Dia 39 – Magischer Schnappschuss mit Burkhard Pook

Genre:,

In dieser Folge spricht Burkhard Pook über seinen besonderen Schnappschuss: Aus einem scheinbar gewöhnlichen Foto aus Dänemark entsteht durch die Nachbearbeitung ein Bild voller Atmosphäre und Fantasie. Denn die eigentliche Geschichte liegt hier nicht nur im Moment der Aufnahme, sondern vor allem in der digitalen Gestaltung danach. Wir sprechen über den Adamski-Effekt, Photoshop und darüber,…

Bild im Querformat
Eine weite Landschaft in sanften Gelb- und Grüntönen zieht sich unter einem weichen, blauen Himmel dahin. Die Szene ist durch die Bewegung stark verwischt, sodass Hügel und Felder wie fließende Farbbänder wirken, fast wie ein gemaltes Bild. Der Himmel in der oberen Bildhälfte ist blau mit leichten weissen Bereichen.
Nur ein einzelner Baum am Horizont bleibt klar stehen und setzt einen ruhigen, kleinen Fixpunkt in diese sonst bewegte, fast träumerische Landschaft.
Bild und Bearbeitung: Burkhard Pook

Shownotes

Teilnehmer diese Episode:

Michael Koopmann
Burkhard Pook

Die andere Episode mit Burkhard Pook:

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Diese Episode ist erschienen am 07.10.2026 und wurde aufgenommen am 21.05.2026.

Das Titel-Bild und die Figuren wurde per KI ‚ChatGPT‘ generiert. Die Titel-Melodie „Der weite Blick“ wurden von M. Koopmann mit der KI musichero.ai generiert. Alle Bilder im Podcast sind echte Fotografien soweit nicht anders gekennzeichnet.

Der Podcast bietet Kapitelmarken mit Bildern, ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprechern sowie weitere Zusatzinfos. Am besten nutzt du Apps wie Pocket Casts, Overcast, Instacast und andere sog. ‚Podcatcher‘ Apps, die diese Inhalte anzeigen können.

Die Episoden der zweiten Staffel sind zusätzlich auch als Video auf YouTube und im Fediverse auf Makertube abrufbar.

Transkription der Episode anzeigen
Michael Koopmann
Willkommen bei Bilder und Geschichten. Ein Bild, ein Moment, eine Geschichte. Es geht hier nicht um die Kamera, sondern um das Bild und was es in uns auslöst. Jeden Mittwoch neu. Und in dieser Folge freue ich mich sehr, nochmal den Burkhard Puck bei mir begrüßen zu dürfen, denn im letzten Mal, in der letzten Folge, waren wir Steampunk-mäßig im Eisenbahnmuseum unterwegs, aber heute gehen wir nochmal mit einem ganz anderen Bild in die Natur raus. Aber erstmal, hallo Burkhard.
Burkhard Pook
Hallo Michael, grüße dich und danke für die Einladung.
Michael Koopmann
Ja, freut mich sehr, dass wir auch nochmal ein zweites Bild von dir besprechen können. Denn du hast ja letztes Mal schon ein bisschen was über dich erzählt, dass du beruflich Fotografie machst und sehr viel auch in Menschenfotografie unterwegs bist. Ich werde auch nicht schauen, uns mal deine Instagram-Accounts packen. Aber für das zweite Bild habe ich mir mal eins aus der Natur bei dir rausgesucht, wo ja komplett menschenlos ist. Und das fand ich sehr, sehr interessant und möchte heute auch ein bisschen zu lernen, wie du das überhaupt gemacht hast. Aber ja, vielleicht magst du ein bisschen was zu deinem Bild erzählen hier.
Burkhard Pook
Aber natürlich. Ja, wie vorhin in Folge erzählt, also ich habe in der Hauptsache Menschen fotografiert in Auftrag, aber bin dann so seit ein paar Jahren auch in der Naturfotografie und auch eben in der Bildbearbeitung so ein bisschen mehr unterwegs. Ich bin durch den Fotoclub dann auf eine Art gekommen, weniger der Fotografie, sondern eher der Bildbearbeitung. Und zwar gibt es da einen Fotografen, der heißt Josch Adamski. Das ist ein israelischer Fotograf. Der teils in England und teils in Israel lebt, an der Küste jeweils, und da natürlich ganz hervorragende Szenerien hat, die man fotografieren kann. Und, seine Idee war wohl mal vor einigen Jahren, das Bild mit einer, was man auch mit der Kamera machen kann, mit einer Bewegungsunschärfe, einer simulierten Bewegungsunschärfe, um genauer zu sein. Denn wenn ich mit der Kamera beim Auslösen die Kamera vertikal oder horizontal bewege, ist ja das ganze Bild eben verschwommen oder in Streifen.
Michael Koopmann
Genau, das waren die ICMs, da hatten wir die Beate Schäffler ja auch bei dir aus dem Verein Objektivart 96. Das hat sie uns ja hier schon mal im Podcast vorgestellt. Aber du hast jetzt deine Kamera gar nicht geschwungen für das Bild, sondern hast die Bildbearbeitung das dann schwingen lassen.
Burkhard Pook
Richtig, genau. Und zwar bei diesem Bild und bei ähnlichen anderen Bildern, wo also eine Landschaft zu sehen ist, auf der irgendein Motiv, ein Baum, ein Mensch, ein Hund oder wie auch immer zu sehen ist. Dann wird mit Photoshop eine neue Ebene erstellt und auf der ursprünglichen Ebene wird dieses Motiv ausgeschnitten, dieser Baum. Und aus dem Baum wird eine neue Ebene gemacht, dass wir also drei Ebenen haben. Die Ursprungsebene, die untere, die bleibt so für eventuelle Korrekturen und die beiden oberen, das heißt die zweite Ebene ist ja erstmal genauso und die dritte Ebene oben ist dann nur der Baum.
Michael Koopmann
Ich glaube, bevor wir weiter einsteigen, würde ich einmal kurz für die Zuhörer das Bild beschreiben, damit die eine ungefähre Ahnung haben, über was wir gerade hier sprechen und dann gehen wir nochmal so ein bisschen in die Erstellung von diesem Motiv. Also wir sehen erstmal ein Bild im Querformat mit vor allen Dingen den Farben Blau und Grün und halt durch diese Bewegungsunschärfe oder durch die Bildbearbeitung hat dieses Bild eine wahnsinnige Dynamik. Also im unteren Bildrand sehen wir halt eine hügelige Landschaft, die aber halt sehr, sehr verschwommen ist. Wir haben unten dunkle Grüntöne, die dann halt weiter nach oben zur Bildmitte halt zu so hellen, bis zu halt dann richtig gelben Tönen werden. Und das halt alles sehr weich verwaschen. In der oberen Hälfte des Bildes haben wir dann einen schönen blauen Himmel, der halt dann nur so ein paar Wolken, können wir halt vermuten, die sind aber auch sehr, sehr weich sind und einfach nur so weiche Flecken im Bild ergeben. Das Einzige, was jetzt auffällt in diesem Bild, ist ein bisschen rechts der Bildmitte, dass da ein Baum steht und dieser Baum aber komplett scharf ist. Und das natürlich, wenn man da drauf guckt, dann ist er überrascht, wie kann denn der jetzt da überhaupt scharf mitten drin stehen, wenn da jemand SM gemacht hat. Das kann ja gar nicht funktionieren. Aber du hast jetzt erzählt, dass das Ganze durch die Bildbearbeitung kommt und du jetzt am Ende durch die verschiedenen Ebenen diesen Baum scharf lassen kannst und trotzdem den Rest verschwimmen lassen kannst.
Burkhard Pook
Ja, genau so ist es. Also, wie gerade schon gesagt, ich habe mir die Grundebene, das Original, einmal kopiert, dass ich eine zweite Ebene habe. Und aus dieser zweiten Ebene wird das Motiv ausgeschnitten. Ja, dass ich also von dem Baum eine eigene Ebene habe, also eine dritte Ebene, wo nur der Baum drauf ist. Auf der zweiten Ebene wird dieser Baum rausretuschiert. Geht ja heute mit den tollen Werkzeugen von Photoshop wunderbar.
Michael Koopmann
Mit KI sind es dann zwei Klicks.
Burkhard Pook
Ja, ganz genau, eben. Und diese zweite Ebene ohne den Baum, die bekommt dann diese Bewegungsunschärfe. Wobei ich bei diesem Bild nicht einfach die normale Bewegungsunschärfe genommen habe, sondern es gibt eine, die heißt, jetzt muss ich selber nochmal eben gucken, Fahrtweichzeichnung. Ja, also bei der normalen Bewegungsunschärfe kann ich ja den Winkel einstellen und das sind einfach nur gerade Linien. Also wenn ich auf Waagerecht stelle, sind das wirklich schnurgerade Streifen oder vertikale oder wie auch immer, in welchem Winkel ich die haben will. So, jetzt gibt es aber bei Photoshop eine, die heißt Pfadweichzeichnung. Und dann bekommt man einen Pfeil, den man in der Länge verändern kann, also Anfang und Ende. Und zwischen Anfang und Ende kann man neue Punkte setzen und die dann auch verziehen. Wenn ich jetzt zum Beispiel einen waagerechten Pfeil habe, dann ziehe ich den von Anfang bis Ende des Bildes und zwischendurch kann ich Punkte setzen, die kann ich dann nach oben und unten ziehen, dass ich so eine Wellenlinie habe.
Michael Koopmann
Genau, also wenn wir jetzt ein ICM machen würden, ist es ja auch sehr schwierig, die Kamera genau gerade zu ziehen, von links nach rechts oder so und das im Endeffekt machst du jetzt in der Bildbearbeitung, dass auch dann da dieses Schwanken oder hoch und runter reinkommt.
Burkhard Pook
Und genau, und dieses Bild war einfach mal während einer Fahrt durch Dänemark aus dem Fenster raus fotografiert, weil ich damals die Landschaft so schön fand. Und jetzt habe ich das eben mit diesem Adamski-Effekt versucht und da war ich erst ein bisschen enttäuscht, dass das eben so gerade Linien waren. Und dann bin ich darauf, auf diese andere Fahrtweichzeichnung gekommen und habe dann eben die so leichte Bögen reingemacht, dass das auch so den Hügeln der Landschaft so ein bisschen entspricht.
Michael Koopmann
Was mich jetzt interessieren würde, ist jetzt vor allen Dingen, wie kommt man dann auf die Idee, so ein Bild zu machen? Jetzt bist du Berufsfotograf und wahrscheinlich jetzt auch nicht in der Freizeit so oft mit der Kamera unterwegs. Du bist dann auch wahrscheinlich mal froh, dein Arbeitsgerät zu Hause zu lassen. Aber wenn du jetzt irgendwie in Dänemark im Urlaub bist, hast du dann den Blick dafür, dass du es eher dann so ein paar verspielte Bilder machst oder besondere Bilder? Oder ist das einfach nur dann so ein bisschen die Herausforderung, die du suchst? Oder wie kommt das?
Burkhard Pook
Beides wohl. Also einmal die Herausforderung. Ich habe fast immer, also nicht gerade, wenn ich, im Supermarkt einkaufen gehe, dann habe ich keine Kamera dabei. Aber ansonsten, wenn wir spazieren gehen oder wenn wir irgendwo hinfahren, habe ich eigentlich immer die Kamera dabei. Weil ich so aus der Erfahrung weiß, dass irgendein Kunde kommt und sagt, ich brauche für meine Praxis irgendwelche Bilder. Hast du sowas in der Richtung? Und ich habe schon ein paar Mal im Botanischen Garten hier in Bochum, der ist nicht weit von mir, Bilder gemacht und habe die dann hinterher an eine Zahnärztin, die ihre ganze Praxis in grün hat. Also von den Wänden über die Stühle, alles in hellgrün. Und sie wollte unbedingt auch an den Wänden Bilder mit grün haben. Ja, und dann habe ich Blätter, die ich im Botanischen Garten fotografiert habe, wo ein Insekt drauf ist und habe ihr ein paar Bilder gezeigt. Und die hängen jetzt schon seit ewigen Zeiten in der Zahnarztpraxis.
Michael Koopmann
Es zieht sich ja so ein bisschen durch diesen Podcast, durch all meine Projekte durch, dass es ein bisschen darum geht, dass Bilder gezeigt werden. Und deswegen haben wir auch schon mal über Ausstellungen gesprochen, Bilder zu drucken und hinzuhängen. Und da finde ich ja Bilder mit diesem Effekt oder auch mit einem Reim-ICM ja wirklich sehr, sehr interessant, weil das ja auch irgendwie eine Entspannung gibt. Das Bild ist ja wirklich, wirklich schön und ein bisschen so wirklich träumerisch. Deswegen glaube ich, lohnt sich das gerade in der Arztpraxis. Wahrscheinlich ist das super, so ein Motiv hinzuhängen, weil das einfach viel entspannter wirkt, als wenn man da jetzt irgendwie so ein aufregendes Street-Photography-Bild hätte, was einfach viel zu wild wäre für sowas.
Burkhard Pook
Die Zahnärztin sagte mir damals, sie bräuchte kaum noch irgendwelche Betäubungsspritzen oder öffnen mal den Mund, weil die Leute schon da so mit offenem Mund da sitzen und dann alles ganz manchmal vergessen. War ein bisschen ironisch gemeint, aber im Grunde hat sie schon recht gehabt so damit.
Michael Koopmann
Man muss die passenden Bilder auch für den passenden Ort finden. Also mir hat mal jemand erzählt, dass er irgendwo in der Klinik war und die Bilder, die dorthin hängen, waren teilweise aus einer Fleischerei, wo ich mir gedacht habe, das passt nicht so wirklich zum Ort.
Burkhard Pook
Da ist schon ein bisschen makaber dann.
Michael Koopmann
Genau, man sollte auf seine Zielgruppe auf jeden Fall achten, die man da hat.
Burkhard Pook
Ja, richtig, richtig. Ja, und von daher macht man natürlich auch unterwegs irgendwelche Fotos. Und wenn sie nur für sich sind oder jemand anderes sagt, auch guck mal das würde gut in mein wohnzimmer passen ich habe auch schon bilder verschenkt natürlich an leute die einfach nur gesagt haben bekannt auch guck mal das würde ich gerne in meiner in meiner wohnung haben, ich war wir waren vom fotoclub mal im, terra terra zoo in rheinberg rheinberg oder rheinberg wie das heißt und so da habe ich schlangen fotografiert und von einem Kunden, für den ich Fotos gemacht habe, eine Druckerei in Wuppertal, dessen Tochter, beziehungsweise die Tochter, der Mann der Tochter von diesem Kunden, der steht auf Schlangen, ja und da hat er gefragt, ob er nicht ein Schlangenbild haben kann, würde sich gerne ins Wohnzimmer hängen. Ja, da habe ich ihm das Bild geschenkt, klar.
Michael Koopmann
Also praktisch auch immer oberhalb Bilder zu machen, ja.
Burkhard Pook
Ja, und dann ging es weiter mit diesem Adamski-Effekt. Ich habe dann mal alte Bilder durchgeguckt von Holland an der Nordsee und so, habe da ein paar schöne Motive gesehen, die ich dann auch so bearbeiten konnte. Also statt des Baums war dann am Strand ein Liegestuhl oder eine Reiterin, auf einem schönen dunklen Pferd, die am Strand lang geritten ist und dann den Strand und den Himmel dann auch eben wieder so in diesem Verfahren bearbeitet und die Reiterin mit ihrem Pferd dann eben in Schaf und so weiter. Sind alle sehr gut angekommen, die Bilder.
Michael Koopmann
Ja, also wenn man da jetzt auch auf deinen Instagram-Account guckt, sieht man da ja einige Beispiele, wo du das gemacht hast und wirklich ein paar sehr beeindruckende Bilder. Jetzt würde mich interessieren, wie kommst du denn zu so einer Inspiration? Also ich hoffe ja, dass wir jetzt gerade so ein paar Leuten, die jetzt hier zuhören, vielleicht Inspirationen geben können und die vielleicht gleich Photoshop anschmeißen, mal das probieren, den Dembski-Effekt umzusetzen. Aber wie kommst du an sowas? Wie kommst du auf so eine Idee überhaupt, sowas auszuprobieren?
Burkhard Pook
Ja, also, der erste Impuls war eigentlich durch den Fotoclub von der Beate, die ja auch da so mit künstlerischen Sachen hantiert und so. Tja, irgendwie, oder ich habe ein Bild gesehen bei Pinterest oder wo, ich weiß gar nicht, wie das genau angefangen hat und war so begeistert von diesem Adamski-Effekt. Ja, und dann habe ich mal bei YouTube geguckt und festgestellt, dass das Internet, also YouTube auch voll davon ist, hauptsächlich aber in englischer Sprache. In Deutschland hat sich das wohl noch nicht so durchgesetzt. Und ja, und dann bin ich dazu gekommen.
Michael Koopmann
Ja, ich denke, da sieht man wieder, dass es auch wert ist, mal die Augen offen zu halten und mal über seinen eigenen Tellerrand zu gucken, was auch immer man, so täglich fotografiert oder regelmäßig fotografiert. Aber die Fotografie ist halt so weit, dass man auch immer wieder was komplett Neues für sich entdecken kann.
Burkhard Pook
Ja, ganz genau. Und durch diese Bearbeitung bin ich dann auch wieder durch den Fotoclub auf nicht nur ICM, sondern auch auf Doppel- oder Mehrfachbelichtung gekommen oder beides kombiniert. Also ein Bild zum Beispiel als normales Standbild, wo alles scharf ist. Und das zweite Bild dann eben mit so einem Wischeffekt und so. Also da gibt es ja, was die Kameras heute auch bieten, alles.
Michael Koopmann
Da habe ich ja auch schon ein sehr komplexes Bild mit der Beate besprochen. Ich glaube in Folge 9, die ist relativ jung noch. Das auch mit mehreren Doppelbelichtungen, ICM, so eine Spiegelung. Also ein hochkomplexes Bild, was aber auch ganz besonders einfach aussieht.
Burkhard Pook
Ja, und da merkt man, dass man selbst als Berufsfotograf seine Kamera nur halb nutzt. Also da sind so viele Möglichkeiten, die man doch anwenden kann. Und das macht einfach Riesenspaß.
Michael Koopmann
Was mich aber wundert ist, wie kriegst du dann noch dich dazu, halt auch nach der Arbeit nochmal irgendwie vor Photoshop zu setzen und da dann auch nochmal mit sowas rumzuspielen. Ich kenne ganz viele Fotografen, die mir sagen, fotografieren tue ich ja gerne, aber am PC sitzen, das ist so das Allerschlimmste, was da dran ist.
Burkhard Pook
Ach, da habe ich gar keine Probleme mit. Also meine Arbeit besteht ja jetzt gar nicht mehr so viel aus der beruflichen Fotografie. Wenn dann, wie gesagt, der letzte große Auftrag war von einer Druckerei und dann hat man natürlich wieder, wenn die Bilder fertig sind, Tage oder manchmal auch Wochen wieder keinen Auftrag, bis dann mal wieder ein Auftrag kommt. Und in der Zeit habe ich natürlich dann auch wieder die Zeit, um den See zu laufen oder in den botanischen Garten zu gehen, Fotos zu machen aller Art und so. Und dann kann es natürlich auch sein, dass ich dann mal von morgens bis abends 8 Uhr am Computer sitze, mit ein bisschen Pause dazwischen, ein paar Bewegungsübungen, damit man nicht einschläft. Aber es macht einfach Spaß, die Bilder so zu bearbeiten auch.
Michael Koopmann
Ja, denke ich mir. Das ist ja wirklich, gerade bei diesen Ergebnissen und vor allen Dingen, wenn man ja gar nicht so recht weiß, wie das Ergebnis ja werden kann, sich so ein bisschen überraschen lassen muss und dann halt wieder so ein komplett neues Bild dann plötzlich aus der Aufnahme entsteht.
Burkhard Pook
Ja, genau. Und man muss auch bei allen Fotografien auch so ein bisschen mal experimentieren. Dann findet man wieder was Neues oder bei Photoshop wieder irgendeine neue Bearbeitungsart und so weiter. Und dann kommt der nächste Kunde und sagt, genau so eine Bilder habe ich mir immer vorgestellt. So etwas möchte ich auch haben.
Michael Koopmann
Es ist alles keine Sackgasse, sondern auch alles, was man so neu kann, lohnt sich dann auch wirklich irgendwo nachher woanders einzusetzen und ich glaube, gerade bei diesem Funktionsmonster Photoshop, ist man ja auch immer, wenn man wieder einen neuen Effekt kann oder ein neues Werkzeug, auch immer ja auch sehr gut, wenn man das dann bedienen kann und wieder etwas mehr beherrscht.
Burkhard Pook
Genau so ist es, ja. Ja, und ich liebe das einfach so, diese Bilder gefallen mir selber ganz gut und, also ob jetzt mit diesem Adamski-Effekt oder Doppelbelichtung oder Mehrfachbelichtung, es macht auch schon unheimlich Spaß, das einfach auszuprobieren. Es gibt ja keine festen Regeln, wie jetzt die Kamera funktioniert. Du kennst das von den verschiedenen Ebenen-Modi. Wenn die auf hell oder auf dunkel geht, ist es wieder ein total anderer Effekt und so. Und so ist das bei der Kamera eben auch. Das macht einfach Spaß.
Michael Koopmann
Ja, und das Gute ist, es kostet uns ja nichts. So eine Digitalfotografie, wenn wir uns einfach mal ein bisschen rumprobieren und mal tausend Bilder einfach nur Quatsch fotografieren, weil wir mal ein bisschen rumtesten. Es hat nichts gemacht. Können wir wieder löschen und wieder bei Null starten.
Burkhard Pook
Eindruck, Karte formatieren und fertig. Wieder von vorne. Genau so.
Michael Koopmann
Und ich glaube, das können wir dann auch hier mal den Zuhörern und Zuhörerinnen mitgeben. Probiert mal was aus. Macht mal irgendwas mit der Kamera. Macht mal was komplett Ungewöhnliches. Hier im Podcast finden sich ja schon einige Inspirationen. Und jetzt hier noch eine mehr. Und probiert mal was aus. Also es muss halt nicht immer nur das sein, wo man halt selbst drin steckt. sondern es gibt so viele schöne Möglichkeiten, mal über den Teller ranzuschauen.
Burkhard Pook
Ganz genau. Und nicht nur, um auch ein schönes Bild zu bekommen, sondern auch einfach, um die Kamera besser kennenzulernen. Ich sehe das immer wieder bei Kollegen. Stell das doch mal auf das und das. Wo war das denn nochmal? Die Kamera muss man auswendig können. Also gut, zumindest als Profi. Wenn ich da irgendwo stehe und sage, Moment, ich muss mir erst mal die Kamera richtig einstellen, dann sagt er, hast du überhaupt schon mal die Kamera richtig in der Hand gehabt? Naja, aber so ist das, klar, in erster Linie macht man eine Fotografie natürlich wegen der schönen Fotos und da muss man eben experimentieren ein bisschen und, Macht auch Spaß.
Michael Koopmann
Ja, ich denke, wir haben jetzt viel Inspiration hier mitgeben können. Zu dem Verein, wo du gerade drüber gesprochen hast, Objektiv Art 96 in Witten, habe ich hier auch, glaube ich, mit der Beate schon mal etwas länger drüber gesprochen. Aber da kommen wir auch nochmal links in die Shownotes. Denn ihr habt immer schöne Ausstellungen in Witten und auch drumherum, wo man sich dann auch wieder ganz neue Inspirationen holen kann. Denn ihr seid im Verein so breit auf, habt ihr ja irgendwie gefühlt jede Woche ein neues Thema, was dort hängt.
Burkhard Pook
Also das lohnt sich wirklich, da mal reinzuschauen. Wir haben ja wirklich vom Anfänger Leute, die gerade ein paar Tage oder ein paar Wochen da sind und bis zum Profi haben wir mehrere, die als Berufsfotografen selbst da sind. Weil man muss auch andere Stimmen mal hören oder andere Meinungen zu dem eigenen Foto. Passiert mir selber, dass man selber sagt, dieses Foto ist super schön geworden oder ein anderer, ach nee, das gefällt mir nicht. Wo andere dann wieder sagen, genau die gegenteilige Meinung. Oder hättest du mal darauf geachtet, guck mal da, das Bein, wie verdreht das ist oder so. Also man kann selber, kennt jeder Fotograf von sich, man bringt ja seine eigene Erinnerung mit. Ob es ein Urlaubsfoto ist, damit kann ein anderer vielleicht gar nichts anfangen und sagt, was soll mir das Foto sagen? Ja, das war eine tolle Stimmung damals. Ja gut, die Stimmung kommt aber im Bild nicht rüber.
Michael Koopmann
Genau, ja. Und hier im Podcast kann ich das so ein bisschen abfedern, indem wir einfach die Geschichte dazu erzählen und so ein bisschen das Bild dann eh im Kopf entsteht, weil es gerade nicht zur Hand ist. Aber wenn natürlich man versucht, in dem Bild eine Geschichte zu erzählen, was man dann zeigt, aber die Geschichte da gar nicht drinsteckt, weil halt die, keine Ahnung, vielleicht Person gar nicht drauf ist, dann nützt leider das schönste Bild nicht. Und da muss man halt wieder gucken, dass man sich dann doch nochmal irgendwie, behilft und zukünftig vielleicht ein bisschen anders schießt, um halt auch diese Storys mit ranzukriegen. Oder in einer anderen Art. Wir haben ja auch hier schon mal die Reportage fotografiert, macht man es mehreren Bildern. Oder halt wieder was ganz anderes mit Bildbearbeitung oder was auch immer. Aber da lohnt es sich auf jeden Fall bei anderen, die Inspiration zu holen und halt auch dann ein bisschen das Wissen zu holen, wie sowas geht.
Burkhard Pook
Auf jeden Fall, ja.
Michael Koopmann
Ja, Burkhard, ich danke dir vielmals. Die Folge hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. Da habe ich auch direkt Lust, mal zu probieren. Da muss man gucken, ob ich hier meine Photoshop-Lizenz mal wieder aktiviere. Dann werde ich auch mal so ein bisschen rumbasteln und mal gucken, ob ich auch mal so einen Baum so eingefroren bekomme wie du.
Burkhard Pook
Ja, wenn du Fragen hast, einfach fragen.
Michael Koopmann
Ich helfe dir gerne. Vielen, vielen Dank. Es kann ja jeder mal auch hier in die Podcast-Folge gucken unter podcast.bilderzeigen.de. Dort findet ihr das Bild. Könnt ihr auch noch mal ein bisschen reinzoomen und natürlich gerne mal in den Kommentaren hinterlassen, wie findet ihr das Bild oder was habt ihr vielleicht schon an Bildbearbeitung gemacht und was habt ihr an besonderen Ergebnissen. Gerne dann mir mal eins davon schicken und vielleicht seid ihr in allen der nächsten Podcast-Folgen dann auch dabei. Aber ich sage erstmal Burkhardt, vielen, vielen Dank, dass du hier warst und ja, bis zu einem nächsten Mal.
Burkhard Pook
Ich habe zu danken. Alles klar, Michael. Bis bald mal dann.
Michael Koopmann
Ja, tschüss.
Burkhard Pook
Tschüss.

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt und nicht manuell geprüft oder korrigiert. Die Erkennung ist nicht fehlerfrei, daher können Inhalte falsch sein. Maßgeblich ist immer das im Podcast gesprochene Wort


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