Mit Claudia Bonna spreche ich über ein ruhiges Bild am Morgen: Die Sonne geht grade erst auf, es ist noch ganz ruhig. Gräser werden golden angestrahlt und schimmern in dem wenigen Licht ganz besonders.
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Vielen Dank. Bis zur nächsten Episode am kommenden Mittwoch!
📄 Zusatzinfos:
Diese Episode ist erschienen am 25.02.2026 und wurde aufgenommen am 16.01.2026.
Titel-Melodie: „Der weite Blick“ generiert von M. Koopmann mit musichero.ai
Der Podcast bietet Kapitelmarken mit Bildern, ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprechern sowie weitere Zusatzinfos. Am besten nutzt du Apps wie Pocket Casts,Overcast, Instacast und andere sog. ‚Podcatcher‘ Apps, die diese Inhalte anzeigen können.
Herzlich Willkommen beim Podcast Bilder und Geschichten.In diesem Podcast geht es um ein Bild und das, was zwischen den Pixeln steckt.Nicht um Blende oder Technik, sondern vor allem um das Gefühl,die Erinnerung und die kleinen Geschichten, die in diesem Foto stecken.Jede Folge bringt ein neues Foto und einen neuen Gast und wir decken gemeinsam,was uns das Bild sagen will.Bilder und Geschichten, ein Podcast fürs Kopfkino zum Zuhören,Mitfühlen und Staunen. Schön, dass du heute mitkommst.Ja, und in dieser Folge habe ich wieder die Claudia Bonner bei mir zu Gast,die uns schon in der letzten Folge ein wunderbares Naturbild mitgebracht hat.Und genau dort bleiben wir auch in der Natur.Ja, kurz nochmal zur Claudia.Wir kennen uns aus dem virtuellen Bilderabend. Da habe ich die Claudia inzwischenauch überredet, mit Co-Host zu sein und dort ein bisschen die weibliche Notemit in den virtuellen Bilderabend zu bringen.Und dort könnt ihr uns dann hören und auch sehen auf YouTube immer jeden letzten Mittwoch im Monat.Aber jetzt erstmal Claudia, herzlich willkommen im Podcast.
Claudia Bonna
Hallo Micha und danke, dass ich nochmal hier sein darf.
Michael Koopmann
Das freut mich sehr, denn auch diesmal hast du mir ein tolles Bild mitgebracht,beziehungsweise ich durfte es ja auswählen.Und wenn ich so die große Auswahl habe, gucke ich natürlich immer,dass ich so etwas Besonderes mir rausfische, was ich so noch gar nicht kannteoder was mich besonders anspricht.Ja und bei diesem Bild bin ich ganz besonders gespannt, wie wir das denn schaffen,hier heute über den Podcast rüber zu bekommen, denn ja, du warst ein bisschenim Gestrüpp unterwegs, oder?
Claudia Bonna
Ich war im Gestrüpp unterwegs, ja genau, also es sind hohe Gräser,im Früh, also im Überfroren sind sie im Endeffekt,also gemacht ist es vom Weg aus, das Bild, das weiß ich, also ich war nichtwirklich mitten in den Gräsern, aber es sieht halt eben so aus.
Michael Koopmann
Bist nicht durchgerobbt.
Claudia Bonna
Ich bin nicht durchgerobbt, nein. Das wäre kalt und nass gewesen.Das habe ich in dem Moment einfach mal sein lassen.
Michael Koopmann
Ja, dann will ich doch mal versuchen, das Bild für unsere Zuhörer hier zu beschreiben.Und mal gucken. Ihr dürft dann gerne nachher in den Kommentaren schreiben, ob das gut geklappt hat.Was sehen wir? Ja, wir sehen ganz viele Grashalme, die kreuz und quer durchdieses Bild gehen, komplett formatfüllend.Alle aber in einem, ja, so einen schönen, leicht orangenen Ton.Und ja, wie wir gerade gehört haben, überfroren. Also sie haben meistens überallso eine gewisse Struktur dran.Und wir sehen halt an vielen Grashalmen auch so kleine Tautropfen oder kleineEiskristalle, die halt an diesen Grashalmen sind.Ja, und zur Bildmitte sehen wir dann etwas unschärfere Grashalme,die im Bild sind, wo wir auch diese Tautropfen sehen und diese Tautropfen wunderbareBubbles, Licht-Bubbles ergeben.Ja, und diese Licht-Bubbles, gerade in der Mitte, werden halt relativ groß undspiegeln halt dieses orangene Licht wieder und bringen so in der Mitte diesenkleinen Punkt, wo man dann hingucken kann und dieses Bild halt sich an den Blick halt hinzieht.Sonst gibt es jetzt kein weiteres Motiv, was an ihm jetzt anspringt,sondern das ganze Bild ist halt irgendwo da und bringt diese Stimmung rüberund in der Mitte halt die Licht-Bubbles, die halt dann den Blick auf sich ziehen.Ja, und so fühlt sich das Bild wirklich kalt an, würde ich sagen.Also man kann so ein bisschen nachfühlen, wie du da irgendwie,glaube ich, an einem frühen Morgen kurz nach Sonnenaufgang da irgendwo durchdie Gegend gelaufen bist und ja, diese Motive gesucht hast.
Claudia Bonna
Ja genau, es ist früh nach Sonnenaufgang, genau, das ist dieses orangene Dicht,ich würde ja sagen, es ist schon fast golden, kurz nach Sonnenaufgang gewesen,überfrorener Morgen, also auch wirklich kalt.Ich weiß nicht, lass es minus drei, minus vier gewesen sein.Aber das Besondere an dem Morgen war halt eben, dass es halt überall so aussah.Also es war alles überfroren und dann hatte man diese hohen Gräser und zum Teil auch niedrige Gräser.Aber überall spielte halt dieses wunderschöne Sonnenlicht mit.Also das war schon ein sehr magischer Moment, würde ich schon sagen,weil er auch ruhig war. Und gleichzeitig hat man sich daran nicht satt sehen können.Und es verändert sich ja auch unglaublich schnell, wenn die Sonne aufgeht.Jeder Atemzug ist anders, würde ich fast sagen.Und dementsprechend fängt man ja wirklich einen kurzen Augenblick in dem Moment ein.Also nachdem man abgedrückt hat, sieht es dann schon wieder anders aus.Und das ist auch eigentlich das, was mich an dem Bild so fasziniert.Weil es ja an sich eher ein bisschen chaotisch ist. aber durch seine Farbe unddurch die Bouquet-Bubbles halt eben,ist es total interessant, den Blick schweifen zu lassen.
Michael Koopmann
Ja, und was mir besonders daran gefällt, es ist halt ein Bild,was ja man überall und hätte jeder aufnehmen können, denn so ein bisschen Gräseam Wegesrand findet man immer.Und deswegen finde ich es ganz faszinierend, dass du das gefunden hast,dieses Motiv. Wie bist du denn da drauf gekommen?Hast du da bewusst nachgesucht oder hat es dich mehr oder weniger vom Wegesrand angesprungen?
Claudia Bonna
Es hat mich mehr oder minder vom Wegesrand angesprungen. Also das ist so einbisschen erhöht gewesen vom Weg.Und so dass man es halt, also ich erinnere mich daran, dass ich diesen Lichteinfallgesehen habe und dass diese Gräser alle geleuchtet haben.Also man halt wirklich dieses orangene Leuchten, dieses Blühen gesehen hat.Und ich dann halt, da bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass das mit dem großenObjektiv aufgenommen worden ist, also mit einem 600er, dass ich da dann einfachauf meine 2,50 Meter, die man ran kann im Endeffekt,also dran gegangen bin und dann einfach komplett auf 600 Millimeter und dannhalt einfach darauf scharf gestellt habe und da einfach fotografiert habe,weil ich dieses Licht einfach,also dieses Licht und das so um mich herum eigentlich alles geglüht hat, so orange,das ich wahnsinnig faszinierend fand.
Michael Koopmann
Wie gehst du da vor, wenn du halt so eine Lichtstimmung siehst?Hast du dann direkt ein Bild im Kopf, was dann nur noch irgendwie auf den Chip gebracht werden muss?Oder lässt du dich da ganz von der Kamera führen und guckst, was sich so ergibt?
Claudia Bonna
Also mich spricht dann mit den Augen irgendetwas an, dass ich dann das Gefühlhabe, das sieht interessant aus, das spricht mich an, das fesselt mich in dem Moment.Und dann muss ich sagen, dass ich jemand bin, der dann…In der Regel benutze ich meine Zoom-Objektive am einen oder am anderen Ende,häufig am langen Ende und dann gucke ich einfach durch und dann passiert das nicht aktiv.Also ich denke da nicht drüber nach, ist das der goldene Schnitt,ist das nicht so, sondern ich gucke einfach und fange dann an,mich zu bewegen ein bisschen und zu sagen, okay, du möchtest gern das und sosieht es halt irgendwie aus.Also Bilder von mir sind halt nicht geplant, sondern die passieren und sie entstehendann, ja, also ich würde sagen intuitiv einfach, dass ich sage so, ah,das fasziniert mich jetzt gerade und das ist das, was ich sehe und das möchteich gerne auf den Chip bannen.Also ich, das hat keine langen Vorüberlegungen oder so, sondern also das Bildzum Beispiel hat mich selbst auch total überrascht, dass das hinterher so ausgesehen hat einfach.
Michael Koopmann
Das finde ich eine wunderbare Art zu fotografieren,denn so kann man ja wirklich den Kopf mehr oder weniger ausgeschaltet lassen,sich einfach von der Kamera führen und einfach sich den Motiven hingeben undgucken, was halt einfach passiert, ohne dass man jetzt irgendwie einen Druck hat,jetzt irgendwie ein bestimmtes Bild kreieren zu müssen oder irgendwo eine bestimmteAufnahme zu machen oder irgendwas Bestimmtes zu suchen, was wir kennen das alsFotografen alle dann in dem Moment garantiert nicht zu finden ist.Sondern einfach sich halt ja führen lassen und gucken, was halt dann sich danachher auf dem Chip nachher angekommen ist.
Claudia Bonna
Ja, genau. Also es ist halt wirklich, ich bin auch gar nicht so sehr…Ja, am Endergebnis interessiert, stelle ich immer wieder fest.Also für mich ist das Fotografieren an sich, also sich das Einlassen auf denMoment, das Suchen nach den kleinen Augenblicken, nach den Dingen,die man so sieht und die festzuhalten, das ist was, was mich eigentlich fasziniert.Also ich habe unglaublich viele Bilder, du weißt das, auf der Festplatte.
Michael Koopmann
Wäre das nicht.
Claudia Bonna
Ja, genau. Und ganz häufig muss ich mich wirklich zwingen, sie einfach nochmal anzusehen bzw.Auszusortieren, weil für mich gar nicht so der Reiz des Besitzens des Bildes ist,sondern es ist eher der Moment des Fotografierens, weil das halt eben dieserklare und freie Moment ja auch in vielen,also da bin ich frei von Gedanken an etwas anderes.Und bin da ja sehr klar in dem, was mein Geist gerade tut.
Michael Koopmann
Das kann ich sehr gut verstehen, auch wenn ich es natürlich schade finde,wenn solche Bilder danach auf der Festplatte bleiben.Aber ja, genau deswegen gibt es ja hier jetzt den Podcast,um halt so ein bisschen zu motivieren, Bilder rauszuholen oder den virtuellenBilderabend ist ja eigentlich auch genau aus dem Grund ins Leben geholt worden,um halt Fotografen ein wenig Anreiz zu bringen,ihre Bilder mal von der Festplatte zu entstauben und mal halt so schöne Aufnahmenwie dieses hier rauszusuchen und mal halt zu zeigen.Und wenn ich mir das Bild angucke, eigentlich auch gleich die Motivation finde,damit noch was zu machen.Das Bild wird sich doch super irgendwie anbieten, großformatig drucken zu lassen,vielleicht irgendwo in Acryl oder Alu oder so, dass halt die Farben nochmal mehr rauskommen.Dann hätte man gleich wieder eine wunderbare Aufnahme, die auch nicht zu vielzeigt, sondern auch wenn viel drauf eine gewisse Ruhe rüberbringt.
Claudia Bonna
Das stimmt. Da sind die Wände ja irgendwann grenzt.Irgendwann sind die Wände alle zu.
Michael Koopmann
Das ist leider ein großes Problem, ja.
Claudia Bonna
Genau.
Michael Koopmann
Aber trotzdem, man muss mit der Fotografie was machen.Hashtag, weil Bilder gezeigt werden wollen, ist ja auch der Hashtag vom virtuellen Bilderabend.Und deswegen nutze ich mal gleich hier direkt die Möglichkeit zum Aufruf.Ihr Zuhörer da draußen, die auch mit einer Fotokamera rumlaufen,ihr habt mit Sicherheit auch ganz viele Bilder auf der Festplatte.Schaut doch mal drauf, ob da ein Bild ist oder ein paar mehr,die ihr hier mal im Podcast mit mir besprechen wollt und allen anderen zeigenwollt bzw. beschreiben wollt hier.Und deswegen schreibt mich gerne an unter bilderzeigen.de slash podcast findetihr ein Kontaktformular zu mir.Da einfach mal schreiben, was ihr denn vielleicht hier zeigen möchtet.Und dort findet ihr auch die Seite zur Episode und könnt euch dann jetzt hiernach dem Podcast und das Bild von der Claudia einmal nochmal im Detail angucken,nochmal reinscrollen und suchen, was denn dann auch alles zu sehen gibt,was wir vielleicht gerade nicht beschrieben haben.Ja, das mit den Bildern auf der Festplatte.Bei so einer Tour, wie viele Bilder hast du dann da gemacht und wie viele Bildersind so dann nachher, die irgendwo übrig bleiben, wo du sagst,okay, die sind gut, aber was mache ich damit jetzt?
Claudia Bonna
Das ist immer ganz unterschiedlich. Also wenn Tiere mit dabei sind,dann ist der Auslöseknopf mehrfach gedrückt.Sehr locker einfach, weil Tiere sich bewegen.Ansonsten, wenn das solche Momente sind, dann passieren da vielleicht ein oderzwei Bilder und dann gehe ich einfach weiter oder bleibe noch den Moment,genieße den Moment und dann gehe ich weiter.Also es ist nicht so, dass ich, also ich glaube, ich mache schon viele Bilder,gerade wenn halt eben Tiere im Spiel sind, aber es ist nicht so,dass ich nonstop Bilder mache, sondern ich habe schon für mich gemerkt,gerade weil die Flut an Bildern, die man dann ja mit nach Hause bringt und die dann da steht,also die Ziffer, die dann da steht, dann muss man sie ja aussortieren.Also ich erinnere mich an meinen Baltikum-Urlaub, drei Wochen Baltikum und Claudiabrachte 17.000 Fotos mit.Das ist ja auch eine schmerzhaft lange Zeit, die man dann braucht,um sie wirklich auszusortieren und da bin ich immer auch mit dabei,das ein bisschen zu reduzieren. Bei Tieren ist das immer schwierig.Da gibt es mehr Ausschuss einfach, wobei ich dann auch sagen muss,da sind die Kameras ja heute so gut, dass es häufig ja nicht schärfe ist,sondern hat man irgendwie sechs Bilder, die alle scharf sind.Da muss man einfach nur gucken, wo guckt das Tier jetzt gerade am besten.Wenn ich mich dazu durchringen kann, auszusortieren, bin ich da auch sehr rigoros.Also von den 17.000 Bildern sind hinterher, glaube ich, knapp 4.500 nur geblieben.
Michael Koopmann
Leider sind die Kameras halt zu gut, weil wie immer zu viel,was nachher auch dabei ist, was scharf ist.Früher war es so, dann war wenigstens die Hälfte unscharf, die konnte man direkt weglöschen.So wird die Auswahl halt immer nur noch schwieriger, welches man jetzt dieserX-Motive nimmt, die man dann da gerade auf den Chip gebracht hat.Ja, dann danke ich dir vielmals, dass du das Bild hier für uns ausgesucht hastund hier einmal im Podcast genauer vorgestellt hast.Das hat wieder einen großen Spaß gemacht, hier über das Bild zu sprechen.Ich hoffe, allen, die da draußen zuhören, haben auch hier ihren Spaß gehabt.Wie gesagt, ihr könnt jetzt gerne gleich mal euer Handy nehmen und auf der EpisodenseiteBilderzeigen.de slash Podcast euch das Bild nochmal im Detail angucken.Und ja, ich hoffe, dass ihr Spaß habt und vielleicht selber mal ein Bild hierhin mitbringt.Und wenn euch das ganze Format hier gefällt, empfehlt mich gerne weiter undhinterlasst gerne eine Bewertung und ein paar Kommentare in den großen Portalen,damit den Podcast und die Bilder hier vielleicht noch ein paar mehr Leute hören.Aber bis dahin bedanke ich mich vielmals bei dir, Claudia, für das Bild mitgebracht hast.
Claudia Bonna
Ja, danke Micha, dass ich da sein durfte. Und ich kann das nur unterstreichen, was du gesagt hast.Eigentlich dürfen die Bilder nicht auf der Festplatte versacken.Deswegen bin ich auch so froh, dass du das machst und auch mich immer dazu anhältst,Bilder mal zu zeigen. Nicht aufhören damit bitte.
Michael Koopmann
Das ist ein wunderbares Schlusswort. Tschüss.
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