch ein weiteres Bild vorstellen darf.
Michael Koopmann
Ja, ich lasse hier ja so gut wie kein mit nur einem Bild gehen aus meinem Podcast.Ich bin ja immer froh, wenn wir dann gleich mehrere Bilder machen können undvor allen Dingen auch gleich immer verschiedene Genre dann beleuchten,denn ich kenne, glaube ich, keinen Fotograf, der nur irgendwie eine Sache fotografiertund dann auch nur da bleibt,sondern ich glaube, wir alle sind da irgendwie multifähig und nutzen halt diesesschöne Hobby in seiner Breite aus und machen auch ganz verschiedene Bilder.Heute hast du ein Bild mitgebracht. Ja, das hat auf jeden Fall eine spannende Geschichte.Und deswegen würde ich dir einfach mal belassen, erzähl mal,wie es denn zu diesem Bild so gekommen ist.
Olaf Gschweng
Ja, also mein Thema ist ja tatsächlich so die Street-Fotografie.Deswegen hatten wir das beim ersten Bild so.Und das hat auch am Rande damit zu tun, weil ich habe einen Street-Fotografie-Kursgemacht bei der Valérie Jardin.Das ist ein Online-Kurs. Und ja, in dem Kurs war dann eine Aufgabe,die letzte Aufgabe hat dann so diesen Bereich Street-Fotografie so ein bisschenverlassen und erweitert.An sich auch okay, aber so ein bisschen habe ich mit der Aufgabe auch gefremdelt, muss ich zugeben.Und zwar sollten wir einen Ort porträtieren und zwar mit den Mitteln der Street-Fotografie.Die also nichts stellen, keine Leute irgendwie anleiten, irgendwas zu machen,sondern wirklich so wie die sprichwörtliche Fliege an der Wand.Also ja, einfach nur die Szenerie beobachten und fotografieren,ohne sich irgendwie einzumischen.Und ich habe ja gesagt gerade, dass ich damit gefremdet habe.Ich war sogar ein bisschen sauer am Anfang, als ich so überlegt habe, was das bedeutet.Weil warum mache ich Street-Fotografie? Ich kann das halt machen,wenn es bei mir passt, zeitlich und wenn ich dazu Lust habe.Und hier war es jetzt ja so, ich muss ja erstmal irgendwie, also es war so haltirgendwelche kleinen Werkstätten oder was auch immer man da findet.Ich muss ja irgendwie erstmal jemanden finden, der sagt, ja kannst du machen?Und dann musst du ja auch sagen, ja dann und dann.Das heißt, ich muss erst mal irgendwie telefonieren oder am besten gleich mich vorstellen irgendwo.
Michael Koopmann
Diese Flexibilität ist komplett weg, die sonst ja eigentlich die Sweet-Fotografiehat. Dass man eben einfach rausgeht und guckt, was einen dann trifft.
Olaf Gschweng
Genau. Und schauen, wo passt das in meinen und seinen Terminplan und so weiter.
Michael Koopmann
Aber auch eine schöne Herausforderung, da mal so was machen zu müssen.
Olaf Gschweng
Genau. Also die Herausforderung fand ich toll. Da dachte ich,oh ja, ist ja schön. Noch ein bisschen was drüber hinaus, so in Richtung Reportage ja eigentlich auch.Das Thema Abenteuer, Reportage, Fotografie hatten wir ja auch schon, die Community.
Michael Koopmann
Ja, sehr zu empfehlen.
Olaf Gschweng
Die kannte ich da auch noch gar nicht.
Michael Koopmann
Ich glaube, das können wir mal als kurzen Einschub nehmen. Leute da draußen,wir haben jetzt hier schon einige Episoden gemacht, wo ich dann irgendwie daraufeingegangen bin oder wo dieses Bild aus einem Kurs entstanden ist oder irgendeine Aufgabe.Es lohnt sich, glaube ich, immer irgendwo mal das Geld nicht in eine neue Kamerazu investieren, sondern einfach in einen schönen Workshop, einen schönen Kurs.Sei ja online, sei ja auch irgendwie in Person vor Ort.Man lernt da eigentlich immer viel und das ist sehr gut angelegtes Geld,sich da einfach fortzubilden und wieder was Neues zu lernen,was man mit seiner Kamera machen kann.Und das kann ich nur empfehlen, da rein sein Geld zu investieren.Und Abenteuer Reportage, Fotografie insbesondere, weil das einfach ein wunderschönerOnline-Kurs, der mir damals sehr, sehr viel gebracht hat.Aber zurück zu deinem Bild und zu deiner Aufgabe.
Olaf Gschweng
Genau. Also das Gute war, dass ich dann rausstellte, ich habe so über Freundeund Bekannte dann einfach relativ schnell drei Orte zusammen gehabt und musstenicht irgendwie im Vorfeld da erstmal,Suchen, rumtelefonieren und irgendwo hinfahren. Das war gut.So, und das war eine Fahrradwerkstatt.Das war eine Shiatsu-Massagepraxis.Und das dritte war ein Tango-Workshop.Oder, ja, ich glaube, so nannte sich das. Die treffen sich da irgendwie regelmäßigeinmal die Woche und tanzen dann da gemeinsam Tango.Ja, und da hat mich dann meine Bekannte mit hingenommen. Ich durfte mich dannkurz vorstellen und habe dann mein Anliegen dort vorgestellt.Habe gesagt, es ist zu einem Kurs gehört und mich freuen würde,wenn ich hier fotografieren durfte.Die Bilder, die entstehen, die würde ich gerne den Leuten bereitstellen.Und ich würde sie nur im Rahmen von dem Kurs erstmal verwenden wollen, ob das okay ist.Und dann kamen zwei Frauen zu mir, die sagten, nein, sie möchten nicht fotografiert werden.Okay, ich muss mir die hauptsächlich merken natürlich irgendwie,dass das nachher so klappt. Es waren ja schon ein paar mehr Leute da.
Michael Koopmann
Das ist dann schon die Herausforderung. Also klar, man will natürlich gernedem Wunsch entgegenkommen, aber wenn man da so ein paar Paare hat und im Eiferdes Gefechts, ja, wie merkt man sich das, wenn man es nicht aufs Bild kriegt?
Olaf Gschweng
Das habe ich auch in dem Moment erst so, oh beja, jetzt ist die weggegangen.Welche war das noch? Das war schon das Erste so.
Michael Koopmann
Zack, eine neue Herausforderung.
Olaf Gschweng
Die Situation hatte ich ja nicht. Solche Sachen habe ich bisher nicht gemacht.Also hatte ich bis dahin nicht.So und dann kam noch ein Mann zu mir, baute sich vor mir auf und sagte dann,unter gar keinen Umständen.Und das war dann schon so der Moment. Also ich habe überlegt, packe ich.
Michael Koopmann
Direkt wieder einpacken nach Hause.
Olaf Gschweng
So genau das war meine Überlegung. Mache ich das überhaupt? Tue ich mir das an, wenn der so…Es ist halt schon, also ich weiß nicht, wer du das so kennst,so Tango, die tanzen da schon ziemlich eng.Das ist schon eine sehr körperbetonte Sache.Meine Bekannte meinte auch zu mir, das heißt auch so die getanzte Umarmung,so ein bisschen so umschreibend für Tango.
Michael Koopmann
Da ist schon sehr viel Emotion auch mit im Tanz drin.
Olaf Gschweng
Genau. Und ja, in dem Moment habe ich wirklich gedacht, das lasse ich vielleicht besser.So, und dann habe ich aber gedacht, naja, irgendwie, jetzt bin ich schon hierund du willst ja auch nicht, das ist jetzt angekündigt, ich versuche es einfach.Und habe dann irgendwie, was kann ich irgendwie, dass ich hier reinkomme sound habe dann erst mal gesagt, okay, ich habe, also das war noch,du willst ja nicht so gerne über technische Sachen sprechen.Am Rande sozusagen, also ich hatte halt wirklich schon gewusst,dass da relativ wenig Licht ist und hatte dann halt meine Festbrennweite mit1,4er Blende, so eine Normalbrennweite mit. und ja.
Michael Koopmann
Irgendwie der überhaupt zu dem Bild kommt, weil blitzen will man ja auch nicht,das hätte dann auch noch mehr Störungen verursacht.
Olaf Gschweng
Genau, und es war eigentlich auch schon, als ich da ankam, klar, oh Gott.Als die das Licht ausgemacht haben, gab es nur noch wenige kleine Lichtquellen,die waren auch noch farbig.Schwarz-Weiß war mir eh schon klar für die Stimmung irgendwo,dass das am ehesten passt.Aber in dem Moment, als die farbigen wenigen Lampen da so hindämmer hatten,da war Schwarz-Weiß schon völlig gesetzt. Das war wirklich wenig und ich habe wirklich mit,die tanzen ja auch, die bewegen sich. Das ist ja nichts Statisches.Also muss ich auch mit der Belichtungszeit hinreichend kurz sein.Also und ja, offene Blende, 125 Sekunden ist dann trotzdem noch so,also die ISO auf das Maximum des Erträglichen irgendwie mit 12.800.Das ist schon, jetzt lassen wir die Technik auch weg, aber das war schon herausfordernd.Und dann habe ich halt geschaut, was kannst du machen? Und habe einfach,okay, ich habe angefangen die Füße.Ich fand das mit den wenigen Lichtquellen, die waren, wenn die so in der richtigenEcke waren, hast du halt tolle Silhouetten gehabt.Und ich habe einfach die Füße und die Beine beim Tanzen, das ist schon für sich wirklich ein Motiv.Ich habe, glaube ich, eine Viertelstunde oder zehn Minuten irgendwie nur aufdie Füße irgendwie gezielt, auf die Beine und die Bewegung.Oder wenn die mal wirklich dann so einen Moment abpassen, wo die Bewegung vielleichtgerade aus der Perspektive so ein bisschen innehält.Das war schon so ein Motiv, dass ich es eine Weile probiert habe.Es sind auch ein paar interessante Bilder entstanden.
Michael Koopmann
Ja, vor allem bringt ja dann auch schon mal gut den Tango, glaube ich,rüber, weil die Schritte sind ja auch, glaube ich, relativ eindeutig.Und dann kommt man auch dieses Zusammensein, glaube ich, das ist schon mal einguter Anfang, irgendwo sich an dieses Motiv heranzutasten, an diese ganze Situation.
Olaf Gschweng
Genau. Und da ist jetzt diese Aufnahme entstanden. Das war das nächste Okay.Ich habe diesen Kerzenleuchter dort gesehen. Ich weiß nicht mal,ob der echt ist. Ich glaube nicht. Die sehen alle so gleichförmig aus.Ich glaube, das war eher elektrisch.Und den fand ich irgendwie interessant, hab den halt in den Vordergrund,also scharf gestellt darauf und einfach Leute im Hintergrund dann fotografiert,dass die im Hintergrund tanzen und dann eigentlich nicht wirklich zu erkennen sind.Das fand ich dann auch einfach als gutes Motiv.
Michael Koopmann
Genau und da würde ich jetzt mal kurz versuchen, das Bild einmal für die Hörerzu beschreiben, denn ja, was sehen wir hier?Wir sehen Naja, eigentlich gar keine tanzenden Personen, doch ganz minimal im Hintergrund.Aber es ist erstmal ein Hochformatbild, schwarz-weiß, das Dunkle überwiegt.Aber wir haben im Vordergrund so einen ganz klassischen, wie heißt das,einen Fünfarmiger, nee, einen Vierarmiger und Mitte mit Kerze.So ein Kerzenleuchter aus, ja, ein Schein Silber oder irgendwas in der Art.Und da sind Kerzen drauf, die sehen, ja, ich hätte jetzt gesagt,es sind echte, nur sehr abgebrannt.Aber kann natürlich auch irgendwas Nachgemachtes sein. Aber auf jeden Fall gebensie ein sehr starkes Licht dar, was jetzt durch die Dunkelheit schon sehr ausgefressen ist.Also wir sehen jetzt nicht die Flamme an sich, sondern es ist schon ein bisschen ausgefressen.Aber wir sehen halt im Hintergrund ja einiges passieren. Und so sehen wir aufder linken Seite über dem Kerzenleuchel,über den Kerzen im Endeffekt ein anscheinend tanzendes Paar.Also man kann grob erkennen, dass es wahrscheinlich eine Frau und ein Mann ist,aber eigentlich nicht viel mehr, die halt in dieser engen Tanzsituation sind.Und auf der rechten Seite sehen wir noch so ein paar Lichtreflexe.Ich weiß nicht, ob da ein Fenster ist oder eine Tür.Aber auf jeden Fall irgendwas, was so ein Gleichgewicht für dieses Bild aufdie Seite bringt und zeigt, dass da auf jeden Fall irgendwie ein Raum ist,wo drin irgendwie noch was passiert ist.Und ja, das ist so dieses Bild eigentlich im Groben schon, was aber sehr gut,finde ich, diese Stimmung halt rüberbringt.Jetzt, man weiß schon, da ist irgendwas im Hintergrund, was passiert.Ich glaube, Olaf, damit hast du schon deine Aufgabe eigentlich ganz gut erfüllt,dass halt der Tango zu erkennen ist, aber keine Person zu erkennen ist.
Olaf Gschweng
Ich habe tatsächlich ja dann auch noch fortgesetzt und wurde nochmal,die haben dann auch mal Pausen gemacht.Dann wurde ich noch mal so ein bisschen ermutigt, doch auch ruhig mal,es gibt welche, die würden sich wirklich freuen, fotografiert zu werden.Das war vielleicht für mich noch mal gut zu hören.Und da bin ich auch losgegangen und habe noch mal wirklich einzelne Paare,wo ich jetzt auch sicher war, dass die das gut finden würden,habe die noch mal fotografiert.Da sind auch ein paar schöne Fotos rausgekommen, aber ich habe jetzt ja nicht die Freigabe dafür.Deswegen habe ich mich jetzt hierauch für das Bild, oder habt ihr das vorgeschlagen, dieses Bild zu nehmen?Weil da habe ich sich hier kein Problem, eben das hier eben zu zeigen,weil die ja wirklich nicht erkennbar sind.
Michael Koopmann
In jeden Fall, es geht ja um Bilder und Geschichten und die Geschichte dazu finde ich ja super.Und ein Porträt oder tanzende Person ist ja mal ein Bild für eine ganz andereGeschichte hier und eine andere Episode.Aber was ich ja wirklich wichtig finde, ist,dass man sich halt nicht entmutigen lässt, wenn halt schon direkt am Anfangdie Kritik kommt oder diese Person kommt, die sagt,bloß nicht fotografieren, Sonst gibt es Ärger oder gerne bei der Street-Fotografie,wo dann auch mit der vollen Härte des Gesetzes irgendwie gedroht wird,die es da irgendwo geben soll.Und ich kenne das von mir selber, dann hat man meistens, wenn man schon denersten Kritikpunkt hat, gar keine Lust mehr überhaupt noch an dem Tag irgendwaszu fotografieren, weil man irgendwie so verschüchtert ist oder eingeschüchtertist von der ganzen Situation.Aber auch da muss man sich dann einfach herausnehmen und einfach sagen,ich mache jetzt trotzdem meine Bilder und es gibt immer eine Möglichkeit,irgendwie ein Foto auf den Chip zu kriegen.Und ja, in dem Fall, man kann auch Personen fotografieren, indem man gar keinePersonen fotografiert, wie auf deinem Bild.
Olaf Gschweng
Genau, also das hatte ich bei der Street-Fotografie auch schon,aber es ist ja relativ selten.Und ich will da auch keine Konfrontation. Also wenn da jemand ein Problem hat,dann lasse ich das auch beziehungsweise zeigt denen die Fotos,lösche das von deren Augen und dann ist das gut.Also das war wirklich super selten und hier war es jetzt ja eine ganz andere Situation.Das war wirklich am Anfang, wie gesagt, ich habe wirklich überlegt,das komplett sein zu lassen.Ich hatte ja noch zwei andere Gelegenheiten und ja.
Michael Koopmann
Diese Diskussion, wie fotografiert man Leute, die möchte ich jetzt auch nicht anfangen.Ich sage eigentlich immer, das muss jeder für sich selber entscheiden,wie er damit umgeht und wie freizügig oder wie enger das für sich sieht,Leute zu fotografieren, das muss man für sich selbst entscheiden.
Olaf Gschweng
Da war bei Abenteuer Reportage Fotografie neulich auch ein interessanter Vorteilvon Eric Shakespeare zu dem Thema,also das Rechtliche und das ist auch nochmal für mich gut gewesen,ist nochmal klar zu wissen, wie das eigentlich auch gerade bei Streetfotografie ist.
Michael Koopmann
Was ich jetzt aber bei dem Bild auch nochmal sehr spannend finde,ist ja überhaupt sich irgendwie mit den Situationen zurechtfinden.Du sagst jetzt einmal, das Problem war so, ich darf jetzt irgendwie x Leutenicht fotografieren, dann ist man irgendwie an einem Punkt, wo es einfach finsterist wie die Nacht, weil einfach gar kein Licht da ist, nur irgendwie ein paar Kerzen,die da vielleicht Licht reinbringen und dann hat man noch irgendwie so eineAufgabe, die man da erfüllen muss, die einem eigentlich auch gar nicht schmeckt.Aber trotzdem ist ein schönes Bild beinstanden. Das finde ich ja wichtig,dass man auch mit solchen Umgebungseinflüssen einfach versucht,sich mal zu challengen, ob man da auch noch zu einem Bild kommt und dann nochein paar andere Möglichkeiten sucht.Und klar, wenn man Licht sucht, ist natürlich der Weg zur Kerze erstmal der sinnigste.
Olaf Gschweng
Genau, also das sind ja auch andere. Mit den Lampen habe ich ja schon gearbeitet.Wie gesagt, im Hintergrund dann die Lampen, da hatte man schöne Silhouetten.Und dann, wie gesagt, dieses hier und später dann auch noch andere.Also ja, die Situation war schon, wie du es beschreibst, also das war eine Herausforderung.Wie gesagt, ich habe mich dem ja gestellt.Es war halt raus aus der Komfortzone, sich da erstmal hinzustellen und erstmalzu erzählen, was man da vorhat und ja.
Michael Koopmann
Man muss es auch einfach hinnehmen, ich kenne das aus meinen eigenen Reportagen,ich lande irgendwie immer nur in dunklen Kellern und in irgendwelchen Ecken,wo kein Licht da ist, inzwischen habe ich mich damit abgefunden,dass das so ist und dass man dann mit der Kamera ein bisschen zaubern muss,um da irgendwie ein Bild hinzukriegen ohne Blitz.Das geht aber meistens immer. Irgendeinen Weg kann man finden.
Olaf Gschweng
Genau, da ist dann die Vorbereitung oder das eigene Equipment,was man hat und was man daraus machen kann, ist dann gut, wenn man das weiß.Und ich wusste, ich habe genau ein Objektiv, was da wirklich gut ist.Ob das vielleicht zu eng ist, kann sein vom Bildausschnitt, das wusste ich vorher nicht.Aber ich habe mich darauf eingelassen und ja, das war das eben mit der Offenblende.Das war schon perfekt dafür.Alles andere hätte nicht funktioniert. Es war wirklich noch dunkler,als ich das befürchtet hatte.
Michael Koopmann
Das probieren, was man halt machen kann mit der Technik, die man dabei hat.Also meistens geht auch ISO immer mehr, als was man denn so eigentlich glaubt, was denn da geht.Und auch ein Bild mit rauschen kann, irgendwo erstimmungsvoll rüberkommen undnaja, was die KI heutzutage dann noch retten kann, ist immer ein ganz anderes Ding.Aber einfach probieren und gar nicht erst sagen, hey, hier geht nichts,die Kamera beiseite legen. Das wäre auch immer das Falschste, was man machen kann.
Olaf Gschweng
Ich hätte ja auch sonst eben abwarten können, ob wirklich, wo die mal stillstehenoder diesen kurzen Moment des Inhaltens in der Bewegung, wo man dann auch miteiner längeren Belichtungszeit noch was hinbekommen kann.Da muss man halt nur leider, da muss man halt eben wissen, was muss man da einstellen, ungefähr.Das kriegt man eigentlich nur durch Erfahrungen, die man sich so,weil ich mir so mit der Zeit auch erarbeitet habe.Ich denke, ich habe da ein ganz gutes Gefühl, was da gut ist.
Michael Koopmann
Ja, oder wenn ich hier an andere Episoden von dem Podcast zurückdenke,die ICM-Fotografie, also dass man irgendwie bewusst Verwackelung mit reinbringt,wäre dann auch noch die nächste Möglichkeit,wo man bestimmt hätte auch noch mitspielen können und dadurch irgendwie vielleichtdie Bewegung einfangen oder eigene Bewegung machen oder was ganz anderes spielen.
Olaf Gschweng
Oder Doppelbelichtung, also da hätte man sicherlich auch sehr künstlerisch auchnoch mehr draus machen können, das stimmt. Absolut, ja.
Michael Koopmann
Das ist ja mit eines der Gründe, warum es diesen Podcast hier gibt,dass man sich halt die Ideen suchen kann oder einfach mal die Ideen hier mitins Ohr kriegt für mal ganz andere Bilder, die man vielleicht sonst nicht machen würde.Und ja, ich hoffe, dass heute die Hörerinnen und Hörer hier mal wieder eineIdee bekommen haben, was man machen kann, sich vielleicht dann demnächst imFotokurs anmelden oder in irgendeinen dunklen Tanzsaal begeben und dort demnächst Fotos machen.Aber Olaf, ich danke dir erstmal, dass du dieses tolle Bild heute mitgebracht hast.
Olaf Gschweng
Ja, und ich danke dir, Michael, dass ich es vorstellen durfte.
Michael Koopmann
Sehr, sehr gern und gerne auch wieder. Und da draußen, jeder,der sich jetzt denkt, ach, ich habe auch so eine komische Situation,da habe ich ein Bild geschossen.Das war auch im hinterletzten dunklen Loch und eigentlich war das gar nichts.Und oh Wunder, ist dann doch ein Bild rausgekommen.Und die Geschichte ist auf jeden Fall spannend. Immer her damit unter podcastbilderzeigen.de.Da findet ihr das Kontaktformular, wo sich auch der Olaf drunter gemeldet hat.Schreibt mir und dann seid ihr relativ schnell auch hier bei mir im Podcast.Aber danke dir Olaf und ich würde sagen, bis zu einer nächsten Folge hier beiBilder und Geschichten an einem nächsten Mittwoch. Auf Wiederhören.
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