Dia 16 – Bart Simpson ertappt von Stefan Kuhn

Genre:,

Bart Simpson sprayt etwas in Rot auf ein graues Rolltor irgendwo an der Côte d’Azur und schaut mit großen Augen zurück – ertappt wurde er von einem Mann im roten Overall – und von Stefan Kuhn der gerade auf Streetphoto-Jagd, die Szene erwischt.

Foto: Stefan K. Kuhn

Bild in der Ausstellung und Sonderfolge

Dieses Bild von Stefan Kuhn ist, wie auch das von Uwe Rosik, ist noch bist zum 13.6.2026 in der Community-Fotoausstellung der Fuji-Store Galerie in Nürnberg zu sehen.

Am 1. Mai 2026 erscheint eine Sonderfolge mit Stefan und Uwe im Interview. Hier in eurem Podcatcher und diesmal auch als Videocast.

Shownotes

Teilnehmer diese Episode:

Michael Koopmann
Stefan K. Kuhn

Die andere Episode mit Stefan K. Kuhn:

Weitere interessante Episoden:

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⛓️‍💥Links zur Episode:

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StreetArt



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Vielen Dank. Bis zur nächsten Episode am kommenden Mittwoch!



📄  Zusatzinfos:

Diese Episode ist erschienen am 29.04.2026 und wurde aufgenommen am 17.02.2026.

Titel-Melodie: „Der weite Blick“ generiert von M. Koopmann mit musichero.ai

Der Podcast bietet Kapitelmarken mit Bildern, ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprechern sowie weitere Zusatzinfos. Am besten nutzt du Apps wie Pocket Casts, Overcast, Instacast und andere sog. ‚Podcatcher‘ Apps, die diese Inhalte anzeigen können.

Die Episoden der zweiten Staffel sind zusätzlich auch als Video auf YouTube und im Fediverse auf Makertube abrufbar.

Transkription der Episode anzeigen
Michael Koopmann
Das hier ist Bilder und Geschichten. Ein Podcast über Fotos und was sie mit uns machen. Kein Fachgespräch über Technik, sondern über die Geschichte hinter dem Moment. Jede Folge ein Gast, ein Bild, eine Geschichte fürs Kopfkino. Willkommen bei Bilder und Geschichten. Ja, und herzlich willkommen Stefan Kuhn, der in dieser Folge wieder mein Gast ist. Ich freue mich sehr, dass du heute wieder mit dabei bist.
Stefan K. Kuhn
Ja, ich freue mich auch. Hallo Michael.
Michael Koopmann
So, in deiner letzten Folge haben wir über ein Landschaftsbild gesprochen. Da waren wir mit dir in den Lofoten. Und jetzt wollte ich mal mit dir in ein ganz anderes Genre gehen, denn du bist ja breit aufgestellt. Und ich habe so ein schönes Tweetfoto von dir hier rausgesucht, was du mir geschickt hast. Und ja, da können wir gleich mal ein bisschen darüber sprechen. Aber erzähl doch erst mal, wie bist du denn zur Tweetfotografie gekommen?
Stefan K. Kuhn
Ja, es war einmal ein Angebot des Fuji Stores in Nürnberg, einen halbtägigen Street-Fotografie-Workshop zu veranstalten und der sollte geleitet werden von einem gewissen Thomas B. Jones.
Michael Koopmann
Schöne Grüße an dieser Stelle.
Stefan K. Kuhn
Ja, schöne Grüße an den Thomas. Und da habe ich mir dann gesagt, hey, Nürnberg ist vor der Haustüre. Einen halben Tag kannst du auf jeden Fall dafür mal investieren, um in dieses Genre reinzuriechen. Ja, und kurz darauf war der gebucht und ein bisschen später saß ich dann im, heute muss man ja sagen, alten Fuji-Store. Am Ufer der Pegnitz auf der Terrasse in der Sonne mit fünf, sechs, sieben anderen Interessenten und dem Thomas vor unserer Nase, der uns erklärt hat, wie Streetfotografie funktioniert und der dann auch mit uns noch einen kleinen Spaziergang durch Nürnberg gemacht hat. Und so sind meine ersten Streetbilder entstanden. Und ja, ich habe mir dann gedacht, naja, macht ja Spaß, ist gar nicht so schwierig, wobei das Aufnehmen von Personen immer noch so ein kleines bisschen eine Hürde ist.
Michael Koopmann
Ja, das ist immer schwierig, sich zu trauen, diese Leute auf den Chip zu kriegen und wirklich das Foto mit denen zu machen. Aber was interessiert dich denn dann besonders an der Street Photography? Weil Fuji-Kameras dafür so toll geeignet sind oder warum bist du dabei hängen geblieben?
Stefan K. Kuhn
Ich glaube, die Fuji-Kamera ist da nicht wirklich schuld dran.
Michael Koopmann
Das bin ich froh. Ich will ja hier nie über Technik sprechen. Dann haben wir schon mal die Marke raus.
Stefan K. Kuhn
Genau. Also es gibt auch genügend Freunde, die das mitkennen. Nikon, Sony, Pentax, Ricoh. Puh, wen habe ich jetzt vergessen? Machen und die da genauso gut fotografieren können. Das war halt das, was ich nun mal hatte. Und nachdem ja Thomas B. Jones X-Photographer ist, ist halt der Link zwischen dem Fuji-Store und ihm auch irgendwo naheliegend.
Michael Koopmann
Das Schöne an Thomas ist ja, ich glaube, der kann einem eigentlich alles verkaufen, weil er kann so schön erklären, mit dem, der könnte einem glaube ich wirklich jede Art der Fotografie schmackhaft machen mit seiner Art, das rüberzubringen.
Stefan K. Kuhn
Man könnte fast meinen, der wäre mal im Vertrieb gewesen. Nee, aber was mir daran Spaß macht, ich habe früher eigentlich immer Bilder gemacht, nur Landschaften und habe immer, oder Reisefotografie in der Stadt und habe dann immer gewartet und gewartet, bis endlich alle Personen aus dem Bild raus sind. Und habe dann irgendwann festgestellt, naja, so schlecht ist das gar nicht, wenn da die ein oder andere Person mal mit im Bild drin ist, dass die… Dem Ganzen noch etwas und ja, vieles ändert sich ja auch heute in den Städten oder wo auch immer man dann fotografiert, relativ schnell und dann ist man vielleicht ganz froh, wenn man in fünf, sechs, sieben, zehn Jahren sagen kann, hey, guck mal, wie das damals da ausgeschaut hat.
Michael Koopmann
Ja, das ist einfach schön an dieser Street-Photography und ja, schön an Leuten im Bild zu haben, Denn irgendwie, wenn man so eine Person im Bild kriegt, dann kommt auch gleich diese Geschichte mit und ja genau die Geschichte, die ich ja hier gerne in dem Podcast erklären oder zeigen möchte. Aber ich versuche jetzt mal den Weg zu deinem Bild zu finden, das du uns mitgebracht hast. Denn da ist auf jeden Fall eine Person drin und gleich noch eine Comicfigur als Person. Also eigentlich haben wir da zwei drauf. Und ja, das Ganze ist ein Bild im Querformat. Und ja, wir sehen halt hier so eine typische Streetart-Szene irgendwo im alltäglichen Leben in, da kommen wir bestimmt gleich nochmal zu. Und ja, wir sehen hier ein relativ schmuckloses Rolltor, so als Haupthintergrund. Aber darauf hat irgendeiner eine Bart Simpson-Figur draufgesprayt, also so eine gelbe Figur mit blauem T-Shirt und der Bart Simpson hat eine Spraydose in der Hand und sprüht gerade irgendeinen Spruch, den ich so wirklich identifizieren kann auf dieses Rolltor, guckt aber nach hinten irgendwie so ein bisschen etwas. Und erschrocken und das spielt sich so alles auf der linken Bildhälfte ab und wenn wir jetzt auf die rechte Bildhälfte gucken, da kommt dann die Person ins Bild, denn da ist jemand, ein älterer Herr in einem roten Overall, rote Mütze und schiebt einen Einkaufswagen voll, ja ich würde mal einfach sagen gedöns, das ist irgendwie Verpackung und weiß ich nicht was, da vorher vor diesem Rolltor und guckte relativ starr nach vorne. Ich meine, er versucht wahrscheinlich den Fotografen möglichst gut zu ignorieren. Aber jetzt haben wir diese beiden Bildseiten und die interagieren sehr schön miteinander, denn es sieht so ein bisschen aus, als ob dieser Herr jetzt den Bart Simpson entdeckt hat oder halt entdeckt hat, wie er gerade dieses Graffiti draufsprüht. Und so haben wir gleich da eine wunderbare Geschichte in diesem Bild. Ja, Stefan, wie ist es denn zu dieser Geschichte gekommen?
Stefan K. Kuhn
Ja, zu dieser Geschichte ist es gekommen, weil ich schon seit mehreren Jahren ein Online-Seminar Abenteuer Reportage Fotografie besuche, das du ja glaube ich auch kennst.
Michael Koopmann
Da sind wir jetzt schon wieder beim Thomas. Ich glaube, der muss mal in den Podcast hier reinkommen demnächst.
Stefan K. Kuhn
Richtig, genau. Und das wird ja gemacht von Kai Beermann und Thomas B. Jones. Und die bieten auch Workshops an in verschiedenen Städten. Sowohl kleine, die eben auch nur einen Tag lang gehen, als auch größere, die dann über fünf, sechs Tage gehen und. An hübschen Locations stattfinden. Und genau so bin ich eben zu diesem Bild gekommen. Ich habe einfach den Street Photography Workshop in Cannes gebucht und bin dann eben auch dorthin gefahren. Und ja, wenn man schon mal dahin fährt, dann nimmt man sich noch zwei, drei Tage davor und danach Zeit, um sich ein bisschen mit der Stadt dann auseinanderzusetzen. Und um sich ein bisschen besser auszukennen. Und so bin ich am ersten Tag dort, bevor der Workshop eigentlich angefangen hat, mit einem Fotofreund, dem Rainer Wiemers, schöne Grüße nach Hamburg, losgezogen, um Street Art zu fotografieren. Denn in Cannes finden ja die Filmfestspiele statt und da gibt es eine ganze Menge Häuser oder Fassadenteile, die mit Film- oder Kinomotiven bemalt sind. Und bei unserem Rundweg, um diese ganzen Motive abzuklappern, sind wir eben auch hier an diesem geschlossenen Rundweg. Getränke- oder Imbissstand vorbeigekommen. Und so ist dann eben dieses Bild entstanden.
Michael Koopmann
Ja, da ist doch schon das perfekte Street-Photography-Bild entstanden. Hat man dir im Workshop nachher überhaupt noch was beibringen können?
Stefan K. Kuhn
Ja doch, ja doch. Den Workshop hat ja nicht nur der Kai alleine, sondern auch die Pia Paulin gemacht, die unsere Reiseführerin sozusagen war, weil sie dort eben wohnt und lebt und sich entsprechend perfekt auskennt. Und die konnten uns schon noch eine ganze Menge zeigen und bei der Bildbesprechung dann auch noch eine ganze Menge Tipps und Ratschläge geben.
Michael Koopmann
Ja, die Pia stellt ja sehr oft so ein paar Stweetbilder von Cannes und der Region ins Insta und da kriegt man ja immer sofort Fernweh. Es gibt ja definitiv schlechtere Ecken der Welt, wo man leben kann oder wie du halt mal ein bisschen Urlaub und einen Workshop machen kannst. Es ist ja einfach irgendwie immer Sonne da unten gefühlt.
Stefan K. Kuhn
Ja, außer letztes Jahr im April. Da hatten wir nur zeitweise Sonne und hatten auch bedeckten Himmel und graue Wolken über der Côte d’Azur. Das hat dann nicht gar so sehr nach Strandleben und sowas ausgeschaut. Aber es war trotzdem sehr angenehm, deutlich wärmer als hier in Deutschland und hat viel Spaß gemacht, auch wenn wir einmal sogar richtig nass geworden sind.
Michael Koopmann
Und naja, das gibt dann halt die besonderen Regenbilder mal, die sonst keiner hat. Aber jetzt erzähl mal, ihr wart also ein bisschen unterwegs, habt euch eigentlich nach Street Art umgeguckt. Also diese großen Wandbilder, Mewels, die es ja inzwischen in vielen Städten gibt und wo es sich einfach mal lohnt, dann da bewusst nachzusuchen und mal bewusst drauf zu gucken. Aber wie bist du auf dieses Graffiti gekommen?
Stefan K. Kuhn
Das war jetzt wirklich ein Zufallsfund. Der Rainer hatte schon in anderen Städten eben Streetart fotografiert und hat das auch hier für Cannes schon entsprechend vorbereitet. Und dann haben wir eben auf den Stadtplan geguckt, da und da und da und dort müssen wir hin. Und auf dem Weg dahin, und ich glaube, das war unser zweites Motiv, sind wir dann halt dort vorbeigekommen. Ein bisschen das Gemeine war, wir hatten schon unser eigentliches Motiv vor Augen, sind darauf zugesteuert. Und dann habe ich zu ihm gesagt, du, der Bart Simpson, den muss ich nochmal in Ruhe. Und dann bin ich wieder zurückgegangen, habe erstmal nur das Bild fotografiert, weil halt gerade niemand da war. Und dann habe ich eben… Die Straße runtergeschaut und gesehen, hey, da kommt einer mit seinem kleinen Lieferwagen, der in dem Fall hier so ein Einkaufswagen vom Supermarkt ist und nähert sich halt. Ich habe gesagt, na die zwei zusammen in einem Bild, das könnte doch ganz nett sein. Und dann habe ich mich einfach da an die Seite, auf die andere Straßenseite gestellt, und gewartet, bis der Herr dort mit seinem Wagen vorbeigefahren ist und dann einfach im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt.
Michael Koopmann
Ich habe ja schon eine Episode mit dem Gregor Nick aufgenommen. Da haben wir auch schon mal ein Street-Photography-Bild durchgesprochen. Und da haben wir auch schon mal darüber gesprochen, dass es ja den Jäger und den Fischer gibt. Zu welcher Kategorie würdest du dich zuzählen?
Stefan K. Kuhn
Auf jeden Fall zu den Fischern.
Michael Koopmann
Also du hast die Ruhe an so einem Motiv zu campen und zu warten, bis das richtige Motiv anbeißt.
Stefan K. Kuhn
Genau. Notfalls bringt man einen kleinen Klappstuhl mit, dann hält man länger durch. Na, Scherz beiseite. Nee, das mache ich öfter, dass ich mich dann wirklich, wenn ich irgendeine Ecke, wo das Licht passt, weil es durch irgendeinen Straßenzug jetzt irgendwie der Sonnenstrahl durchfällt oder… Wo ein spezieller Hintergrund ist, wie jetzt hier in dem Fall, dass ich mich dann da hinstelle und dann auch durchaus sage, so und jetzt schauen wir mal, was hier so alles noch in den nächsten Minuten passiert. Klar, irgendwann sage ich dann auch, jetzt habe ich mir die Beine in den Bauch gestanden, jetzt muss ich mal wieder ein paar Schritte gehen und suche mir dann halt die nächste Ecke. Aber ich sage auch mal 70, 80 Prozent der Street-Bilder von mir, die stammen aus der Fischerei.
Michael Koopmann
Aber es reicht, wenn ein kleiner Fisch beißt. Es ist jetzt nicht so, dass du dann Stunden dort stehst, bis halt genau der richtige Fisch vorbeikommt.
Stefan K. Kuhn
Nein, nein, nein. Ich meine, dass der jetzt hier ein rotes Käppi und einen roten Kittel oder Overall anhat, das ist natürlich klasse, weil ich habe die rote Schrift auf der Tür, ich habe links die rote Begrenzung von diesem Rolltor. Aber das passt zu dem Blau-Warm-Kalt-Kontrast, passt halt gut zusammen.
Michael Koopmann
Stefan, das ist ein Podcast, das keiner kann es nachvollziehen. Du kannst natürlich jetzt behaupten, dass du bewusst auf ihn so gewartet hast.
Stefan K. Kuhn
Nein, da bin ich ehrlich, das war Glück. Und das gehört bei der Street-Fotografie halt auch ein bisschen mit dazu. Weil so ist das Leben halt. Es passiert. Und mal passiert es schneller und mal passiert es halt gar nicht.
Michael Koopmann
Glück, mal hat man Pech, ja.
Stefan K. Kuhn
Genau.
Michael Koopmann
So, jetzt finde ich ja gerade so Streetart ist es wirklich eine interessante Sache, weil das schult meiner Meinung nach so ein bisschen den Blick auf spannende Dinge. Weil wenn man da einmal wirklich darauf achtet, sieht man das an eigentlich allen Ecken. Und wenn man dann noch irgendwie so bestimmte Dinge sieht, also ich kenne hier aus Köln, da gibt es zum Beispiel irgendein Künstler, der klebt so Teller an die Wänden, die irgendwie Sprüche haben. Und wenn man das einmal gesehen hat und das Auge so ein bisschen dann halt darauf eingeschossen, sieht man plötzlich dann diese Streetart an allen Ecken. Und das finde ich einfach super interessant, einfach so das fotografische Auge zu schärfen. Aber natürlich bietet sich dann auch immer mal ein interessantes Bild an von der Streetart an sich oder halt irgendwas, was damit interagiert. Deswegen kleiner Aufruf, schon mal, wer ein schönes Streetart-Bild hat, darf sich natürlich einmal melden unter podcast.bilderzeigen.de Dort im Kontaktformel einfach mal anschreiben und dann vielleicht mal das Streetart-Bild dann hier in einer der nächsten Folgen vorstellen. Aber Stefan, was habt ihr noch so erlebt? Was habt ihr noch so in Streetart dort gesehen in Cannes?
Stefan K. Kuhn
Und Street Art, es waren halt Schauspieler auf den Hauswänden. Ich glaube, der Monsieur Belmondo war an einer Wand. Es gibt am Hafen unten ein Haus mit vielen Fenstern, Balkon und so weiter, was dann bemalt worden ist mit ganz vielen kleinen Szenen aus unterschiedlichen Filmen. Ob das jetzt dick und doof ist oder ob das jetzt auch irgendein Cartoon war oder ein Klassiker. Auf jeden Fall vor dem Haus, da kann man dann schon mal eine Viertelstunde stehen, bis man sich so alle diese einzelnen Szenen angeschaut hat. Und in vielen Fällen geht es einem dann so, dass man sagt, ja, die Szene kenne ich, aber wie hieß denn dieser blöde Film nochmal? Und dann zückt man schnell sein Telefon und fängt an zu googeln. Um das dann eben rauszukriegen. Und ja, der Tag ist dann relativ schnell und wie im Fluge vergangen, muss ich sagen.
Michael Koopmann
Tja, das ist ja leider oft so, wenn man mit der Kamera unterwegs, dass die Zeit förmlich rennt und ruckzuck das Licht wieder weg ist oder der Magen so stark nach Essen schreit, dass man doch mal irgendwie eine Pause einlegen soll. Und ja, dann man sich schon wieder auf den nächsten Tag fokussieren muss mit den nächsten Bildern.
Stefan K. Kuhn
Genau.
Michael Koopmann
So, jetzt hast du einmal kurz erzählt zum Workshop. Was passiert bei so einem Workshop? Ist das nur betreutes Fotografieren? Also ihr werdet an die passende Stelle gestellt und müsst nur noch auf den Abauslöser drücken oder wie läuft so ein Workshop dort ab?
Stefan K. Kuhn
Nein, es ist kein Kreuz auf dem Boden, wo man sich hinstellen muss oder ähnliches. Aber eine gewisse Betreuung ist natürlich da, gerade wenn man in einer Stadt zugange ist, die man nicht kennt. Und Pia und Kai kennen halt dann schon da Ecken und Winkel, wo halt das Licht mal interessant sein kann, wo halt viel los ist oder wo man einen schönen Hintergrund hat. Allerdings heißt es da nicht, schau mal, da ist jetzt der Hintergrund und jetzt stellst du dich hier hin und wartest, bis da von links einer mit einem blauen Jackett durchgelaufen kommt. So ist es nicht. Ja, Es hatte auch jeder ein unterschiedliches Level oder Erfahrungslevel an Street-Fotografie. Der eine hat gesagt, ja, ich würde gerne eine Bilderserie machen. Der andere hat gesagt, ja, ich bin schon über ein Einzelbild glücklich. Und so ist halt jeder nach seinem Wunsch dann auch betreut worden. Was bei dieser kleinen Gruppe mit zwei Referenten natürlich gut möglich war. Also wir waren acht Teilnehmer und zwei Referenten und dann geht das natürlich prima. Wir haben uns auch zwischendurch aufgeteilt und sind die einen rechts rum, die anderen links rum. Die einen wollten heim, die anderen sind noch ein bisschen länger geblieben. Und das sind so Dinge, die dann einfach umzusetzen sind. Und wir haben ja nicht nur Cannes besucht, wir haben auch Nizza und Monaco besucht. Das ließ sich mit dem Zug wunderbar in einer Viertelstunde jeweils erreichen. Und hatten da dann also Motive ohne Ende. Sehr hilfreich waren natürlich die beiden Bildbesprechungen, die wir hatten. Die haben wir dann quasi auf die Regennachmittage gelegt und konnten dann unsere Bilder da in Ruhe durchsprechen. Und haben dann auch die entsprechenden Kommentare von Pia und Kai dazu bekommen.
Michael Koopmann
Ich finde aber, diese Bildbesprechungen in so einem Workshop sind eigentlich immer das Interessanteste, weil ich glaube, man kann zehn Fotografen an die gleiche Stelle packen, in die gleiche Richtung drehen und man wird zehn unterschiedliche Bilder herauskriegen und man könnte da wahrscheinlich auch zehn Podcast-Folgen hierfür drehen, weil einfach jeder ein anderes Auge hat und irgendwie anders an so ein Bild rangeht und am Ende natürlich auch ein ganz anderes Bild dabei rauskommt. Das finde ich einfach super interessant.
Stefan K. Kuhn
Definitiv. Also das fasziniert mich auch jedes Mal wieder, wie unterschiedlich jeder Fotograf dann die Szene, sage ich jetzt mal, wahrnimmt. Und selbst wenn alle mit einer Kamera und einem 35mm Objektiv, wie das ja so in der Street-Fotografie oft üblich ist, unterwegs ist.
Michael Koopmann
Der komplett gleichen Ausrüstung.
Stefan K. Kuhn
Genau. Dann trotzdem sind die Bilder anders. Bei Landschaft verstehe ich es leichter. Der eine hat das Weitwinkel, der andere holt seine lange Tüte raus. Und dass dann natürlich andere Bilder und Bildausschnitte kommen, ist klar. Aber selbst eben hier in der Street-Fotografie sind die Ausschnitte, die Betonungen, Schwarz-Weiß und Farbe so unterschiedlich. Also das ist, wie du schon sagst, ein sehr essentieller und spannender Teil, diese Bildbesprechung.
Michael Koopmann
Ja, und jeder erlebt dann noch seine eigene Geschichte zu dem Bild und kann dazu was erzählen. Und ja, vielleicht fühlt sich gerade hier bei den Hörer und Hörerin irgendeiner angesprochen, sein Bild dann auch mal hier zu zeigen. Ihr könnt euch gerne melden bei mir, wenn ihr unter podcast.bilderzeigen.de schaut. Und dort findet ihr dann auch nochmal das Bild vom Stefan in komplett und Gänze und ihr auch ein Kommentarfeld, wo ihr gerne dann einen schönen Kommentar für Stefan hinterlassen könnt oder halt hier auch zum Podcast, wie ihr die Folge fandet. Und ja, Zeit, mich haben wir schon wieder hier die Viertelstunde mehr als gerissen. Deswegen sage ich mal schnell, Stefan, vielen, vielen Dank, dass du dieses Bild hier mit in den Podcast gebracht hast. Und ja, gerne bis demnächst mit einem neuen Bild.
Stefan K. Kuhn
Ja, herzlich gerne. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.
Michael Koopmann
Bis dann. Tschüss. Ich bin’s nochmal. Ich hatte diese Episode bereits Mitte Februar mit Stefan zusammen aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass gerade dieses Bild in der Community-Ausstellung des Fuji Stores in Nürnberg groß zu sehen sein wird. Stefans Bild aus dieser Episode und auch das Bild von Uwe Rosig aus der allerersten Episode dieses Podcasts sind dort noch bis zum 13. Juni in der großen Ausstellung zu sehen und über den Podcast so auch zu hören. Mit Stefan und Uwe habe ich eine Sonderfolge des Podcasts aufgenommen, die am kommenden Freitag, den 1. Mai, erscheinen wird. Wir sprechen darüber, wie es ist, wenn das eigene Bild in einer Ausstellung hängt. Aber auch, wie es dazu gekommen ist und dass jeder sich trauen sollte, auch seine Bilder bei Wettbewerben einzureichen. Denn ihr wisst ja, Hashtag, weil Bilder gezeigt werden wollen. Hört also gerne mal rein in die Folgen und schaut euch auch gerne die Ausstellung in Nürnberg an. Weitere tolle Fotografie-Veranschauung findet ihr übrigens auch auf meiner Seite bildertermine.de. Wenn dir mein Podcast gefällt, erzähl es gern weiter und lass doch bitte eine kurze Bewertung bei zum Beispiel Apple Podcast da. Dies hilft, die Reichweite des Podcasts weiter zu erhöhen. Und natürlich freue ich mich weiter, wenn weitere Personen Lust haben, hier ihr Foto zu teilen. Dafür müsst ihr keinesfalls in einer Galerie hängen. Es reicht vollkommen, wenn ihr eine schöne, spannende, interessante oder lustige Geschichte zu eurem Foto habt. Alle Infos, wie ihr zu mir kommt, findet ihr unter podcast.bilderzeigen.de. Ich danke dir. Bis zur nächsten Folge von Bilder und Geschichten am kommenden Mittwoch. Euer Michael.

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt und nicht manuell geprüft oder korrigiert. Die Erkennung ist nicht fehlerfrei, daher können Inhalte falsch sein. Maßgeblich ist immer das im Podcast gesprochene Wort


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