Dia 23 – Nachts in Bangkok unterwegs mit Rolf Lehrmund

Genre:

Streetfotografie in Thailand trifft auf einen Friseursalon, der aussieht wie eine kleine Wunderkammer voller Farbe, Figuren und überraschender Details. Mit Rolf Lehrmund sprechen ich über seine Erlebnisse vor Ort, seine Bilder und die besondere Persönlichkeit hinter diesem außergewöhnlichen Ort.

Bild im Querformat. Ein herrlich wuseliger, bis unter die Decke vollgestopfter Friseursalon, der aussieht wie eine bunte Schatzkammer. Die Wände sind tiefblau, verziert mit goldenen Mandalas, alten Gold gerahmten Schwarz-Weiß-Fotos und einem Meer aus Spiegeln, Lämpchen und Nippes – von Plastikrosen über Puppen bis hin zu goldenen Buddha-Figuren. 
Drei Personen sind zu sehen. Mittendrin sitzt ein Kunde mit nassen Haaren im Frisierstuhl, das Gesicht zu einer Grimasse der reinen Überraschung oder aus Spaß verzogen, während gleich zwei Frauen gleichzeitig mit Föhnen auf ihn zielen. Die Szene ist laut, bunt und wirkt wie ein wunderbar chaotischer, fast komödiantischer Schnappschuss aus dem prallen Leben.
Universe Salon Bangkok – Bild Rolf Lehrmund

Shownotes

Teilnehmer diese Episode:

Michael Koopmann
Rolf Lehrmund


⛓️‍💥Links zur Episode:

Thailand

Kathoey – Das dritte Geschlecht in Thailand

Universe Salon Bangkok



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Vielen Dank. Bis zur nächsten Episode am kommenden Mittwoch!



📄  Zusatzinfos:

Diese Episode ist erschienen am 17.06.2026 und wurde aufgenommen am 18.05.2026.

Titel-Melodie: „Der weite Blick“ generiert von M. Koopmann mit musichero.ai

Der Podcast bietet Kapitelmarken mit Bildern, ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprechern sowie weitere Zusatzinfos. Am besten nutzt du Apps wie Pocket Casts, Overcast, Instacast und andere sog. ‚Podcatcher‘ Apps, die diese Inhalte anzeigen können.

Die Episoden der zweiten Staffel sind zusätzlich auch als Video auf YouTube und im Fediverse auf Makertube abrufbar.

Transkription der Episode anzeigen
Michael Koopmann
Willkommen bei Bilder und Geschichten. Hier geht es um ein einziges Foto und um die Geschichte dazu. Ein Gast, ein Bild, ein Moment. Und daraus entsteht Kopfkino. Und willkommen zu dieser neuen Folge bei meinem kleinen Podcast. Und ja, diesmal habe ich einen Gast, der definitiv den Preis für den weit entferntesten bei mir bekommt. Denn ich habe heute den Rolf Lermund bei mir, der aus Thailand bei mir zugeschaltet ist. Hallo Rolf.
Rolf Lehrmund
Hallo Michael, vielen Dank für die Einladung.
Michael Koopmann
Ja, sehr schön, dass du da bei mir bist. Wir beide haben uns hier gerade online getroffen, denn du bist auch beim Bilderabend im Juni dabei. Und deswegen haben wir gerade den Techniktest gemacht, denn die Internetleitung aus Thailand müssen wir auch einmal probiert haben. Das ist schon einmal daneben gegangen und deswegen habe ich dich gleich hier mitgenommen, dass wir auch noch eine Podcast-Folge aufnehmen. Denn du hast so viele schöne Bilder aus einer ja ganz tollen Gegend. Und ja, eins hast du mir dann heute mitgebracht, was wir dann auch einmal als kleinen Aperitif schon mal hier im Podcast nehmen, bevor es dann die tolle Bilderabendfolge mit dir geben wird. Aber erzähl doch erst mal, wie kommst du, dass du in Thailand bist?
Rolf Lehrmund
Oh, ja, das ist interessant. Also wir hatten uns entschieden, meine Frau und ich, in ihre Heimat zurückzukehren. Das war vor 14 Jahren. Wir haben die ganze Zeit in Deutschland gelebt und haben lange überlegt, was macht man mit unserer Rente, wo verbringen wir die Zeit. Da war eigentlich klar, dass wir hier nach Thailand kommen. Und seitdem leben wir zusammen, gemeinsam mit unserem Hund, hier auf Kucke.
Michael Koopmann
Also du hattest eindeutig die Nase voll vom deutschen regnerischen Wetter, wie es auch gerade mal wieder hier ist. Und hast dir gedacht, lieber im warmen Thailand, da ist das deutlich schöner auszuhalten.
Rolf Lehrmund
Auf alle Fälle ist es nicht so kalt. Schon allein diese Winter vom November bis März, April, das ist ja schon kalt, nass, depressiv. Man geht morgens im Dunkeln auf die Arbeit, kommt abends im Dunkeln heim.
Michael Koopmann
Ich kenne das sehr gut.
Rolf Lehrmund
Das hat man hier nicht.
Michael Koopmann
Ich kenne das sehr gut. Und ja, irgendwann fängt man an, Podcasts aufzunehmen, wenn es zu dunkel wird. Aber ja, du bist jetzt in einem Land, wo es ja so schwarz und grau und dunkel eigentlich eher selten ist. Dunkel vielleicht, aber auf jeden Fall sehr, sehr bunt. Eigentlich an allen Straßenecken und überall. Und so als Fotograf würde ich dich ja im Genre Street-Fotografie auf jeden Fall einordnen. Und du bist halt dann häufig ja gerade so zur Abendstunde oder morgens mit der Kamera unterwegs, wie ich das hier sehe und versuchst da so ein bisschen das Leben einzufangen, was für uns jetzt alles total besonders aussieht, wenn man durch dein Instagram scrollt, aber für dich ja dann eigentlich mehr oder minder Alltag ist, den du da dann versuchst für dich einzufangen.
Rolf Lehrmund
Ja, das ist richtig. Ich hatte also anfangs, als ich hierher kam, natürlich alles fotografiert. Ich meine Sonne, Sand und Meer. Aber irgendwann hat es bei mir Klick gemacht. Ich war öfters in Bangkok, zwei, dreimal im Jahr. Und da bin ich auch tagsüber durch die Straßen gelaufen. Das war dann auch sehr anstrengend, weil es auch heiß war. Und dann bin ich einfach mal abends losgegangen und ich fand das spannend, weil abends ist Bangkok tatsächlich bunt, grell, laut und voll. Und es ist ideal für den Fotografien. Street-Fotografie in Bangkok ist einfach, die Menschen sind viel zugänglicher. Ich habe noch nie erlebt, dass einer geschimpft hat, weil ich ein Foto gemacht habe. Und das macht die Sache einfach und es macht auch riesig Spaß.
Michael Koopmann
Das denke ich mir.
Rolf Lehrmund
Und man sieht es auch an dem Foto, das ich heute mitgebracht habe.
Michael Koopmann
Ja genau, da wollte ich jetzt nämlich direkt darauf zukommen, weil das Bild versprüht all das schon mal. Denn es ist vollgepumpt mit Farbe und bunten Sachen und Dingen, die man entdecken kann. Aber ich würde es mal einfach von vorne anfangen. Also du bist auf jeden Fall in einem Friseursalon gelandet, das sieht man eindeutig und wenn ich so das Bild mal beschreiben möchte, sieht man halt in der Mitte drei Personen. Ich würde sagen, ein Herr, der sich gerade frisieren lässt, den du anscheinend mit der Kamera ein bisschen überrascht hast, auf jeden Fall der sehr freudig ist, dich mit der Kamera zu sehen. Und zwei Damen, die gerade um ihn herumstehen und ihn versuchen zu frisieren und gerade mit zwei Föhnen bewaffnet sind und auf seinen Kopf halten. Und das Ganze in einem Friseursalon, der ja genauso ist, wie man sich ihn vielleicht vorstellen könnte, wenn man in Thailand ist, denn er ist wirklich vollgestellt mit allem. Es ist total wuselig und man sieht so eine richtige bunte Schatzkammer. Also dort, wo man die Wände sieht, sind sie halt so tiefblau, türkis, aber dann ganz vollgehangen mit goldenen Mandalas, mit goldenen Bilderrahmen, mit irgendwas drauf, Lampen und keine Ahnung was für ein Gedöns. Dann halt vorne, also auf der rechten Seite zum natürlich Spiegel ganz viele, wo sich dann das Ganze auch nochmal drin widerspiegelt. Dann ganz viele Blumen. Also im Vordergrund sieht man, ja, ich würde sagen, das sind fast rote Tulpen. Und im Hintergrund nochmal irgendwelche Blumen in allen möglichen Farben. Also ein wirkliches Suchbild. Ja, jeder, der sich jetzt wieder denkt, was erzählt der Michael da eigentlich? Wenn ihr den Podcast fertig gehört habt, klickt gerne mal auf meine Website podcast.bilderzang. Da findet ihr das Bild natürlich in groß und könnt da euch meine Ruhe ein bisschen durchklicken und schauen, was ich euch alles jetzt nicht erzählt habe. Da gibt es mit Sicherheit viel zu entdecken. Aber Rolf, wie kam es zu so einem Bild? Du warst selber beim Friseur oder wie ist das dazu gekommen?
Rolf Lehrmund
Nein, ich war in der Gegend unterwegs. Ein Freund hat mir einen Tipp gegeben, sagt er, geh mal, wenn du da bist in der Ecke, da gibt es eine Kneipe, da ist abends Live-Musik. Und auf dem Weg dorthin kam ich an dem Fenster dieses Friseurladens vorbei und sie ihn da drin sitzen, wie er frisiert wird. Ich habe rein fotografiert und er sieht nicht und winkt nicht rein. Und als ich drin war, hat er mir dann gesagt, du kannst überall fotografieren. Geh rum, mach, was du willst. Und jedes Mal, wenn ich auf ihn fokussiert habe, hat er Grimassen gemacht. Und das fand ich so toll. Man sieht es auf dem Foto jetzt nicht. Er hat das langes Haar, das ging ihm bis auf den Rücken. Und er ist eine besondere Person. Er ist ein Mann, der sich aber als Frau fühlt. Er ist ein, in Thailand sagt man, Gatoi. Das sind Männer, die sich mit femininen Eigenschaften und sich als Frauen fühlen. Einige, die kleiden sich nur so, benehmen sich wie Frauen. Es gibt aber auch welche, die sich so weit identifizieren, dass sie auch am Ende eine Geschlechtsumwandlung machen. Und Gatais sind in Thailand anerkannt. Die werden nicht schießangeguckt. Im Gegenteil, es gibt Familien, die einen haben und die ihn auch dabei unterstützen, dass er zum Schluss eine Geschlechtsverwandlung machen kann und als Frau das Leben erblickt, will ich mal so sagen. Er benimmt sich wie eine Frau und er redet wie eine Frau. Und man merkt es auch, es gibt im Thailändischen gibt es, Geschlechtswörter. Wenn ich zum Beispiel sage, guten Tag, dann sagen Männer anders als Frauen guten Tag. Männer sagen sowas die Krab und Frauen sagen sowas die Ka. Und er sagt sowas die Ka. Das heißt, er will als Frau angesehen werden. Und das war halt eine ganz lustige Geschichte. Hat mir sehr gut gefallen. Ich bin dann auch noch mal hingegangen und weil ich hatte diesen Club nicht gefunden und bei meinem zweiten Besuch in Bangkok bin ich noch mal zu ihm hin und habe noch mal Bilder gemacht. Er ist ein lustiger Typ, die Frauen gehören zu ihm, die haben den halt zufällig interessiert und er hat eine eigene Instagram-Account, wo er fast täglich Videos zeigt. Das muss man sich mal anschauen, man muss es nicht verstehen. Es ist einfach toll. Universe Salon Bangkok heißt das.
Michael Koopmann
Ja, können wir mit Sicherheit in die Shownotes packen.
Rolf Lehrmund
Das ist cool.
Michael Koopmann
Das ist natürlich wieder so eine Geschichte, die jetzt aus dem Bild rauskommt, die man auf den ersten Blick ja überhaupt nicht gesehen hat. Finde ich total toll, dass du das A aufgenommen hast, dass sich diese Person fotografiert hat lassen. Aber überhaupt, dass es irgendwie in Thailand da ja ganz, ganz anders gestrickt ist, als bei uns, dass sowas auch wirklich Normalität ist. Also ja, hier in Deutschland mit gerade unserem Rechtsruck und der AfD, die irgendwie oberstärker wird, wird ja über alles Mögliche diskutiert und über das Gendern und sonst was, das Ganze in alle Ewigkeiten durchdiskutiert und das ist ja schön, dass das in Thailand ganz, ganz anders gelebt wird und dann auch so offen ist, dass ja nicht nur die Person sich halt hier mitten zeigt, sondern sich dann auch noch wirklich von dir fotografieren lassen will und das auch wirklich aufs Bild bringen will. Das ist ja wirklich sehr, sehr toll.
Rolf Lehrmund
Ja, und man sieht auch, es waren auch noch andere Gäste da, denen hat das gar nichts ausgemacht. Er hat wirklich gesagt, geh rum, kannst hochgehen. Ich war dann beim ersten Mal nicht oben, weil es eine enge Treppe war und hat mir gesagt, bist du blöd, wenn der dir das anbietet, dann musst du hochgehen. Und beim zweiten Mal bin ich hoch, habe ihn auch mal von oben fotografiert, wie er andere Leute frisiert. Das machte ihnen nichts aus. Die fanden es toll. Man sieht ja auch, die eine Frau, die lächelt, die fand das auch selber lustig. Und es hat richtig Spaß gemacht, da zu sein. Also ich fand es toll.
Michael Koopmann
Wunderbar, dass das in Thailand so gelebt wird. Ja, und wunderbar, dass man in Thailand dann auch so frei fotografieren kann. Weil als du gerade gesagt hast, der hat mich reingewinkt, dass ich mal eben auch drinnen ein Foto machen kann. Das erste deutsche Denken, oh, jetzt kriege ich einen Anschiss, ich habe ein Foto gemacht, jetzt gibt es erstmal Ärger. Und wenn dann noch so eine Hintergrundgeschichte wäre, dann sowieso, dass es noch Probleme gibt, dass so ein Foto bloß nicht irgendwie was mitgemacht wird. Und dass das da in Thailand natürlich wieder ganz anders gelebt wird und man halt gerade ja so ein Street-Photography-Paradise dann hat, dass man halt wirklich auch frei mit der Kamera rumlaufen kann und halt solche Geschichten halt einfangen kann. Das kann man dich ja sehr drum beneiden.
Rolf Lehrmund
Ja, ich bin auch ganz froh drum. Also ich würde sagen, Thailand sind Eldorado-Festreet-Fotografen. Ich habe ein einziges Mal hat jemand gesagt, sie möchten nicht fotografiert werden.
Michael Koopmann
Was ja auch vollkommen in Ordnung ist.
Rolf Lehrmund
Ein einziges Mal. Ja, okay, habe ich dann auch kein Foto gemacht. Aber ansonsten, egal, das ist so, wenn die sehen, dass du fotografierst, Dann stellen die sich hin und machen dann Kremassen, V-Zeichen und so weiter, dass es schon wieder nicht mehr echte Street-Fotografie ist.
Michael Koopmann
Also es ist dann doch die Herausforderung da, dass man nicht entdeckt wird, damit man halt nicht gepostet wird.
Rolf Lehrmund
So ungefähr ist das. Ich wurde sogar angesprochen. Ich war einmal auf dem Heimweg zum Hotel. Da kam ich auch an einem Friseurladen vorbei, habe fotografiert. Da stand einer da vor der Tür und sagte, ich kann ruhig reingehen, fotografieren. Aber der war so eng und habe gesagt, nee, der ist so eng, da ist auch ein Ausländer drin. Ah, ob ich von ihm ein Foto machen könnte? Dann habe ich ihn fotografiert. Der wollte aber jetzt keinen Abzug haben. Der wollte einfach nur fotografiert werden. Das ist mir schon ein paar Mal passiert. Ich hatte mal zwei Mädels und haben gesagt, kannst du uns fotografieren? Da habe ich so fotografiert und habe gesagt, wo soll ich euch das Foto hinschicken? Nee, nee, ist okay.
Michael Koopmann
Ach, das ist doch wirklich schön.
Rolf Lehrmund
Ja, und das macht halt Spaß. Und deshalb bin ich also gerne hier. Hier auf Phuket ist es etwas anders, weil hier doch sehr viele Touristen sind.
Michael Koopmann
Da guckt man doch eher dem Deutschen wieder entgegen, der dann doch wieder ein Problem damit hat.
Rolf Lehrmund
Richtig, genau. Und in Bangkok sind auch viele Touristen. Aber da überwiegt halt doch der Thailänder und das ist richtig toll. Also ich kann jedem empfehlen, mal Bangkok zu besuchen und nicht nur Tempel und Sehensmännigkeiten, sondern tatsächlich mal abends auf den Start zu gehen oder auch tagsüber und zu fotografieren. Macht riesen Spaß und ist immer eine Befriedigung. Ich komme immer mit über tausend Fotos her nach Hause, wenn ich da war.
Michael Koopmann
Ja, das kann mir gut vorstellen. Wenn ich jetzt dadurch irgendwo Bangkok laufen würde, ich glaube, ich würde auch so viele Fotos machen, bis entweder all meine Akkus leer sind oder mein Akku, also ich, irgendwann umkippe, weil da wahrscheinlich Motive in Massen sind. Und gerade wenn ich so einen Friseur sehe, da zieht es mich ja eh immer rein mit den ganzen Spiegeln und was man da so alles sehen und erleben kann. Aber was mich jetzt interessieren würde, du wohnst da jetzt schon eine ganze Zeit. Wie ist das? Wie fühlt sich das an? Weil irgendwann wird man ja auch so ein bisschen betriebsblind, würde ich ja sagen. Das kennt man ja jetzt hier aus Deutschland. Man fotografiert irgendwie in der Eigenstadt. Street-Photography geht so gar nicht. Wenn man dann aber irgendwo anders hinfährt, ist das das Eldorado und in Bangkok sowieso. Aber wenn man jetzt da wohnt und diese ganzen Farben und dieses ganze Erlebnis so auf einen einprasselt, nutzt sich das dann auch irgendwann ab? Denkt man dann auch irgendwie, ach ja, ein guter Friseur ist bunt. Dazu aber eher vielleicht mal so die reduzierte Street-Photography-Szene, wie ich sie vielleicht in Deutschland suchen würde. Wie ist das bei dir?
Rolf Lehrmund
Gar nicht. Also es nützt gar nicht ab.
Michael Koopmann
Sehr gut zu hören.
Rolf Lehrmund
Es ist auch so, es ist immer, ja, zum Beispiel an dem Siam Square, da ist so eine riesengroße Fußgängerzone, da finden auch immer wieder Veranstaltungen statt. Da ist immer irgendwas los. Da kam ich einmal dahin, da stand einer und habe gesagt, was ist das denn? Da haben die eine Zapfanlage für Nagellack vorgeführt. Da hatten die vier Zapfstellen für Nagellack. Die Leute standen, ich habe vergessen, was machen die da? Die standen da Schlange und da haben die den Nagellack gezapft wie eine Bierzapfanlage und haben denen dann Nagellack auf den Nägel gemalt. Und die waren glücklich, hatten ein Päckchen dabei, das war eine Promotion. Das war Promotion. Ich kam dann auch mit dem einen da ein bisschen ins Gespräch, so gut es geht. Also mit Englisch kommt man eigentlich ganz gut zurecht. Ansonsten mit Händen und Füßen. Und sowas gibt es immer wieder neu. Im Einkaufszentrum haben sie, ihr kennt ja alle diese Kaffeesorten, wo alles drin ist. Drei in einem, Milch, Zucker und Kaffeepulver. Da hatten die eine Promotion im Einkaufszentrum, da hatten die auch eine Zapfanlage und hat diesen Milchkaffee gezappt. Ja, so ist das. Und es ist immer wieder neu. Und es gibt zwar viele Einkaufszentren, ich meine, das Angebot in den Einkaufszentren ist immer selber. Aber die sind so umtriebig und dekorieren immer wieder neue, dann kommen immer wieder neue Ideen. Und dann sind da immer wieder neue Veranstaltungen. Da denke ich, was ist denn hier los? Eingekreiche. Da habe ich gefragt, was ist das? Ja, das ist der und der Star. Ich habe den natürlich nicht gekannt. Aber dann treten die da auf, machen irgendeine Werbung für Schuhe oder was weiß ich. Und da ist immer was los. Und eins will ich noch sagen, die haben Weihnachtsmärkte. An dem einen centralen Platz, am anderen Einkaufszentrum haben sie einen riesen Weihnachtsmarkt. Jedes Jahr neues Thema. Und die sind richtig toll. Richtig toll.
Michael Koopmann
Lass mich raten, auch der einzige Möglichkeit, eine German Bratwurst mal zu kriegen in Thailand.
Rolf Lehrmund
Nee, das ist das Interessante. Es gibt keine deutsche Gerichte, sie verkaufen nur thailändische Sachen, aber trotzdem.
Michael Koopmann
Okay, die machen es auch wirklich eigeninterpretierend.
Rolf Lehrmund
Genau, ich meine, die Thailänder sind zu über 90 Prozent Buddhisten. Das machen die halt für die Touristen. Aber die gehen da alle hin und fotografieren wie verrückt, machen Selfies. Und ich finde das richtig toll, wie die das machen. Also ganz tolle Themen. Einmal hatten sie, glaube ich, Schlümpfe als Thema gehabt. Oder dieses Pokémon. Da war alles mit Pokémon, riesen aufglasbarer Pokémon war da rumgelaufen, also stand da und das war richtig klasse. Das ist toll.
Michael Koopmann
Gut, ich höre da raus, also es wird definitiv nicht langweilig, wenn man da durch die Gegend läuft und selbst wenn man da wohnt, es nutzt sich nicht, aber es ist einfach so eine andere Kultur, dass man halt immer wieder überrascht wird von Szenen, die einem da vor die Kamera laufen.
Rolf Lehrmund
Richtig. Und was halt auch noch toll ist in Bangkok, man kommt mittlerweile überall mit UNS-Bahn hin. Das UNS-Bahnnetz ist sehr gut ausgebaut. Und was mir in Bangkok auch sehr gefällt, ist, man kann sehr gut essen da. Rainer Town wird nachgesagt, es ist das beste chinesische Essen außerhalb Chinas. Ich habe jetzt keinen Vergleich, aber ich kann mir das vorstellen.
Michael Koopmann
Ja, da läuft mir auch direkt das Wasser im Mund zusammen. Ich nur daran denke, wie da das Essen sein könnte. Das ist bestimmt super. Ja, okay. Also ich höre heraus, Leute, fliegt nach Thailand, nicht nur für den Abenteuerurlaub, sondern auch einfach für den Fotografieurlaub und macht mal ein Street-Photography-Woche in Bangkok oder Umgebung. Macht dort nicht nur schöne Fotos, lasst euch da das Essen schmecken und lernt die Gegend und Menschen und Kultur da ein bisschen kennen. Und ja, wenn ihr da noch ein paar mehr Impressionen haben wollt, dann schaltet auf jeden Fall beim nächsten Bilderabend ein. Denn dort haben wir den Rolf dann am 24. Juni mit dabei. Und dann gibt es auf jeden Fall nochmal eine ganze Menge mehr Bilder zu sehen in der halben Stunde. Mit bestimmt noch viel, viel mehr interessanten Geschichten, die daraus sehen. Ich durfte gerade schon mal so ein bisschen reingucken, habe so ein paar Sachen gesehen. Und ich kann euch sagen, das wird auf jeden Fall ein ganz, ganz toller Bilderabend. Und deswegen schaltet ein oder guckt euch später dann die Aufzeichnung auf YouTube an. Rolf, ich danke dir vielmals für dieses tolle Bild, das du mir mitgebracht hast, dass du dir die Zeit genommen hast, nochmal für eine Podcast-Folge und freue mich schon sehr, dass wir uns dann wieder Ende Juni beim Bilderabend sehen.
Rolf Lehrmund
Ja, ich freue mich auch. Nochmal vielen Dank für die Einladung. Und wir sehen uns dann am 24. Juni.
Michael Koopmann
Sehr gern. Ich wünsche dir noch auf jeden Fall, dass das Wetter bei dir besser wird. Es regnet gerade oder ist gerade irgendwie Monsumen, oder habe ich gehört?
Rolf Lehrmund
Ja, Regenzeit.
Michael Koopmann
Hier bei uns auch. Aber wahrscheinlich bei euch 30 Grad wärmer, der Regen.
Rolf Lehrmund
Ziemlich, ja. Also es ist wie eine warme Dusche.
Michael Koopmann
Ja, die gibt es hier definitiv nicht. Die ist sehr, sehr kalt gerade. Deswegen, Rolf, alles, alles Gute und dann bis zum Bilderabend. Auf Wiederhören.
Rolf Lehrmund
Auf Wiederhören.
Michael Koopmann
Tschö.

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt und nicht manuell geprüft oder korrigiert. Die Erkennung ist nicht fehlerfrei, daher können Inhalte falsch sein. Maßgeblich ist immer das im Podcast gesprochene Wort

In dieser Folge sprechen wir auch über „Kathoeys“ in Thailand. Kathoeys sind trans* Personen, die sich nicht in die klassischen Kategorien von Mann und Frau einordnen. Sie sind sichtbarer Teil der thailändischen Gesellschaft und erfahren dort eine größere gesellschaftliche Akzeptanz als trans* Personen in vielen westlichen Ländern und bei uns in Deutschland.

Aktuell ist ‚Pride Month‚: Ein guter Anlass, über Vielfalt, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz nachzudenken. Jetzt im Juni bis August finden überall Christopher Street Days (CSD) statt und sind eine gute Gelegenheit, für Menschenrechte, Vielfalt und eine offene Gesellschaft zu demonstrieren.

Mein Podcast soll für Vielfalt und Offenheit stehen. Ich freue mich immer auf einen respektvollen Austausch. Homophobe, transfeindliche oder anderweitig diskriminierende Kommentare werde ich konsequent löschen.

Beim kommenden Virtuellen Bilderabend am Mittwoch den 24. Juni 2026 wird Rolf Lehrmund viele weitere Bilder aus den Strassen von Bangkok zeigen. Der Livestream starte ab 19:30 YouTube. Die Aufzeichnung ist danach auf YouTube und MakerTube zu finden.




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