Dia 6 – Besuch eines Wasserfall auf den Azoren mit Uwe Rosik

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in dieser Folge geht es um ein Foto eines ruhigen Wasserfalls auf den Azoren, bei dem das weiche, neblige Wasser über dunkle Felsen fließt und eine kühle, stille Stimmung erzeugt.

Foto: Uwe Rosik

Shownotes

Teilnehmer diese Episode:

Michael Koopmann
Uwe Rosik

Die andere Episode mit Uwe Rosik:



⛓️‍💥Links zur Episode:

Die Azoren

Riko Best

Uwe hat neu einen eigenen Podcast!

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Transkription der Episode anzeigen

Michael Koopmann
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Herzlich willkommen zum Podcast Bilder und Geschichten, der Podcast,
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in dem das Bild im Mittelpunkt steht.
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In jeder Folge bringt ein Gast ein Bild mit und zusammen schauen uns dies genau
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an, beschreiben es für euch und sprechen über die Geschichte dahinter.
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Ein Podcast für alle, die Fotografie mögen und gerne zuhören,
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wenn Bilder lebendig werden.
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Und heute habe ich den Uwe Rosig wieder bei mir zu Gast.
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Ja, gut bekannt auch als mein Mithost im virtuellen Bilderabend.
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Und dort, ja, zusammen mit der Claudia Bonner, laden wir regelmäßig Fotografen und Fotografin ein,
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ihre Bilder als Vortrag zu zeigen, also ähnlich wie hier im Podcast,
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nur dann in einem etwas längeren Format, halbe Stunde und ein bisschen mehr
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und bringen dort Bilder zum Sprechen. Aber erstmal, hallo Uwe.
Uwe Rosik
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Hallo Michael, vielen Dank für die Einladung.
Michael Koopmann
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Ja, bin froh, dass du wieder hier bei mir dabei bist Und ja,
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eigentlich kennen wir dich ja so als Street-Fotografen, aber heute hast du mal
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ein Bild hier für uns mitgebracht, was aus der Natur kommt, weil das ist ja
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eigentlich so dein anderes Genre, wo du dich sehr gerne bewegst.
Uwe Rosik
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Das ist richtig, genau. Ich habe ja ursprünglich angefangen,
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wie ganz viele Fotografen auf Reisen, wo man so ein bisschen noch geknipst hat.
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Und dort habe ich damals meine Reisen versucht, fotografisch festzuhalten.
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Und in der Tat ist es so, dass die Street-Fotografie mich schon die letzten
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zwei Jahre sehr stark beschäftigt, aber ich immer mal wieder kleine Exkurse
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mache in die Natur oder andere Genres.
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Und in der Tat, hier war es ein Naturthema.
Michael Koopmann
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Ja, und wenn ich das recht sehe, warst du auf den Azoren und hast dort dich
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irgendwo im Grünen bewegt. Erzähl doch mal, was du uns für ein Bild mitgebracht hast.
Uwe Rosik
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Ich war im letzten Jahr im September eine Woche auf einer Fotoreise mit dem
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Rico Best, mit dem ich schon ein Jahr vorher mal auf Madeira gewesen bin.
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Und in diesem letzten Jahr waren wir eine Woche mit Enthusiasten,
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Fotografen etc. auf den Azoren.
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Eine sehr, sehr spannende Inselgruppe, zu der ich immer mal fahren wollte.
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Und das hat sich jetzt so ergeben mit dem Angebot.
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Und so sind wir dann letztendlich eine Woche lang auf den Azoren gewesen.
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Azoren vielleicht für alle, die sie nicht kennen, sind portugiesisch geprägt,
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sind auch wie Madeira, gehören sie zu Portugal, sind aber, ich glaube,
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anderthalb Mal so weit entfernt, ich habe jetzt keine genauen Zahlen im Kopf, vom Festland entfernt.
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Also man fliegt schon eine gewisse Zeit, um dort hinzukommen.
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Die Azoren selber ist eine Inselgruppe von vielen kleinen Inseln.
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Und wir haben uns in dieser Woche sozusagen nur auf der Hauptinsel San Miguel
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bewegt und haben dort eben verschiedene Nationalparks angefahren.
Michael Koopmann
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Das klingt sehr gut. Wahrscheinlich auch deutlich vom Wetter her erträglicher auf den Azoren.
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Aber wenn ich so das Bild sehe, was du mitgebracht hast, so war die so ein bisschen
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im Urwald unterwegs, weil, also ich beschreibe es mal kurz so ein bisschen für
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die Zuhörer, Es ist ein Hochkantbild, grün regiert hier als Farbe.
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Man sieht einen schönen hohen Wasserfall, der anscheinend mitten im Wald steht.
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Und du hast eine Aufnahme anscheinend mit einer Langzeitbelichtung gemacht,
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sodass dieses Wasser richtig schön weiß runter fließt und man die Bewegung sieht,
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die breiten Stürme, die über die dunklen Felsen dann nach unten gehen.
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Und ja, es wird natürlich so richtig schön weich und so ein bisschen neblig,
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das Wasser, was da halt einen ganz besonderen Eindruck macht.
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Ja, und rings um den Wasserfall ist halt wieder alles tiefgrün,
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Laubbäume, Moose, Fahne, dichtes Blattwerk, alles bedeckt irgendwo diese Felsen.
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Im Vordergrund sieht man auch noch ein paar blühende Büsche,
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ich würde fast sagen, das sind Rhododendrons, die so ein bisschen Farbe noch
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am rechten Bild dran mit reinbringen.
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Und ja, insgesamt hat dieses Bild wirklich so einen richtig schönen,
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ja, wirkt so ein bisschen kühl und feucht, aber ich könnte mir fast vorstellen,
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dass eigentlich relativ warm da war an dem Wasserfall, oder?
Uwe Rosik
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Ja, also die Temperaturen, wir hatten schon, es war jetzt ja im September gewesen
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und es sind schon, ich sage mal, so spätsommerliche Temperaturen.
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Wobei man muss sagen, die Azoren selber sind ja vulkanisch geprägt,
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wie ganz, ganz viele Inseln auf der Welt.
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Und dadurch, dass dieses Vulkan-Klima sozusagen, dort eben auch sehr viel Wind,
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Natur, Wolken, Nebelstrukturen und es ist auch relativ feucht dort,
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deswegen ist es auch so grün auf den Inseln.
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Und in der Tat, wie du das Bild beschrieben hast, das war also,
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ja, wir sind dort in einem Nationalpark gewesen und sind unter anderem bei diesem
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Wasserfall vorbeigegangen und der hat mich gleich von vornherein extrem angesprochen,
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und einmal die Größe selber, ich kann jetzt gar nicht genau sagen,
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wie groß, das kann man dann vielleicht nochmal nachher auf der Webseite nochmal schauen,
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aber es war schon relativ hoch gewesen und groß und die Frage war halt dann,
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wie fotografiert man sowas und natürlich hatten wir alle auch ein Stativ dabei und auch Filter etc.,
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Und ich habe mich dazu dann entschieden, ich gucke jetzt gerade noch mal auf
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den Seiten, das war glaube ich 100 Millimeter ein Objektiv, was ich dort hatte.
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Und hatte dann letztendlich zweieinhalb Sekunden eine Belichtungszeit eingestellt,
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um eine gewisse Verwischen der Wasserströme zu erzielen.
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Und das kam ganz gut. Ich habe verschiedene Sachen probiert,
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aber das fand ich eigentlich am schönsten. Und was mir an dem Bild besonders
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gut gefällt, ist eigentlich einmal diese Tiefenstaffelung, die wir haben.
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Also du sparst direkt an.
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Also vorne, das waren jetzt keine Rosenden, das waren Houtensien gewesen.
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Unglaublich viel auf den Inseln. Das war echt der Hammer.
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Also wir haben, klar, kennt man in Deutschland ja auch und in Europa insgesamt.
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Hütensien, die verschiedenen Farben, ob jetzt so dieses eben roséfarbene,
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was ist auf diesem Bild zu sehen.
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Das war auch ein sehr schöner Kontrast, fand ich, zum Wasserfall,
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aber auch zu den Grüntönen dargestellt hat.
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Man hat auf der Insel auch ganz viele Blautöne an Hütensien gesehen,
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die jetzt an diesem Bild nicht dabei gewesen sind.
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Also dieser Kontrast war ganz schön und ich fand eben schön diese Staffelung
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vorne, eben vorne rechts, Diotensien,
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dann nochmal so eine Mittelstufe, wo noch ein paar die Steine unten noch zu
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sehen sind, wo der Wasserfall draufgefallen war, dann der Wasserfall selber
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und dann sehr schön eingerahmt mit diesen grünen Tönen, ja von diesem,
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ja, Urwald kann man schon sagen, der sich dort wieder gespiegelt hat.
Michael Koopmann
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Ja, und umso näher ich mir das Bild angucke und umso mehr man in die Details
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schaut, sieht man doch, dass wirklich eigentlich viel Farbe sich dort im Grün versteckt.
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Also einmal klar die Hortensien, die jetzt schön so wirklich vor dem weißen
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Wasser sind und so auffallen.
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Aber auch wenn man da so ein bisschen weiter runter guckt, findet man irgendwie
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so ein paar rote, ja ich weiß nicht, irgendwie so Halme oder irgendwie so ein
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rotes, längliches Gewächs auf jeden Fall, was mit reingeht.
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Oder oben halt in den Blättern sieht man auch so verschiedene,
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ja gelbe Blüten, denke ich mal, von dem Baum und auch so ein paar rote Laubfärbungen.
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Also es versteckt sich doch irgendwie erstaunlich viel Farbe dann in diesem Bild.
Uwe Rosik
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Absolut. Und vor allem, wenn man dann, der eine will das kennen,
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wenn man mit einem Stativ unterwegs ist und das entschleunigt ja auch ein Stück
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weit, was ich sehr, sehr angenehm empfinde, muss ich sagen.
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Und man das aufstellt, die Kamera erstmal schaut, das Motiv sich an,
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dann die Kamera aufschraubt, dann überlegt Hochkant oder was auch immer.
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Also ich habe jetzt auch hier mit dem L-Winkel agiert.
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Das heißt, ich konnte dann auch sehr schnell die Kamera auf Hochkant stellen.
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Dann überlegte, nimmt man Filter, wenn ja, welche? Gut, Polfilter in der Regel
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bietet sich ja an, um Spiegelungen zu entfernen.
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Und dann die Frage, ob man noch einen D-Filter benutzt, je nachdem,
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wie die Lichtsituation ist.
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Das heißt, man beschäftigt sich mit dem Motiv. Und in der Tat,
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genau wie du sagst, Michael, als ich da auch stand,
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und du das Wasser, das ja permanent fließt sozusagen, und du dich dann auch
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mit der Umgebung beschäftigst, fallen dir dann tatsächlich Details auf,
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die dir am Anfang so gar nicht auffallen.
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Und genau was so ein bisschen durch diese grünen Töne schimmert,
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was ich auch an dem Bild eigentlich ganz schön finde,
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dass wir jetzt nicht nur rechts und links so eine grüne Wand sehen an Bäumen
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oder an Blättern, was man ja oft auch sieht, sondern dass so ein bisschen geheimnisvoll
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dahinter so ein paar Töne nicht noch, so ein paar Sachen sich noch verstecken.
Michael Koopmann
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Ja, also allen Zuhörern kann ich nur empfehlen, auch nachher mal,
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nachdem ihr zugehört habt, mal die Webseite zu öffnen, bilderzeigen.de slash podcast,
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denn dort könnt ihr euch das Bild dann auch nochmal hier in voller Auflösung
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angucken und auch im großen Monitor zu Hause,
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denn es lohnt sich wirklich mal so ein bisschen rein zu zoomen und sich das Ganze anzugucken.
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Was mir auch auffällt, ist, dass es wirklich eine wunderbare Schärfe hat.
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Also vorne halt die Hortensien, die wirklich sehr gut rauskommen.
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Also es ist glaube ich, wäre ein richtig schönes Bild, was sich auch groß ausgedruckt
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an der Wand gut zeigen würde.
Uwe Rosik
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Genau, also du hast in der Tat über den Verlauf, ich glaube,
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ich war da irgendwie mit Blende 9 oder 10 unterwegs, also auch versucht,
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wirklich eine Tiefenschärfe in das Bild zu bekommen.
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Bewusst halt, also nicht nur auf den Wasserfall sich zu setzen,
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sondern auch eben diese Staffelung mit Vordergrund und Mittel und Hintergrund mit einzufangen.
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Und da war eine Blende 9 oder Blende 10, glaube ich, ganz hilfreich in dem Moment.
Michael Koopmann
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Ja, und anscheinend war es auch sehr windstill, dass da sich das Laub nicht so viel bewegt hat.
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Also ich sehe da so ein, zwei von den roten Hallen, die so ein bisschen gezuckt
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haben. Der Rest hat alles für dich anscheinend still gehalten.
Uwe Rosik
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Ja, wir waren relativ weit drin in diesem Nationalpark. Das war schon sehr gut
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eingebettet, dass der Wind da nicht große Chancen hatte.
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Wir hatten zwei und wieder auch Wind-Situationen gehabt, aber in dem Moment
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tatsächlich war es relativ windstill gewesen, ja.
Michael Koopmann
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Ja, es ist ein Bild, das macht leider auch direkt wieder Fernweh,
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dass man halt verreisen möchte.
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Wie bist du denn in die Azoren gekommen oder auch wie bist du überhaupt zu diesem Motiv gekommen?
Uwe Rosik
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Ja, also ich war ein Jahr vorher mit Rico bereits auf Madeira,
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was ich auch sehr empfehlen kann.
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Wobei Madeira ist natürlich auch eine Insel, die öfters angefahren wird,
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auch durch die Levadas bekannt und andere Dinge.
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Und die Azoren waren immer so ein bisschen, ja, ich will nicht sagen so dahinter,
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aber die standen wieder auf meiner Liste. und ich dachte Azoren,
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Azoren, man liest dann zwar auch ein bisschen darüber und wenn man auch dort,
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wir waren in der Hauptstadt gewesen, haben auch mit ein paar Leuten dort gesprochen.
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Und tatsächlich ist es wohl so, dass die Azoren immer stärker jetzt auch entdeckt
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werden durch Touristen, dass auch mit Kreuzfahrtschiffen glücklicherweise gar
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nicht so viele die dort hinfahren, weil das wäre ein Super-Go für die Inseln.
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Aber es wird immer stärker wohl entdeckt von Touristen.
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Aber ich würde sagen, es ist kein Insider-Tipp, Aber vor allem für alle Zuhörer
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und Zuhörerinnen, die das mal überlegt haben, würde ich schon vorschlagen oder
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empfehlen, sich tatsächlich die nächsten ein, zwei Jahre sich da mal mit zu beschäftigen.
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Und das Interessante war zum Beispiel auch, was ich gar nicht wusste,
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dass die Azoren die einzigste Tee-Plantage Europas hat, also neben Asien und so weiter.
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Also das Klima scheint dort so perfekt zu sein für Tee, dass eben auf der Hauptinsel
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auch eine relativ große Tee-Plantage sich entwickelt hat, die wir auch besucht haben.
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Das war auch ganz spannend, die dort auch einen eigenen Tee anbauen.
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Also auch das eine Sache, die man so auf dem Schirm eigentlich gar nicht hatte.
Michael Koopmann
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Was kann man dort erleben, also
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außer jetzt hier irgendwo so tief im Wald Wasserfälle zu fotografieren?
Uwe Rosik
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Du kannst sehr viele, also man hat sehr viele auch so Schlammlöcher,
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Geysire, dadurch, dass es eben vulkanische Ursprungs sind.
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Auch das haben wir an zwei Stellen entdeckt, dass man eben sowas auch sehen konnte.
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Also ähnlich wie Island zum Beispiel, also im kleineren natürlich dabei.
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Dann hast du sehr viele große, weite Flächen. Du hast einige Seen, du hast Vulkanseen.
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Da haben wir auch zwei entdeckt. Und last but not least gibt es einen großen
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Lost Place, auch ein riesengroßes Hotel, eine Hotelanlage, die wir einen halben Tag auch besucht haben.
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Da muss man zwar ein bisschen aufpassen sozusagen, wie bei Lost Place eben oft üblich.
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Dennoch ein riesengroßes Hotel, was seit sechs, sieben Jahren dort brach liegt,
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was natürlich auch nochmal ganz unglaubliche Eindrücke fotografisch sich erstreckt.
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Und von dort aus konnte man dann auch auf so einen Vulkansee dann auch sehen.
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Dazu kommt dann Lastbahnanalyse natürlich auch Wanderungen, die du unternehmen kannst.
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Es gibt ein System, wo eben Wanderwege auch ausgelegt sind. Und natürlich die
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heimische Küche ist nicht zu verkennen.
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Portugiesisch angehaucht, eben viel Fisch und so weiter und auch andere tolle Gerichte.
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Also insgesamt rundherum eine tolle Sache, wo du die Azoren aus verschiedensten
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Perspektiven und Sachen auch genießen kannst.
Michael Koopmann
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Ja, das macht dir direkt Spaß. Also gerade bei der Küche wäre ich ja direkt
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dabei. und wenn man dann nebenbei noch ein paar schöne Fotos machen kann und
0:13:05–0:13:09
auch noch so ein Lost Place besuchen, das ist eigentlich schon wirklich ein super Rundumpaket.
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Jetzt kennen wir dich ja eigentlich so als Street-Fotografer.
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Was hat auch da die Insel was zu bieten?
Uwe Rosik
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Wir waren tatsächlich, also wir waren in der Hauptstadt Porto Delgado untergekommen
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und sind auch zwei Abende dann, klar sind zum Essen natürlich in die Stadt gegangen,
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aber sind dann auch mit der Kammer unterwegs gewesen.
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Und es gibt auch dort in der Innenstadt selber sehr, sehr schöne,
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ganz alte Kirche, die dann natürlich abends angestrahlt wird,
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wie man das auch bei vielen südeuropäischen Städten natürlich auch kennt.
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Nissabon, Porto, aber auch nicht nur in Portugal.
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Also sehr schön, dass du dort Möglichkeiten hast. Und dann kann man natürlich
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dann auch dort mit schönen alten Laternen, die dann auch beleuchtet sind und
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so weiter, wenn dann Menschen mit Simuletten sich dort ergeben,
0:13:56–0:14:00
da kommt man auch das eine oder andere ganz nette Street-Foto dann auch machen.
Michael Koopmann
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Das klingt wirklich sehr gut. Da hätte ich direkt Lust, mich in den Flieger zu setzen.
0:14:05–0:14:09
Du sagst, du warst mit Rico Besta also wahrscheinlich auf einem Workshop und
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ich vermute mal auch sehr filtergetrieben oder was war so der Hauptzweck des Workshops?
Uwe Rosik
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Ja, dadurch, dass wir eben, also wir haben per se, was ich auch ja schon sagte,
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wir haben sehr, sehr viele Gewässer, also Wasser in verschiedensten Formen.
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Also wir waren natürlich an der Küste gewesen, wo wir dann eben,
0:14:30–0:14:33
wo die Wellen, die sich dann gebrochen haben, fotografiert haben.
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Wir haben eben an Wasserfällen waren wir gewesen.
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Wir sind an Stromstellen gewesen, an kleinen Bächen, an diesen Lavasachen und so weiter.
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Also wir haben verschiedene Situationen gehabt, wo Wasser eine zentrale Rolle
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gespielt hat und Wasser in der Tat ist ja wirklich prädestiniert,
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mit Filtern zu arbeiten.
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Wir hatten Poolfilter zum einen, mit Spiegelungen, aber natürlich auch mit ND-Filtern,
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um eine gewisse Unschärfe in den Wasserverlauf hineinzubekommen.
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Also das hat sich tatsächlich angeboten und da war es auch hilfreich,
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eben dann auch ein vernünftiges Stativ zu haben, weil wir haben es schon an
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der Einlandstelle, war es dann schon mal ein bisschen windiger, muss ich sagen.
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Auch als wir eine Wanderung gemacht haben zu einem Aussichtspunkt,
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da war es auch etwas windiger und da war es vom Vorteil, dass man da nicht so
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ein ganz einfaches Stativ hatte.
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Jetzt auch kein 5-Kilo-Stativ unbedingt vom Gewicht her, aber schon eins,
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was eine gewisse Schwere hatte, um die Kamera auch vernünftig halten zu können,
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um dann auch eine Langzeitbelichtung machen zu können.
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Aber genau, das war so das, was wir dabei hatten.
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Aber dadurch, dass wir eben mit zwei kleinen Wagen unterwegs waren,
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mit so kleinen Minibussen, War es auch überhaupt kein Thema,
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das Stativ und auch Rucksack, also dann auch immer aus dem Auto mal schnell zu holen.
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Das heißt, man musste jetzt nicht sechs, sieben Stunden Wanderung vollführen.
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Das längste, was wir hatten, war eine anderthalb Stunden Wanderung.
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Und da ging das eigentlich auch vom Gewicht her, dass man das auch mit sich nehmen konnte.
Michael Koopmann
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Ja, dann muss man nicht unter komplett erschwerten Bedingungen alles sich erkämpfen,
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wenn man das große Stativ noch
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mit sich rumträgt und natürlich all seine Objektive, die man dabei hat.
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Das ist auf jeden Fall ein großer Vorteil an solchen geführten Reisen.
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Deswegen kann man ja auch eigentlich immer nur empfehlen, halt so direkt zu
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den schönsten Fotostellen geführt zu werden und natürlich noch eine ganze Menge dabei zu lernen.
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Ja, Uwe, also ich habe großen Lust bekommen, da hinzufahren.
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Ich danke dir vielmals für dieses Bild.
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Ich hoffe, hier die Zuhörer haben genauso viel Spaß daran.
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Wie gesagt, jedem kann ich nur sagen, bitte kommt mal auf meine Webseite,
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bilderzeigen.podcast, dort findet ihr die Episodenseite.
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Dort könnt ihr euch das Bild angucken mit den Exif-Daten nochmal,
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wie der Uwe da fotografiert hat.
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Ihr könntet auch nochmal reinscrollen. Ja, und natürlich sehr gerne auch einen
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Kommentar da lassen, wie ihr das Bild findet.
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Linken tue ich natürlich auch den Rico Best. Und ja, damit kann ich eigentlich
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nur sagen, vielen, vielen Dank fürs Zuhören.
0:16:58–0:17:02
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr den Podcast in den großen Portalen Bewertungen
0:17:02–0:17:06
da lässt und natürlich auch weitergebt an Leute, die auch Spaßdrama und Fotografie.
0:17:07–0:17:12
Und ich sage vielen Dank, Uwe und dann bis zum nächsten Mal am nächsten Mittwoch
0:17:12–0:17:14
in einer neuen Folge Bilder und Geschichten. Vielen Dank.
0:17:16–0:17:20
Ich bin’s nochmal, Michael. Ich wollte kurz das Ende dieser Episode nutzen,
0:17:20–0:17:21
mich bei euch zu bedanken.
0:17:21–0:17:26
Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute zum Start meinen Podcast abonnieren.
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Und ich hätte auch nicht gedacht, dass ihr mir so viel positives Feedback gebt
0:17:30–0:17:32
auf allen Kanälen. Vielen Dank.
0:17:33–0:17:36
Danke auch für alle, die an meiner kleinen Umfrage teilgenommen haben.
0:17:37–0:17:41
Bis Mitte März habe ich nun alle Podcast-Folgen im Kasten.
0:17:42–0:17:46
Ihr werdet von den meisten meiner Gästen noch eine weitere Episode hören.
0:17:46–0:17:50
Meist mit einem etwas anderen Bild-Genre, als ihr bisher gehört habt.
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Zum April dann werde ich eine zweite Staffel starten und dort so viel wie möglich
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von eurem Feedback einfließen lassen.
0:17:59–0:18:04
Auch habe ich bei den Aufnahmen dieser letzten Episoden hier ganz viel gelernt.
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Ihr werdet es bestimmt mitgekriegt haben. Der Ton schwankte,
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der Aufbau war mal so, mal so und auch meine Moderationsfähigkeiten waren verbessernswürdig.
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Ja, ich denke aber, dass ich da für die kommende Staffel euch deutlich bessere Qualität bieten kann.
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Ja, und natürlich wird es in den kommenden Staffeln auch wieder ganz viele spannende
0:18:24–0:18:28
Bilder von interessanten Fotografen und Fotografinnen geben.
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Ihr könnt euch auf jeden Fall drauf freuen.
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Weiter möchte ich euch noch einen kleinen Web-Tipp geben.
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Dem Uwe hat anscheinend die Podcastaufnahme hier so gut gefallen,
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dass er inzwischen einen eigenen Podcast gestartet hat.
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Unter dem Titel Von 0 bis 100 Fotografie und mehr wird Uwe zukünftig aus seinem
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Fotografieleben berichten.
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Hört auch dort gerne mal rein.
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Aber nun vielen Dank fürs Zuhören. Bis demnächst.

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt und nicht manuell geprüft oder korrigiert. Die Erkennung ist nicht fehlerfrei, daher können Inhalte falsch sein. Maßgeblich ist immer das im Podcast gesprochene Wort

Titel-Melodie: „Der weite Blick“ generiert von M. Koopmann mit musichero.ai



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Diese Episode ist erschienen am 18.02.2026 und wurde aufgenommen am 15.01.2026.

Vielen Dank. Bis zur nächsten Episode!


Kommentare

Reaktionen aus dem Fediverse

Eine Antwort zu „Dia 6 – Besuch eines Wasserfall auf den Azoren mit Uwe Rosik“

  1. Avatar von Thomas Lang
    Thomas Lang

    Hallo ihr beiden, da stimme ich zu 100% zu, das Bild gehört an die Wand 👏

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