Dia 1 – In Bilbao am Guggenheim mit Uwe Rosik

Genre:,

In dieser ersten Folge des Podcast stellt Uwe Rosik sein Foto vom Guggenheim-Museum in Bilbao vor. Das riesige, geschwungene Gebäude aus glänzendem Metall trifft auf zwei kleine Menschen auf der Treppe – ein starker Kontrast zwischen Mensch und Architektur.

Shownotes

Teilnehmer diese Episode:

Michael Koopmann
Uwe Rosik

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Bilbao

Fotografie von Werner Schwehm



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Diese Episode ist erschienen am 18.01.2026 und wurde aufgenommen am 15.01.2026.

Titel-Melodie: „Der weite Blick“ generiert von M. Koopmann mit musichero.ai

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Michael Koopmann
Zur allerersten Folge vom Podcast Bilder und Geschichten. Der Podcast, in dem das Bild im Mittelpunkt steht. In jeder Folge bringt ein Gast uns ein Bild mit und zusammen schauen wir genau hin, beschreiben es für euch da draußen, sprechen über die Geschichte dahinter, wo ist es entstanden, was passierte dort, was macht dieses Bild besonders. Ein Podcast für alle, die Fotografie lieben und gerne zuhören, wenn Bilder lebendig werden. Jeden Mittwoch erscheint ab jetzt eine neue Folge und ja circa eine Viertelstunde lang bringe ich euch hier dann dieses Bild auf die Ohren. Unter bilderzeigen.de Podcast findet ihr mehr zu diesem Podcast. Ja und für diese erste Folge freue ich mich einen ganz besonderen Gast dabei zu haben, nämlich der Uwe Rosig ist hier mein allererster Gast in dem Podcast. Und ja, den Uwe, den muss ich auch gar nicht groß vorstellen, denn in der Fotowelt, also zumindest in der Fotowelt der Street Photography, dürfte den Uwe so gut wie jeder kennen, denn ja, ist eigentlich bei allen größeren Street Photography Veranstaltungen mit dabei, hat auch lange selbst im Kollektiv groß mitgewirkt und ist immer dabei, neue Sachen hervorzubringen. Ja, und wenn er gerade nicht in den Straßen Deutschlands unterwegs ist, dann irgendwo in der weiten Welt auf Reisen, um dort schöne Fotos von der Straße, aber auch von der Natur und von allem drumherum mitzubringen. Deswegen bin ich sehr, sehr froh, heute dich dabei zu haben, Uwe. Hallo, Uwe.
Uwe Rosik
Hallo, Michael. Vielen Dank für die Einladung.
Michael Koopmann
Ja, sehr schön, dass du mein Gast bist. Und ja, du hast gleich hier zur Premiere ein wirklich grandioses Bild mitgebracht. Ja, beschreib doch mal ein bisschen, was hast du hier uns mitgebracht.
Uwe Rosik
Ja, was habe ich euch mitgebracht? Ich war im letzten Jahr im März zusammen mit dem Werner Schweben, der ja den Schwerpunkt Architektur und Street-Fotografie im Portfolio hat. Und mit dem war ich mit einer kleinen Gruppe zusammen in Bilbao unterwegs. Und ja, und wir haben in dieser wunderschönen Stadt, die sehr, sehr viele kleine Facetten zu bieten hat, waren wir natürlich unter anderem am Haupt-Sightseeing-Po, wenn man möchte, an dem Guggenheim-Museum von Bilbao, was sich im Nordwesten der Stadt befindet. Und ja, ich muss sagen, ich war ein bisschen skeptisch Bilbao insgesamt, weil ich ein Jahr vorher mit Werner in Valencia gewesen bin und was der Architekt Calatrava dort gebaut hat, das war schon sehr, sehr außergewöhnlich und ich muss sagen, man soll ja nicht unbedingt Dinge miteinander vergleichen und weil das ungerecht dann der ein oder andere Sache wird, aber ich muss sagen, Valencia hat mich schon sehr umgehauen und So war ich ein bisschen skeptisch, dachte ich mir, okay, Belbao, ein bisschen kleiner, ein bisschen überschaubarer, guck doch mal und lass dich einfach darauf ein. Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden. Und das Guggenheim Museum selber ist wirklich ein unglaublich toller Ort, der unglaublich viele Facetten bietet.
Michael Koopmann
Ja, und jetzt bin ich auch total überrascht, was du uns dann für ein Bild mitgebracht hast. Denn ja, wer den Werner Schweben kennt und seine Bilder, das sind ja meistens Schwarz-Weiß-Bilder mit einem hohen Kontrast, die ja was ganz Besonderes hervorheben. Das, was du uns aber hier mitgebracht hast, ist ein Bild, was vor allen Dingen von der Farbe eigentlich zu einem spricht. Da unsere Zuhörer, ja nur Zuhören und das Bild vielleicht gar nicht sehen können, vielleicht in ihrem Podcatcher gerade als Kapitelbild, will ich es einmal kurz beschreiben. Also wir sehen ein Hochformatbild und auf der linken Seite ein großes, sehr modernes Gebäude mit einer Metallfassade, das sehr geschwungen ist und ja, dank der, ich gehe mal von aus, Lichtstimmung, die dort herrscht, wahrscheinlich so ein bisschen Sonnenuntergang, strahlt dieses Gebäude untenrum in so einem richtig Goldton und nach oben wird dann immer mehr so ein Blau-Silberton raus und lässt das so ein bisschen wie flüssiges Metall wirken, würde ich fast sagen. Ja, und wenn wir dann vorne gucken, vorne und dann weiter zur rechten Seite geschwungen, sehen wir eine große Treppe und ja, so ungefähr auf der mittleren Treppe, auf einer großen Stufe sehen wir auch zwei Personen, die halt ja so einen wunderschönen Maßstab zu diesem Gebäude mitgeben, wo erst mal überhaupt man sehen kann, wie groß das Gebäude ist. Ja, und sie laufen dann im Hintergrund, ja, ich glaube mal auf einen großen Platz von der Stadt zu, wo irgendwie, ja, irgendwie so ein Denkmal irgendwas oder so ein Gebüsch, sieht fast aus wie eine Katze ist und dahinter ein paar Gebäude dann von Bilbao. Ja, und das Bild wird einfach sehr, sehr hell offen und halt ja durch diese Treppe und durch die Geschwungenheit des Gebäudes einfach sehr, sehr dynamisch und ja, bringt so einen wirklich schönen Kontrast zwischen Mensch und dem Bauwerk dar. Ja, ich hoffe, ich habe es so halb das Richtige beschreiben. Uwe, was kannst du denn noch zu diesem Bild uns erzählen?
Uwe Rosik
Genau, also das Besondere tatsächlich ist die Außenhaut, die Außenfassade dieses Guggenheim-Museums, was wirklich unglaublich viele Facetten hat. Also man kam wirklich 360 Grad über verschiedene Treppen, verschiedene Höhen, kam das Gebäude umrunden. Man kann auch von der gegenüberliegenden Brücke dort Aufnahmen machen. Also ich weiß gar nicht, wie viele Aufnahmen wir alle dort gemacht haben innerhalb dieser Woche. Und das Schöne ist und das sprachst du auch direkt an, diese Farbstimmung ergibt sich tatsächlich immer ein Stück weit aufgrund dessen, welche Lichtsituationen du tagsüber, gegen Abend hast du mehr Sonne, hast du ein bisschen Bewölkung etc. Also wir haben glücklicherweise in den Tagen immer wieder verschiedene Lichtsituationen gehabt. Da hast du eigentlich immer wieder neue Bilder machen können und immer wieder mit neuen Facetten sodass es also auch gar nicht so sehr um das Thema Schwarz-Weiß ging, Was sich in der Tat dann, als wir in dem Gebäude einen Tag mal waren, das war auch unglaublich mit Sonneneinstrahlung, aber darum soll es ja hier nicht gehen, aber irgendwie diese Außenhaut, die eben diesen goldenen Schimmer halt wie so ein Palast oder sowas ähnlich gegeben hat, Ja, und der Standpunkt, wo ich dort stand, hatte ich mich eine Zeit lang aufgehalten und dachte mir, okay, insgesamt war das schon sehr eindrucksvoll, habe auch ein bisschen an der Komposition gefeilt, dachte mir, okay, Hochkann ist vielleicht ganz gut, um die Dimension des Gebäudes insgesamt mal einzufangen. Und was eben noch gefehlt hatte, waren eigentlich dann tatsächlich irgendwelche Menschen oder irgendwas anderes, was dem Bild noch ein Stück weit noch eine andere Dimension gibt. Und glücklicherweise, nachdem ich dort fünf bis zehn Minuten mich aufgehalten habe an dem Standpunkt, kam dann letztendlich von unten links sozusagen ein Pärchen, die Treppenstufen langsam hochgegangen. Und ich konnte dann tatsächlich, ich habe gewartet und habe dann überlegt, okay, auf welcher Ebene nehme ich sie am besten auf. Und das Schöne ist tatsächlich, einmal nicht nur der Mensch als solches und die beiden geben natürlich die Dimension des Gebäudes wieder. Und was ich ganz schön fand, dieser Weg, der nach rechts geht, sozusagen, man sagt ja meistens so, man geht in die Zukunft, also ein bisschen nach außen, Laufen dann letztendlich auf dieses kleine Monument zu, was auch durch den Architekten gebaut worden ist. Und tatsächlich, das ist so eine bepflanzte Hundefigur. Die nennt sich Puppi, meine ich, haben die das genannt. Die ist insgesamt zwölfeinhalb Meter groß, also relativ groß, wenn man dort vorsteht. Und die wird immer wieder neu bepflanzt, also mit örtlichen Bepflanzungen, die es sich dort in Spanien gibt. Und dahinter sieht man dann auch so ein kleines Stück dann vereinzelt, diese alten Häuser, diese typischen spanischen Häuser, die dann letztendlich so dann das rechts, dann das Bild dann flankieren sozusagen. Also so hat man im Prinzip mehrere Ebenen. Du hast einmal die Treppe mit den Menschen drauf, dann das riesige Gebäude, was so eingebettet wird. Und sie laufen dann quasi so ein bisschen nach außen hoch zu dieser Figur, die dann den Abfluss mit den Häusern bildet.
Michael Koopmann
Okay, also ist das ein Papi, eine bepflanzte Figur in Hundewelpenform. Okay, haben wieder was gelernt. So, jetzt versuche ich ja hier im Podcast nicht groß auf die Technik einzugehen. Womit das fotografiert wurde, garantiert mit einer schönen Kamera. Mich würde ja mehr interessieren, wie ist es denn überhaupt dazu gekommen? Gerade an dieser Lichtstimmung bleibe ich halt hängen, weil unten gibt es halt diesen wunderschönen, ja, warmen, ich würde ja fast Goldton sagen. Wenn ich jetzt so auf den Schatten gucke, der unten auf die Treppe geworfen wird, scheint die Sonne doch recht hoch gestanden zu haben. Aber wo kommt dieses Warme her?
Uwe Rosik
Ja, also die Grundstruktur, ich kann es gar nicht genau erklären, wenn ich ehrlich bin, weil was der Architekt sich dabei gedacht hat, aber die haben dort eine Außenfassade genommen, man könnte fast sagen, wie so Fischmuster, also wenn man mal rein gehen würde. Also es ist eine Fassade, die unglaublich in der Lage ist, flexibel verschiedene Farbstimmungen eben aufnehmen zu können. Und dadurch, dass wir eben Sonne dort hatten, aber du siehst ja auch, oder man sieht ja auch in dem Bild selber, oder wenn ihr euch das Bild nachher anschaut, es ist auch relativ viel an Wolken, was dort den Tag über war. Und man sieht schon ganz schön, dass die Sonne, die im Prinzip hinter mir so war, hat letztendlich den unteren Bereich ein Stück weit angestrahlt und darüber über die Außenhaut nach oben hin bezogen. Verfließt die das ein bisschen mit der Wolkenstruktur, mit den blauen Wolken. Es ist oben nichts Blaues, was die Wolken angeht.
Michael Koopmann
Also das, was ich wahrscheinlich gerade am Anfang gesagt habe, Sonnenuntergang, das liege ich ganz, ganz falsch. Also wahrscheinlich mitten am Tag. Und das, was diese Farbe reinbringt, ist dann wahrscheinlich diese Treppe, die ja aus so einem rötlichen Sandstein ist, die sich halt einfach an diesem Gebäude widerspiegelt und wahrscheinlich die Sonnenstrahlen halt entsprechend aufnimmt.
Uwe Rosik
Genau, genau.
Michael Koopmann
Ja, ja, sehr, sehr spannend. Also finde ich ganz toll, wie halt hier diese Farbstimmung halt rüberkommt und ja diesem Bild halt eine ganz schöne Wirkung gibt. Also es muss nicht immer in der Architektur das Dramatisch-Schwarz-Weiße sein, sondern man kann auch mal richtig schön mit den Farben spielen. Da bin ich ein großer Freund von. Jetzt hatte ich dich gerade so als Street-Photographer eigentlich angekündigt und ich habe es ja am Anfang auch so als Street-Photography-Bild gesehen, aber eigentlich ist es ja doch ein Architektur-Bild oder halt irgendwas dazwischen, oder?
Uwe Rosik
Ja, es ist schon stark. Also Architektur, man sagt ja immer, gut, jetzt kann man auch sagen, Architektur, Urban Photography mit Street kann man ja auch, das ist ja auch fließend in Städte und so weiter. Aber wenn man zum Beispiel in Frankfurt, in Maizeil Einkaufscenter ist oder bei der Deutschen Bank oder so. Also Gebäude in der Stadt selber spielen ja schon eine Rolle. Aber hier ist tatsächlich der Hauptaugenmerk, glaube ich, oder das Hauptaugenmerk ist, glaube ich, das Gebäude selber. Und die beiden Menschen dort flankieren so ein bisschen das Bild und geben so ein bisschen die Dimension des Ganzen halt wieder. Und das macht es eigentlich, glaube ich, ganz interessant, das Bild.
Michael Koopmann
Ja, aber ich würde gerade behaupten, dass diese Menschen auch dieses Bild nochmal besonders machen. Also einmal, um ja einfach diesen Maßstab geben zu können, wenn man überhaupt weiß, wie groß dieses Gebäude ist. Aber es erzählt dadurch wieder eine Geschichte. Also ich glaube, wäre die Treppe jetzt leer, wäre es doch ein langweiligeres Bild, weil man so doch wirklich gerade dieses Pärchen, was irgendwie Händchen halt hält, die eine Person hat irgendwie was Rotes, eine rote Tasche in der Hand, die andere Person einen Rucksack auf dem Rücken und ja, die wandern da gerade dann Hand in Hand halt diese Treppe hoch dann zur großen Papi-Figur, was doch diesem Bild dann gleich wieder ja noch viel mehr Tiefe auch gibt.
Uwe Rosik
Ja, und vor allen Dingen, wenn man sich das vorstellen würde, die Menschen wären jetzt nicht dort, hätte man vielleicht als Betrachter die Herausforderung zu sehen, okay, Mensch, wie groß ist das Gebäude eigentlich? Denn die Treppe selber hat ja keine Anhaltspunkte irgendwie mit Schildern zum Beispiel. Du siehst vom Gebäude selber ja auch nicht irgendwelche Größenordnungen, die dort eingezeichnet sind mit Fenstern und so weiter. Also das heißt, man würde sich schon schwer tun. Man könnte sagen, gut, ich habe hinten noch die Häuser, aber die ja relativ weit weg sind auf der rechten mittleren Seite. Das heißt, eine Größenangabe fehlte hierbei eigentlich und von daher finde ich ganz schön. Und das ist eigentlich ein probates Mittel, was man, glaube ich, generell bei Gebäuden ganz gut einsetzen kann, dass man auch die dann flankiert mit Menschen, sei es als Fahrradfahrer, Jogger etc. Pp., dass man das auch mit einbauen kann, um einfach diese Größenwirkung mit darstellen zu können, die sich da für den Betrachter ergibt halt.
Michael Koopmann
Ja, definitiv. Und ich denke, der eine oder andere hätte jetzt schnell mit KI die beiden Figuren da wegretuschiert, um einfach das Bild ruhiger zu kriegen. Aber ich bin da ein großer Fan von, da die Person auch drin zu lassen und die Geschichte dann auch da irgendwie erzählen zu können. Ja, jetzt, ich habe gesagt, wir sprechen eigentlich nicht groß über Technik, aber doch einmal kurz was zur Brennweite, wenn du uns da was sagen kannst, was hast du da genutzt? Also es ist ja wahrscheinlich relativ weitwinklig, würde ich sagen, aber ja, es ist für mich gerade schwer zu drehen, wie weitwinklig ist es wirklich?
Uwe Rosik
Boah, das ist, also das hatte ich mit einer APS-C Kamera aufgenommen von Fuji. Es ist die X-C5, die ich dort verwendet habe. Mit einer, ich muss mal gucken, ich glaube Blender 8 war das gewesen, um auch eine gewisse Tiefenschärfe hinzubekommen. Das war mir auch wichtig, also nicht jetzt offenblendig, sondern dass man wirklich eine Tiefenschärfe auch bekommt. Ich habe dort mit einer 500 Sekunde gearbeitet, um auch die beiden Menschen, die dann ja dann irgendwann hochkamen, ich hatte ja ein bisschen Zeit, bis sie auf der obersten Stelle waren. Das heißt also, ich konnte noch ein bisschen mit den Einstellungen ausprobieren. Und die ISO hatte ich irgendwie 300 oder 400 ISO habe ich genommen. Und das waren letztendlich 10, 11, also umgerechnet um die 14 Millimeter sowas, was ich dort hatte. Also relativ weitwinklig.
Michael Koopmann
Okay. Ja, und war wahrscheinlich schwierig, dann trotzdem noch alles drauf zu kriegen, wenn man so nah dran steht.
Uwe Rosik
Absolut, absolut. Genau.
Michael Koopmann
Jetzt hattest du erwähnt, dass du mit dem Werner Schweem in Bilbao warst und der Werner ist ja bekannt für seine eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bilder. In einem der letzten Bilderabendfolgen hatten wir den Werner auch zu Besuch, wo er seine Bilder vorgestellt hat. Diese Folge verlinke ich gerne mal in den Shownotes. Ja, aber erzähl doch mal, was habt ihr denn alles sonst noch so in Bilbao mit dem Werner erlebt?
Uwe Rosik
Was haben wir noch gemacht? Also wir haben die Stadt, die in der Tat überschraubar ist, aber dennoch Details schon liefert. Wir waren also frühmorgens zum Beispiel in der Altstadt gewesen, was immer auch ein probates Mittel ist, was man sehr gut auch in südeuropäischen, aber überhaupt in Städten machen kann. Dass man wirklich morgens mal etwas früher aus dem Bett sich bewegt, um dann wirklich ganz früh morgens dann noch, bevor die Geschäfte eigentlich öffnen, in die Straßen zu gehen. Das haben wir also getan. Wir haben also dann noch eben, das Schöne war, wir haben eine gewisse Beleuchtung dann noch mitnehmen können. Wir haben dann auch gesehen, wie Geschäfte sich langsam, wie die geöffnet werden. Wir waren an einem Fischgeschäft gewesen, wo so der erste Fisch angeliefert wurde. Also das wie eine Stadt erwacht, das finde ich eigentlich immer ganz schön. Und das kann man ganz gut machen vom Frühstück dann soweit. Wir waren natürlich in der riesen Markthalle gewesen, weil auch Bilbao selber eine tolle Markthalle bietet mit verschiedenen Ständen, wo man eben das eine oder andere aufnehmen kann. Bilbao selber hat ein wunderschönes, großes, modernes Fußballstadion, was auch direkt an dem Fluss liegt, was eine riesengroße Außenhaut auch hat, also Fassade, die man unglaublich toll aufnehmen kann. Und wir haben natürlich dann auch das eine oder andere Im Guggenheim noch selber gemacht. Das Guggenheim, muss man sich vorstellen, ist natürlich einmal von äußerlich, was ich sagte, kann man unglaublich viel machen. Das heißt, 63 Grad aus verschiedensten Perspektiven, verschiedene Höhen. Aber im Guggenheim selber gibt es unglaublich viele verschiedene Ausstellungen. Einmal permanente Ausstellungen, es gibt dann mal wieder Sonderausstellungen. Also alleine im Guggenheim selber kann man sich tagelang aufhalten, wenn man möchte. Das haben wir dann aber auch nur an einem Nachmittag mal gemacht, wo dann jeder Zeit hatte. Und da hatten wir eben das Glück gehabt. Und da kam tatsächlich dann das Thema Schwarz-Weiß sehr stark ins Spiel, Michael. Dadurch, dass man kann sich vorstellen, durch diese verschiedene Architektur, diese Pfeilersäulen, die es auch dann durch Glasfenstern sozusagen innerhalb des Gebäudes gab, Da gaben sich unglaublich tolle Szenen dann mit der Spiegelung, die dann auf dem Boden zum Teil projiziert worden ist, wo dann Menschen in Schatten durchgelaufen sind. Also alleine da habe ich, glaube ich, ich weiß nicht, wie viele Bilder ich dort gemacht habe. Das hat sich angeboten. Dazu kommt, dass auch außen herum eine Menge gemacht wird. Also es gibt also jede halbe Stunde wird so eine Nebelmaschine angeschmissen. Das heißt, der kleine See, der vor dem Guggenheim Museum ist, wird dann quasi eingenebelt. Dann ist noch dazu, muss man sagen, auch wie typisch bei Guggenheim, eine riesengroße Spinne, die Marmont, die auch nochmal außen dann nochmal auf den Fußweg letztendlich überdimensional projiziert wird, wo man auch ganz tolle Aufnahmen machen kann. Also man kann, um das Gebäude selber verschiedene Facetten zu machen und was man natürlich wunderschön machen kann, auch das haben wir gemacht. Wir sind einen Tag, einen Abend mit der Seilbahn dann auf die Gebirgszüge hochgefahren, um dann nochmal einen Einblick von Bilbao selber zu erlangen, um nochmal zu sehen, wie Bilbao insgesamt eingebettet ist. Man muss sich vorstellen, Bilbao ist ein bisschen langgezogen in so einer Flussbiegung letztendlich eingebettet. Und das Spannende war, es gab eine Straßenbahnlinie, die man fahren konnte, also nichts mehr. Und ja, die von A nach B letztendlich fuhr. Und man konnte dann eben zwischendurch immer mal wieder aufsteigen und ja, und konnte dort das eine oder andere halt machen.
Michael Koopmann
Aber klingt nach einem super Ziel für Fotografen, wo man halt auf kleinen Wegen ganz viele Aufnahmen machen kann, ganz viel auch Genres abdecken kann. Und ja, Bilbao ist ja auch schnell mit dem Flieger erreichbar. Also da kann man sicher halt mal eine gute Woche verbringen und dort ein paar Bilder machen.
Uwe Rosik
Absolut, absolut. Also ich habe, ich sagte ja, ich war ein bisschen voreingenommen mit Valencia. Valencia ist nochmal was anderes, können wir vielleicht an einer Stelle auch nochmal drüber reden, aber Bilbao ist auf jeden Fall eine Reise wert und in der Tat, in dem ich auch so im Freundeskreis mich mit Leuten unterhalten habe, viele haben so Barcelona und Valencia auf dem Schirm, aber Bilbao ist so ein bisschen, wird nicht als vorderste Reihe genannt. Aber Bilbao, kann ich wirklich sagen, ist auf jeden Fall eine Reise wert. Und gerade, wie du sagst, Michael, für eine gute Woche kann man in Bilbao wunderschön viele Dinge entdecken. Und dann ist es auch okay, da hat man das meiste auch gesehen. Aber so eine Woche ist wunderschön. Und das Schöne ist, die Stadt ist extrem langsam, es ist sehr ruhig, nette Cafés, unaufgeregt. Also wirklich, man kommt wirklich zur Ruhe und kann sich der Fotografie im Detail dann auch widmen.
Michael Koopmann
Ja, Uwe, das macht wirklich Lust, gleich da hinzufahren. Auch vor allem Lust, die Kamera in die Hand zu nehmen. Und genau das hoffe ich, dass das jetzt auch die Zuhörer haben. Lust auf Fotografie. Jeder, der jetzt das Bild sehen möchte, kann gerne sein Handy oder auch sein Laptop nehmen und mal auf bilderzeigen.de slash podcast gehen. Dort gibt es eine Seite zur Episode. Dort findet ihr das Bild von Uwe in großer Auflösung. Auch nochmal mit allen Exif-Daten. Dort könnt ihr euch das nochmal in allen Details angucken. Und ja, ich bzw. bestimmt auch Uwe würden uns sehr freuen, wenn ihr dort einen Kommentar hinterlässt, wie ihr das Bild findet. Vielleicht wart ihr auch schon mal in Bilbao. Ihr findet dort auch die Shownotes mit noch ein paar weiteren Links. Ja, und damit hoffe ich, dass euch diese erste Folge hier von meinem Podcast Bilder und Geschichten Spaß gemacht hat und dass ihr Lust auf weitere Aufnahmen habt. Denn ja, viele spannende Bilder habe ich hier schon liegen von weiteren Fotografen, die in den nächsten Wochen besprochen werden und so bekommt ihr jeden Mittwoch eine neue Aufnahme aufs Ohr, die ihr in eurem Podcatcher der Wahl hören könnt. Ja, und natürlich auch auf den großen Plattformen, wo ich mich sehr freuen würde, wenn ihr auch da eine Sternebewertung hinterlasst, auch da einen Kommentar, wie ihr das Ganze findet, damit halt noch mehr Freunde diesen Podcast finden. Ja, und deswegen gebt auch gerne den Link weiter und ich freue mich sehr, wenn ihr bald wieder dabei seid. Vielen Dank, Uwe, dass du dabei warst und ja, wir sehen uns bestimmt beim virtuellen Bilderabend demnächst, jeden letzten Mittwoch, dann dort auch mit Bild und Ton und auch bestimmt wieder mit super spannenden Bildern.
Uwe Rosik
Sehr gerne, danke.
Michael Koopmann
Auf Wiederhören, tschüss.

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt und nicht manuell geprüft oder korrigiert. Die Erkennung ist nicht fehlerfrei, daher können Inhalte falsch sein. Maßgeblich ist immer das im Podcast gesprochene Wort


Kommentare

Reaktionen aus dem Fediverse

4 Kommentare zu „Dia 1 – In Bilbao am Guggenheim mit Uwe Rosik“

  1. Herzlichen Glückwunsch zumgelungenem Start!
    Beste Grüße Gustav Sommer alias foto-gustav

    1. Vielen Dank Gustav.
      Großen Dank auch für die Kaffee Spenden 😊. Das freut mich total. Werde ich in Auphonic Credits umsetzen damit die Tonqualität gut bleibt. Danke

  2. Avatar von Stefan Kuhn
    Stefan Kuhn

    Ein gelungener Einstieg in eine Podcastserie, die bestimmt ihre Freunde finden wird, und in einer Länge, für die sich Fotobegeisterte gern Zeit nehmen. Hoffentlich ist bald wieder Mittwoch …

    1. Vielen Dank Stefan. Freut mich sehr das dir mein Format gefällt. 🙂

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