Dia 24 – Beim Klassentreffen der Streetfotografie mit Kristian Langer

Genre:

Das jährliche „Meet & Street“-Treffen der Streetfotografie-Szene findet jeden Sommer in einer anderen Stadt statt – letztes Jahr Dresden, dieses Jahr Freiburg am 11. Juli 2026, immer organisiert von einem anderen Streetfoto-Collective. Kristian Langer erzählt, wie Fotografen sich austauschen, gemeinsam durch die Stadt streifen und Motive jagen – und wie aus einem einzigen Moment trotzdem…

Schwarz-Weiss Bild im Querformat

Hier sieht man eine Gruppe von etwa sechs Fotografen vor einem historischen Gebäude.
Sie knien und stehen um eine große Pfütze auf dem Kopfsteinpflaster, halten konzentriert ihre Kamera und Handy hier rein. Jeder hat eine andere Position
Jeder hat Kamera und Stativ dabei, einige mit Rucksäcken und Caps.
Die Pfütze spiegelt das Gebäude mit Säulen, Statue und Turm perfekt wider.
In Schwarz-Weiß wirkt die Szene zeitlos und humorvoll.
Ein Moment der Leidenschaft, bei dem die Fotografen das perfekte Spiegelbild jagen.
Bild von Kristian Langer

Ein Motiv – viele Varianten

Bild von Melli ‚@82streetcaptures‘

Bild von ‚Thorsten ‚der Lichtsetzer‘

Ergebnis von Uwe Rosik

Wenn Fotografen, Fotografen fotografieren und dabei fotografiert werden…

Auf dem Bildern seht ihr auch 2 Fotografinnen Diana ‚@mood_of_moments‘ und Karin ‚@ka_ta_zi.street‘ und natürlich gibt es auch von dieser Seite der Pfütze ein Bild 🙂

Bild von Karin ‚@ka_ta_zi.street‘

Grossen Dank an alle Fotografen und Fotografinnen das ihr mitgemacht habt und mit die Bilder zur Verfügung gestellt habt. Wir sehen uns dann in Freiburg.

Shownotes

Teilnehmer diese Episode:

Michael Koopmann
Kristian Langer

Die andere Episode mit Kristian Langer:

Weitere interessante Episoden:

Folgende Episoden wurde im Podcast erwähnt oder könnten für dich auch interessant sein:



⛓️‍💥Links zur Episode:

Meet & Street 2025 in Dresden

Meet & Street in Freiburg am 11 Juli 2026

Pfützen-Fotografie und Spiegelungen

Streetphotography

Auf dem Bild



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📄  Zusatzinfos:

Diese Episode ist erschienen am 24.06.2026 und wurde aufgenommen am 13.03.2026.

Titel-Melodie: „Der weite Blick“ generiert von M. Koopmann mit musichero.ai

Der Podcast bietet Kapitelmarken mit Bildern, ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprechern sowie weitere Zusatzinfos. Am besten nutzt du Apps wie Pocket Casts, Overcast, Instacast und andere sog. ‚Podcatcher‘ Apps, die diese Inhalte anzeigen können.

Die Episoden der zweiten Staffel sind zusätzlich auch als Video auf YouTube und im Fediverse auf Makertube abrufbar.

Transkription der Episode anzeigen
Michael Koopmann
Das ist Bilder und Geschichten, ein Podcast über Emotionen, Erinnerung und die Kraft der Fotografie. Keine Zahlen, keine Technik, sondern echte Menschen mit echten Momenten. Jede Folge ein Gast, ein Bild und eine Geschichte, die du hören kannst. Willkommen in der neuen Episode dieses Podcasts. Und wie gesagt, herzlich willkommen zu diesem schönen Podcast und zu einer ganz neuen Geschichte, die wir heute mitbringen. Und dafür habe ich den Christian Langer erneut bei mir, der uns heute, ja, ich glaube, ein ganz besonderes Bild mitgebracht hat. Da werden wir viel Spaß mit haben. Aber erst mal hallo Christian.
Kristian Langer
Ja, moin Michael.
Michael Koopmann
Wir haben dich in der ersten Folge schon als Street-Fotografer kennengelernt, aber der auch Landschaftsbilder macht und war mit dir in Bremen unterwegs. Auch heute haben wir ein Bild, ja, Kategorie Street-Fotografie, aber es ist halt auch Kategorie Fotografen, Fotografieren, Fotografen. Erzähl doch mal, wie es zu diesem Shot gekommen ist.
Kristian Langer
Ja, das Bild ist 2025 beim Meet in Street in Dresden entstanden. Und es haben sich nachher dann bei den Walks so ein bisschen Kleingruppen gebildet. Ja, und dementsprechend so eine kleine Truppe rennt dann und läuft mal lustig rum. Und da war natürlich eine Spiegelung in der Pfütze. Und wir kennen alle Fotografen, Spiegelungen, da sind wir bei. Und jetzt hätte ich natürlich mich dazu einreihen können auf dem Bild. Aber andererseits dachte ich, gut, das machen jetzt alle das Foto. Ich fand halt die Skurrilität durch die Fotografen, die sich selber davor die Spitze stellen, natürlich durchaus lustiger und ja.
Michael Koopmann
Das klären wir gleich mal auf, warum Pfützen Fotografen magisch anziehen in der Stadt. Aber ich versuche mal einmal kurz das Bild zu beschreiben, damit jeder so eine grobe Vorstellung hat, über was wir hier sprechen. Denn wir haben hier erstmal ein schwarz-weißes Bild, das Ganze im Querformat. Wir sehen hier im Hintergrund so typisch Dresden alte Gebäuer und eine alte Laterne. Ganz im Hintergrund auch ein paar Autos rumstehen. Und auf dem Kopfsteinpflaster sind jetzt eine ganze Menge Fotografen, die knien oder stehen gebückt vor einer Pfütze, die am linken Bildrand ist. In dieser Pfütze sehen wir eine leichte Spiegelung. Und ja, jeder dieser Fotografen hat irgendwie eine Kamera dabei, entweder vorm Gesicht oder tief gehalten oder eine Handykamera direkt auf dem Boden ist. Also es ist, glaube ich, alles Mögliche an Fotomöglichkeiten und wie man davor stehen kann dabei. Und versuchen halt hier irgendwie ein Bild zu machen. Da müssen wir gleich mal zu kommen, was sie denn da wohl versuchen. Und ja, es sind halt zwei Grüppchen im Endeffekt. Einmal mehr auf der linken Seite drei Fotografen oder zwei Fotografen und eine Fotografen und auf der rechten Seite nochmal drei Fotografen. Und da fällt mir einer direkt ins Auge. Das muss der Uwe Rosig sein. Den hatten wir hier auch schon mal im Podcast, der da auch irgendwie gerade versucht, sein Bild zu machen. Ja, und das ist so grob die Aufnahme. Aber erzähl mal, was machen die da an der Pfütze?
Kristian Langer
Also lustigerweise haben wir zwei andere Teilnehmer des Mitten Streets dabei getroffen, die einen bunten Regen-Poncho anhatten. Und die sind uns halt entgegengekommen und dadurch ist halt diese tolle Spiegel mit den bunten Ponchos entstanden. Und lustigerweise, man hätte eigentlich das zweite Bild auch noch mit einblenden müssen. Sie haben gleichzeitig auch die anderen natürlich fotografiert, die ich jetzt hier gerade auch abgebildet habe, auch durch die Pfütze.
Michael Koopmann
Das kannst du mir ja gerne mal zukommen lassen. Dann kommt das mit in die Episodenseite und dann können sich die Hörerinnen auch das Gegenbild dann angucken.
Kristian Langer
Also ich weiß nicht, ob es das Gegenbild noch gibt, weil die Person, die da mit bei war, ich auf Instagram leider nicht mehr finden kann. Ich weiß nicht, ob der Account gelöscht wurde. Deswegen, das Bild existiert leider auch nirgends wo mehr. Ich muss mal gucken, ob ich es noch vielleicht noch habe, aber ich glaube, es ist nicht mehr da.
Michael Koopmann
Ich frage mal den Uwe, der kennt eigentlich jeden.
Kristian Langer
Das stimmt anders, da hast du recht.
Michael Koopmann
So, aber die Faszination einer Pfütze, für alle, die jetzt nicht in der Fotografie unterwegs sind, ist halt so, so eine Pfütze kann halt magisch anziehend sein. Also erst mal eine Pfütze hier ein Anzeichen für, es war schlecht Wetter und das war es, soweit ich gehört habe, bei diesem Meet-in-Suite in Dresden auf jeden Fall. Es hat irgendwie sehr viel geregnet, deswegen auch Pfützen. Aber normalerweise, wenn es dann nicht mehr regnet, freuen sich Fotografen total über Pfützen. Denn wenn man da nah rangeht, hat man eigentlich immer eine Spiegelung und kann halt wunderbar Motive halt plötzlich verdoppeln, dass man halt irgendwie oben das Gebäude hat. Unten spiegelt sich das Gebäude nochmal in der Pfütze oder Personen, die sich dann da unten spiegeln. Man kann auch nur die Spiegelung machen und halt irgendwie über Bande fotografieren im Endeffekt, dass man nur da drin Leute oder das Motiv hat. Deswegen so eine Pfütze immer interessant. Man muss ja auf jeden Fall heruntergehen in die Knie oder so tief wie möglich da dran. Deswegen ist hier, glaube ich, das Handy auf jeden Fall von Vorteil. Das kann man mehr oder weniger in die Pfütze halten und dann kann man umso mehr Spiegelung da reinkriegen. Deswegen, ja, ich bin auch inzwischen so von Pfützen magisch angezogen. Und ich habe auch schon Fotografen gehört, die bringen die Pfützen mit anscheinend.
Kristian Langer
Ja, das habe ich durchaus auch schon gehört und ich habe es sogar einmal erlebt. Ehrlich gesagt, ja, soll jeder machen, das was er mag. Ich muss dazu leider sagen, ich persönlich bin gar nicht so ein Riesenfreund von 14. Ja, man kann sie mitnehmen, aber ich finde, sie wurden schon so oft in Kombination fotografiert und mit Gebäuden, okay, bin ich noch dabei, aber mit Menschen, es ist nicht so ganz meine Welt, aber es ist legitim, aber das muss ja jeder selber wissen, ne? Keine Frage.
Michael Koopmann
Ich bin ja ein Fan auch von der Spiegelung an sich. Der gute Thomas B. Jones hat mir mal einen kleinen Tipp gegeben oder in irgendeiner Podcast-Folge auch, dass er immer so einen kleinen Taschenspiegel mit dabei hat, der, wenn man gerade keine Pfütze zur Hand hat, man auch prima unter das Objektiv halten kann. Dann hat man immer so einen kleinen Störer unten im Bild, womit man jedes Bild ja so ein bisschen aufwerten kann. Lange weiß Motiv, aber man hat plötzlich was im Vordergrund und zack ist so ein Bild wieder interessant.
Kristian Langer
Ja, wir hatten da beim letzten Walken eine sehr interessante Idee gehabt. Die Aufgabe war gewesen, das WDR-Stadion unter anderem zu fotografieren. Und er hat einfach sein Smartphone als spiegelnde Fläche genommen.
Michael Koopmann
Ja, genau, das geht auch.
Kristian Langer
Was ja durchaus auch geht mit dem Display, wo ich dachte so, das ist ja mal eine geniale Idee, weil das haben wir wirklich dabei, da brauche ich keinen Spiegel mitnehmen oder so. Und es war so an dermaßen tolle Aufnahme wirklich fasziniert.
Michael Koopmann
Ja, eine ganz neue Art der Smartphone-Fotografie.
Kristian Langer
Genau.
Michael Koopmann
Ja, man braucht nur die Ideen und die Ideen kann man sich halt immer prima bei anderen abgucken, denn da gibt es sie halt und dafür sind halt diese Fotowalks gut. Wir haben glaube ich in der letzten Episode schon mal darüber gesprochen, was ihr so in Bremen beim Street Musikantenkollektiv macht und jetzt bist du hier beim Meet in Street in Dresden. Erzähl mal, was denn es mit dieser Veranstaltung überhaupt auf sich hat.
Kristian Langer
Das Medien-Street ist ja praktisch das Klassentreffen der Street-Fotografen in Deutschland, könnte man sagen. Also wirklich ganz Deutschland und teilweise auch schon außerhalb, also Schweiz, Österreich. Ich glaube, das Jahr davor in Hamburg waren sogar welche aus Skandinavien mit dabei.
Michael Koopmann
Ja, cool.
Kristian Langer
Kommen wirklich alle zusammen und tauschen sich halt einfach aus, bilden Gräubchen und erkunden mal die entsprechende Stadt. Und im Regelfall ist es so, dass ein Kollektiv, zumindest was in der Vergangenheit so, das halt irgendwo beheimatet ist, die sich sozusagen veranstaltet. Da ist dann meistens auch noch eine Ausstellung, die man sich mit angucken kann. Und ja, es hat wirklich sehr, sehr, sehr viel Spaß gemacht. Obwohl das Wetter sehr, sehr schlecht war, muss man klar sagen. Es hat wirklich die ganze Zeit mal wieder geregnet. Hier hatten wir mal eine trockene Pause. Aber die Klamotten waren schon teilweise ganz schön durch. Aber man hat gesehen, man kann trotzdem in so einer guten Gruppe trotzdem tolle Fotos machen und auch dann kann man sich draußen bewegen. Also es ist das Schöne als Street. Es ist egal, ob es regnet oder trocken ist. Man kann immer raus.
Michael Koopmann
Ja, ich hätte das selbst noch gar nicht geschafft zu einem der Meet & Streets. Aber in diesem Jahr steht es fest bei mir im Kalender. Es ist nämlich der 11. Juli. Und wenn mit dieser Podcast-Folge alles richtig läuft, müsste die ganz kurz davor veröffentlicht werden. Das heißt, wenn ihr das gerade hört, habt ihr bestimmt noch die Möglichkeit, dem 11. Juli Richtung Freiburg zu fahren, denn dort ist das nächste Meet-in-Street. Und dort werden sich so ziemlich alle Street-Photographer, die man irgendwie aus Instagram kennt und die da mehr als drei Follower haben, wahrscheinlich treffen und auch zusammen Bilder machen. Jetzt sind die dann alle zusammen und man ist dann wahrscheinlich am 11. Juli auch in Freiburg da nicht mehr sicher, weil halt durch die ganze Stadt halt Street-Photographer laufen und wild Bilder machen. wie läuft das ab? Was geht dann da überhaupt vor sich?
Kristian Langer
Naja, also es war so gewesen, es gab offizielle Walks sozusagen, die man hätte machen können, die auch begleitet wurden durchaus. Ähm, Wir haben uns nachher allerdings dazu entschieden, dass wir uns sozusagen auf eigene Faust losgemacht haben. Das heißt, wir haben uns da, viele von den Fotografen, die wir hier auf dem Foto aussehen, kannte ich durchaus vorher, zum Beispiel der Uwe, als auch der Thorsten, Florian und ähnliches. Also von daher, wir kannten uns schon durchaus, ein paar andere Gesichter kamen noch frisch hinzu und ja, da hat man sich halt einfach zusammen connectet und ist dann losgelaufen sozusagen und ja, die Stadt erkundet.
Michael Koopmann
Ja und das heißt ja im Endeffekt, dass man auch mehr oder weniger ohne Plan loslaufen kann. Also gerade ja Dresden, wenn ich es kenne, hat ja tausend Möglichkeiten. Freiburg wahrscheinlich auch. Und dann mal gucken, was sich so an Motiven ergibt. Aber wenn man jetzt hier zu, wie viel seid ihr da? Sechs unterwegs? Ne, sieben mit dir dann wahrscheinlich.
Kristian Langer
Dürfen so acht, neun gewesen sein.
Michael Koopmann
Rennen dann plötzlich alle Passanten weg, weil sie sehen so viele Fotografen auf einmal. Oh Gott, oh Gott, was passiert hier? Oder wie läuft das dann ab?
Kristian Langer
Nein, eigentlich gar nicht. Lustigerweise fällst du in solchen Gruppen teilweise weniger auf, als wenn du alleine unterwegs bist. Weil so sieht es dann eher wie eine touristische Gruppe aus, eine Reisegruppe, die irgendwo hin ist. Kann ja auch durchaus mal sein und die dann irgendwelche Sachen fotografiert und es fällt dadurch relativ wenig auf. Man glaubt es gar nicht.
Michael Koopmann
Okay, sehr gut. Das ist dann auf jeden Fall schon mal auf jeden Fall noch eine Möglichkeit, dass man ein Bild kriegt. Aber ich kenne es ja auch so. Es ist einfach eine super Möglichkeit, sich zu connecten und einfach mit ein bisschen mit den anderen Fotografen zu palabern und denen halt auch auf die Finger zu gucken, was die denn da irgendwie mit ihrer Ausrüstung gerade machen. Weil wenn wir das auf dem Bild sehen, es ist ja ein Motiv, aber mindestens sechs verschiedene Aufnahmen, nee sieben mit dir, sieben verschiedene Aufnahmen davon, die wahrscheinlich alle anders aussehen, weil ja schon jeder irgendwie auf einer unterschiedlichen Höhe ist vor dieser Pfütze.
Kristian Langer
Ja, absolut. Und was das Tolle war, also es war wirklich so lustig, wir hatten teilweise wirklich Bauchschmerzen vor Lachen. Wir haben uns einfach gegenseitig irgendwie wieder aufgezogen oder ähnliches und deswegen als solche Walks machen einfach riesen Spaß, weil es auch einfach lustig ist, muss man klar sagen.
Michael Koopmann
So, jetzt habe ich gerade in der Vorstellung gesagt, du bist auch in einem Street-Photographer-Kollektiv, den Street-Musikanten-Kollektiv aus Bremen. Muss man da jetzt Mitglied sein in einem Kollektiv, damit man überhaupt A, Fotos machen darf, B, bei Meet & Street oder wie funktioniert das?
Kristian Langer
Nein, das ist das Schöne. Es ist ja sehr liberal und natürlich muss man nicht in einem Kollektivmitglied sein. Im Moment ist es auch so, dass wir aktuell für uns erstmal Deckel drauf gemacht haben, weil wir momentan einfach von der Selbstverwaltung, könnte man sagen, einfach ausgelastet sind. Dementsprechend. Aber natürlich, man kann ja auch mehrere Kollektive in einer Stadt gründen. Es ist nicht so, dass es irgendwie einen Platzhirsch gibt und alle anderen dürfen es nicht. Also es ist keine Frage. Aber grundsätzlich ist der Einstieg natürlich sehr gering. Guckt einfach am besten den Kalender auf virtueller Bilderabend zum Beispiel. Oder auch natürlich bei Instagram. Guckt rein, wo da Termine sind, wo Walks veranstaltet werden. Das ist regelmäßig der Fall. Es kostet auch nichts. Das heißt auch, das Budget ist jetzt nicht irgendwie ein Problem, weil nicht jeder hat vielleicht die finanziellen Möglichkeiten, immer volle Pulle rauf zu gehen. Und wenn ihr da sagt, ihr habt grundsätzlich Interesse, schnappt euch euer Smartphone und kommt von so einem Morgen. Es sagt euch keiner aus, keine Sorge.
Michael Koopmann
Also ich packe auf jeden Fall da einige Links in die Shownotes, wie ihr die Street-Kollektive in eurer Region findet. Und unter bildertermine.de findet ihr auch alle Fotowalks, die zumindest bei mir ankommen und die ich da sammeln kann. Da ist dann vielleicht auch einer in eurer Gegend dabei. Und ja, sonst halt einfach mal so ein Kollektiv ansprechen. Denn das, was ich ja ganz schön finde, kollektiv bringt jetzt irgendwie nach groß durchorganisiert, aber es ist ja eigentlich gar kein Verein oder irgendwas, was dahinter steht an Organisationen. Da sind einfach ein paar Fotografen, die sich halt gefunden haben, zusammengeschlossen und ja, zusammen ein bisschen versuchen, Bilder zu machen, ein bisschen was für die Street Photography, zurückzugeben mit halt diesen organisierten Fotowalks oder es gibt halt auch schöne Ausstellungen, die organisiert werden und ja, noch ein paar irgendwie wie ganz tolle Ideen, die halt dann in dieser Szene sich dann ergeben.
Kristian Langer
Ja, du sagst es, es ist wirklich sehr locker und offen. Natürlich, nicht jedes Kollektiv ist gleich. Ich weiß auch, dass manche Kollektive da durchaus intensiver auch in Planungen und ich sag mal in Strukturen sind, was auch okay ist. Also das muss ja jeder selbst wissen. Aber grundsätzlich ist der Gedanke hinter dem Kollektiv doch sehr liberal und eigentlich nur eine Community, die man zusammen kriegen will. Und zusammen macht es einfach mehr Spaß und zusammen hat man auch mehr Möglichkeiten einfach. Und deswegen, das ist der Gedanke so am Kollektiv eigentlich.
Michael Koopmann
Das ist einfach eine sehr, sehr schöne Idee, so halt zusammenzukommen und so halt auch was für diese Fotografie zu tun. Jetzt Meet in Street, also ihr trefft euch da zum halt durch die Stadt laufen, zum Bildermachen. Was gibt es da noch? Wahrscheinlich einen bunten Abend bei einem Kaltgetränk.
Kristian Langer
Ja, bei einem, zwei, drei oder wie viel auch immer. Durchaus unterschiedlich. Nein, aber es ist natürlich so, dass wir unter anderem auch Ausstellungen dabei sind. Es werden Bilder, meistens gibt es Fotowettbewerbe vorhinein, die dann dort ausgestellt werden. Und es gibt auch immer bisher eine tolle Aktion, dass man selber ein Bild mitbringen kann, entweder ausgedruckt oder vielleicht auf einer Leinwand, was auch immer, das da hinpacken kann. Und dann kann man sozusagen untereinander, werden dann die Bilder sozusagen verkauft. Und diese Erlöse gehen dann an einen guten Zweck, was natürlich auch schön ist, dass man a, seine Bilder auch mal jemand anders zeigen, verkaufen, wie auch immer kann und gleichzeitig was Gutes tut.
Michael Koopmann
Das fand ich auch eine total tolle Idee. Ich habe es einmal hier bei uns gesehen vom Ruhrkollektiv, war das glaube ich, die das gemacht haben, einfach so eine Open Gallery gemacht haben, also ein paar Bilder gesammelt, ja irgendwie einen Bauzaun genommen oder was gerade irgendwie in der Gegend ist. Dort werden dann die Fotos ausgehangen und man macht einfach so eine Bilderausstellung mal ganz ohne irgendwas Besonderes, ohne extra Galerie, besonderen Raum, sondern man zeigt einfach Bilder. Das finde ich eine ganz tolle Idee.
Kristian Langer
Das Ding ist natürlich dabei, mit Street-Fotografie, sage ich auch gut, als wirst du nicht reich, das hängt sich selten jemand in der Arztpraxis oder sonst was rein, was natürlich vielleicht bei der Landschaftsfotografie noch eine Option sein könnte. Und dementsprechend ist natürlich die Nische relativ klein und auch die Hürde relativ groß auszustellen, muss man klar sagen, weil natürlich hinter sowas auch immer Kosten, die natürlich auch finanzierbar sein sollen. Und es ist natürlich schön, wenn man dann das zumindest als Investierte auch für einen guten Zweck nutzen kann.
Michael Koopmann
Die Hürde, jetzt mal da ein Bild selber auszustellen, wenn man jetzt nicht der große Street-Photographer ist mit 10.000 Followern auf Instagram, ist halt auch sehr gering. Man nimmt auch einfach mal sein Bild mit und hängt es dabei und zack ist dann auch mit in der Open Gallery und kann da halt mal einen Tag seine Bilder in Dresden zeigen. Und ja, vielleicht wird es dann noch verkauft für ein paar Euro und hat sowas noch was Gutes getan.
Kristian Langer
Absolut und deswegen, das ist ein sehr toller Gedanke, der auch glaube ich schon seit Anfang an, soweit ich das weiß, bei den Meet-in-Streets immer war, dass diese Open Gallery gemacht wurde. Und ich finde es toll und hoffe auch, dass es lange noch so bleibt, weil es ist einfach eine tolle Idee.
Michael Koopmann
Genau, soweit ich weiß, gehen die Gelder meistens an einen dieser Straßenzeitungen, die es immer so vor Ort gibt, die halt Geld von Wohnungslosen, glaube ich, für Wohnungslose gemacht werden und da Geld reinbringen. Und dort wird das dann meistens hingespendet. Und so landet das Geld dann im Endeffekt auch wieder für Leute auf der Straße.
Kristian Langer
Genau, so ist es. So stießt sich der Kreis dann wieder.
Michael Koopmann
Ja, genau. Jetzt sehen wir hier auf dem Bild vermutlich 10.000 Euro an Ausrüstung, aber eigentlich sehen wir auch auf dem Bild, dass es total egal ist, weil es geht mit allem und jeder macht es halt hier irgendwie anders. Hast du irgendeine Empfehlung, was man mitbringen soll, wenn man jetzt zum Meet in the Street kommt? Und also ganz einfach.
Kristian Langer
Spaß und Interesse an der Street-Fotografie. Mehr braucht es eigentlich nicht. Wie gesagt, also ich habe es nie erlebt, auch bei den Walks, aber auch bei mir in der Street nicht, dass es irgendwie eine Einstiegshürde gibt, was Kamera etc. gibt. Das gibt es einfach nicht. Also bringt das mit, womit ihr euch wohlfühlt. Und wenn ihr sagt, ey, ich komme aus Freiburg, habe mit Street-Fotografie noch nicht viel am Hut gehabt, das Thema finde ich aber interessant. Ja, dann kommt dahin, ist überhaupt kein Thema. Ihr werdet da mit offenen Armen empfangen und ihr werdet es schon sehen. Vielleicht lasst ihr euch inspirieren und sagt, ey, die Kamera finde ich toll, die will ich vielleicht doch mal nochmal holen. Dann macht es. Es ist überhaupt kein Thema. Es ist sehr offen und es ist jetzt keine Gruppchenbildung, die irgendwelche Leute verstößt.
Michael Koopmann
Ja, das ist sogar gefährlich. Man kann auch mal irgendwie eine andere Kamera mal kurz vielleicht mal sich ausleihen oder mal dran anfassen. Oder mal ein anderes Objektiv vielleicht sich von jemandem ausleihen und wenn man Pech hat, gefällt einem das. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Aber es geht halt auch genau andersrum. Ich habe schon jetzt bei einigen Streetwalks jemanden gesehen, der irgendwie mit dem Handy dabei war und plötzlich ganz wilde Ideen hatte und mit dem Handy Sachen gemacht hat, die man halt mit so einer schweren Kamera nicht machen kann. Auch das finde ich halt super interessant, dass damit ja plötzlich auch ganz andere Sachen mitgehen. Deswegen wird mit Sicherheit keiner ausgelacht, der jetzt mit dem Handy Fotos macht. Also ich habe vor denen auf jeden Fall immer großen Respekt, weil da ist dann plötzlich ganz viel Kreativität noch drin.
Kristian Langer
Man ist ja doch im Smartphone in Anführungszeichen doch ein bisschen limitierter. Ich kann jetzt keine anderen Objektive aufschrauben. Bouquet etc. ist ja meistens eher künstlich. Also man hat das schon stark limitiert, was ja viele Street-Fotografen lustigerweise eigentlich auch sein wollen. Durch entsprechende Objektive, Kameras, was auch immer. Und genau da bin ich es eigentlich. Und ich versuche dann ziemlich aus Wesentliche aufs Composing und höchsten Respekt an die Leute, die es komplett mit dem Handy machen und da auch Lust zu haben. Natürlich, wie gesagt, ist Haptik-Frage natürlich. Ich habe lieber eine Kamera in der Hand mit ein paar Rädchen und Knöpfchen als ein Handy. Aber das ist irgendwie der Geschmack. Und wenn ich das nicht brauche, dann ist das völlig klar und gar keine Frage sowieso. In Ordnung, wenn man da mit dem Smartphone losrennt. Klar.
Michael Koopmann
Ja, da muss im Endeffekt jeder sein Gerät finden und ich sage immer gerne, da muss auch jeder so seinen Zauberstock finden im Endeffekt, womit er nachher die Sache mit macht. Denn es gibt glaube ich keine Regel, dass das mit Kameramarke XY jetzt am besten geht, sondern die Kamera muss einem irgendwie gut in die Hand legen und Spaß machen und das kann nachher alles sein. Hauptsache man kommt da gut mit um und kann es halt irgendwie bedienen, dass halt auch gute Bilder dann dabei rausfallen.
Kristian Langer
Ja, absolut. Also natürlich, ohne jetzt groß die Technikfrage jetzt hier zu stellen, was wollen wir auch bewusst rauslassen.
Michael Koopmann
Um Gottes Willen, die soll ja hier gar nicht rein.
Kristian Langer
Deswegen, aber zum Beispiel ich fotografiere mit Canon, was im Street-Photography-Segment doch eher selten der Fall ist. Noch nie jemand sagt, warum fotografierst du denn damit? Das gibt es nicht. Also es ist eigentlich völlig egal, muss man sagen.
Michael Koopmann
Ja, okay, die Kennen-Selbsthilfe-Gruppe in der Fotografie müssen wir dann selbst demnächst mal zusammen aufmachen, ist vielleicht mal ein ganz anderer Podcast an demnächst.
Kristian Langer
Ja, bestimmt auch ein interessantes Thema.
Michael Koopmann
So, aber bevor wir jetzt weiter in der Technik landen, wie gesagt, vollkommen egal, es geht mit allem und das soll halt auch dieser Podcast hier beweisen. Und wenn ihr jetzt sagt, ihr habt mit dem Handy ein tolles Bild gemacht oder mit einer Digitalkamera, die 20 Jahre alt ist oder mit der Analogkamera vom Opa, dann meldet euch doch gerne mal bei mir unter podcast.bilderzeigen.de. Schreibt mir eine kleine Nachricht über das Kontaktformular und dann kommen wir in Kontakt und bin mir ziemlich sicher, dass wir das Bild dann in irgendeiner der nächsten Episoden hier mal besprechen werden und ihr dann auch hier im Podcast zu hören seid. Ja, Christian, ich danke dir wieder vielmals. Das war eine super interessante Folge. Ich gehe davon aus, wenn alles klappt, sehen wir uns dann in Freiburg. Und ich hoffe auch viele von den Hörern vielleicht, die wir da sehen und haben dann einen schönen Tag in der Stadt und können da wild ein paar Bilder machen.
Kristian Langer
Ja, bei mir steht es noch nicht ganz fest. Ich hoffe, dass das klappt, aber so oder so geht hin, schaut euch das an. Und ich habe gehört, Freiburg soll eine wunderschöne Stadt sein, auch generell. Und von daher geht raus und fotografieren.
Michael Koopmann
Das schadet garantiert nicht, da hinzufahren. Die Stadt ist einfach wunderschön und ein Bild kommt da garantiert bei rum und ihr werdet auf jeden Fall ganz viel Verrückte dort treffen, die halt ganz viel verrückte Sachen mit ihren Kameras machen. Deswegen ist das mit Sicherheit ein Reise wert. Kann ich nur empfehlen. Aber bis dahin habt erstmal viel Spaß mit eurer Kamera und ja dann auf Wiedersehen in Freiburg. Tschüss.

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt und nicht manuell geprüft oder korrigiert. Die Erkennung ist nicht fehlerfrei, daher können Inhalte falsch sein. Maßgeblich ist immer das im Podcast gesprochene Wort

Meet & Street in Freiburg

Alle Infos zum Meet & Street am 11. Juli 2026 in Freiburg findet ihr auf der Webseite des ‚BlackForestStreets‘ Collective.

Kristian wird leider nicht in Freiburg sein – mich werdet Ihr das ganze Wochenende in Freiburg finden. Vielleicht macht Ihr dort ja ein tolles Bild mit einer spannenden Geschichte das hier in den Podcast passt. Sprecht mich gerne an.


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